Rauchverbot drosselt den Bierkonsum
Die große Lagerhalle der Brauerei war wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. 400 Aktionäre und 500 Gäste der Brauerei warteten frohgemut aber diszipliniert auf das Kommando: "Lasst uns Schluck um Schluck den Gewinn erhöhen."
Vorsitzende des Aufsichtsrates Andreas Egler erklärte die notwendigen Regularien der zum fünften Mal einberufenen Aktionärsversammlung, ehe Vorstand Anton Michelberger den Geschäftsbericht vortrug. Dieser gab einen allgemeinen Überblick über die Entwicklung des Bierabsatzes im "Ländle": Die Bierbrauer in Baden -Württemberg müssten einen Ausstoßrückgang von 5,4 Prozent verkraften. Durch das Rauchverbot sei der Bierabsatz im letzten Quartal des vergangenen Jahres dramatisch eingebrochen. Dagegen konnte die Königsegger Brauerei bis November noch ein durchschnittliches Wachstum von 2,9 Prozent vorweisen, brach aber dann im Dezember deutlich ein. Obwohl die Brauerei mit einer Steigerung von einem Prozent gegen den allgemeinen Abwärtstrend positiv abschnitt, kann der Abschluss nicht zufrieden stellen. Neben den Glas- und Energiepreisen bereitet der Rohstoffmarkt den Brauern Sorgen. Durch die hohe Nachfrage aus ostasiatischen Ländern seien die Preise für Hopfen um 100 Prozent und für Braugerste um 70 Prozent nach oben geklettert. Dabei stellt Michelberger klar, dass er den Landwirten für die Preisentwicklung keine Schuld zuweist: "Wer Qualität liefert, soll auch angemessen bezahlt werden".
Brauerei erhöht den Bierpreis
Dies alles mache eine Bierpreiserhöhung unumgänglich, so Egler. Stolz verwies Anton Michelberger auf die Auszeichnung der Königsegger Biere mit drei Gold und einer Silbermedaille, wobei hier ein großer Anteil dem Verdienst des Braumeisters Martin Härle und seinen Männern zustünde. Da die Brauerei mit eigener Mälzerei die Gerste ausschließlich aus kontrolliertem und integriertem Anbau bezieht, erfüllt sie die Kriterien für das Gütezeichen "Herkunft und Qualität aus Baden Württemberg."
In Zukunft sind Änderungen im Design geplant: Aus der blauen Kiste Königsegger entsteht eine grüne Kiste WalderBräu. Dadurch sollen die Bierkisten und die Etikettierung der Flaschen im Hause Walder Bräu vereinheitlicht werden. Noch in diesem Jahr wird eine neue Flaschenfüllanlage für 278 000 Euro installiert. Unabhängig von verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten wird eine Kapitalerhöhung von 100 000 Euro erfolgen. Das bedeutet, dass ab sofort weitere WalderBräu Aktien erworben werden können.
Der Bilanzgewinn in Höhe von 13 237 Euro soll auf Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat in Form von zwei Kisten Bier an die Aktionäre ausbezahlt werden. Der hochherzige Antrag eines Aktionärs auf die Dividende zu Gunsten der bevorstehenden Investition zu verzichten fand vor den durstigen Aktionären naturgemäß keine Zustimmung. Dagegen wurden Anton Michelberger und der Aufsichtsrat bestehend aus Andreas Egler, Rainer Quadflieg und Dr. Wolfgang Blien mit überwältigender Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.
(Erschienen: 21.05.2008 00:05)
Die große Lagerhalle der Brauerei war wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. 400 Aktionäre und 500 Gäste der Brauerei warteten frohgemut aber diszipliniert auf das Kommando: "Lasst uns Schluck um Schluck den Gewinn erhöhen."
Vorsitzende des Aufsichtsrates Andreas Egler erklärte die notwendigen Regularien der zum fünften Mal einberufenen Aktionärsversammlung, ehe Vorstand Anton Michelberger den Geschäftsbericht vortrug. Dieser gab einen allgemeinen Überblick über die Entwicklung des Bierabsatzes im "Ländle": Die Bierbrauer in Baden -Württemberg müssten einen Ausstoßrückgang von 5,4 Prozent verkraften. Durch das Rauchverbot sei der Bierabsatz im letzten Quartal des vergangenen Jahres dramatisch eingebrochen. Dagegen konnte die Königsegger Brauerei bis November noch ein durchschnittliches Wachstum von 2,9 Prozent vorweisen, brach aber dann im Dezember deutlich ein. Obwohl die Brauerei mit einer Steigerung von einem Prozent gegen den allgemeinen Abwärtstrend positiv abschnitt, kann der Abschluss nicht zufrieden stellen. Neben den Glas- und Energiepreisen bereitet der Rohstoffmarkt den Brauern Sorgen. Durch die hohe Nachfrage aus ostasiatischen Ländern seien die Preise für Hopfen um 100 Prozent und für Braugerste um 70 Prozent nach oben geklettert. Dabei stellt Michelberger klar, dass er den Landwirten für die Preisentwicklung keine Schuld zuweist: "Wer Qualität liefert, soll auch angemessen bezahlt werden".
Brauerei erhöht den Bierpreis
Dies alles mache eine Bierpreiserhöhung unumgänglich, so Egler. Stolz verwies Anton Michelberger auf die Auszeichnung der Königsegger Biere mit drei Gold und einer Silbermedaille, wobei hier ein großer Anteil dem Verdienst des Braumeisters Martin Härle und seinen Männern zustünde. Da die Brauerei mit eigener Mälzerei die Gerste ausschließlich aus kontrolliertem und integriertem Anbau bezieht, erfüllt sie die Kriterien für das Gütezeichen "Herkunft und Qualität aus Baden Württemberg."
In Zukunft sind Änderungen im Design geplant: Aus der blauen Kiste Königsegger entsteht eine grüne Kiste WalderBräu. Dadurch sollen die Bierkisten und die Etikettierung der Flaschen im Hause Walder Bräu vereinheitlicht werden. Noch in diesem Jahr wird eine neue Flaschenfüllanlage für 278 000 Euro installiert. Unabhängig von verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten wird eine Kapitalerhöhung von 100 000 Euro erfolgen. Das bedeutet, dass ab sofort weitere WalderBräu Aktien erworben werden können.
Der Bilanzgewinn in Höhe von 13 237 Euro soll auf Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat in Form von zwei Kisten Bier an die Aktionäre ausbezahlt werden. Der hochherzige Antrag eines Aktionärs auf die Dividende zu Gunsten der bevorstehenden Investition zu verzichten fand vor den durstigen Aktionären naturgemäß keine Zustimmung. Dagegen wurden Anton Michelberger und der Aufsichtsrat bestehend aus Andreas Egler, Rainer Quadflieg und Dr. Wolfgang Blien mit überwältigender Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.
(Erschienen: 21.05.2008 00:05)
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