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Raketenstart aus der Filmdose – Kinder erleben Naturwissenschaften

Der Kindergarten St. Antonius begeistert seine kleine Forscher mit Naturwissenschaft – Auszeichnung zum „Haus der kleinen Forscher“
Erstaunlich, was ein Magnet alles kann: DIe Kinder beobachten gespannt das Wirken der Kräfte.
Erstaunlich, was ein Magnet alles kann: DIe Kinder beobachten gespannt das Wirken der Kräfte. (Foto: David Balzer)

Von David Balzer

FRIEDRICHSHAFEN- FRIEDRICHSHAFEN (db) - „Hand in Hand mit Kultur und Natur“ lautet das Leitmotiv des Kindergartens Sankt Antonius in Friedrichshafen. Am Freitag waren sowohl die Kinder als auch ihre Eltern zum „Tag der kleinen Forscher“ eingeladen. Seit etwa eineinhalb Jahren haben Sibylle Krauß und ihre Kolleginnen zusammen mit den Kindern auf diesen Tag hingearbeitet. An neun Stationen können die Kinder Naturwissenschaft selbst erleben: Sie lernen unter anderem, wie ein Magnet funktioniert, was alles auf dem Wasser schwimmt und was untergeht, wie man eine riesige Seifenblase zustande bekommt und wie man aus einer Filmdose eine Rakete bastelt.

Wie das gehen soll? Da ist Kreativität gefragt! „Meine Rakete ist mindestens zehn Meter hoch geflogen“, erzählt Lara, gut geschützt mit weißem Wissenschaftlerkittel und Schutzbrille. Zunächst füllen die Kleinen Wasser in die Filmdose, dann kommt eine Brausetablette hinein, die Dose wird auf den Kopf gestellt und wenn der Druck zu groß wird, fliegt die Dose durch die Luft.

Für das besondere Engagement im Bereich Naturwissenschaften wurde dem Kindergarten die Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“ von der IHK-Weingarten verliehen. „Wir sind natürlich sehr stolz, dass wir das als erster in Friedrichshafen geschafft haben“, freut sich die Leiterin Sibylle Krauß. Dass im St. Antonius Kindergarten experimentiert wird, ist somit nun auch nach außen hin sichtbar. Dieser Titel gilt für die kommenden zwei Jahre, für die Mitarbeiter und Kinder ist er natürlich eine große Motivation, ihn in zwei Jahren zu bestätigen.

Projekte fördern Entwicklung

„Bei der Entwicklung der Projekte haben wir die Kinder mit einbezogen“, sagt Sibylle Krauß. Die Mitarbeiter des Kindergartens bilden sich ständig weiter und besuchen Fortbildungen über naturwissenschaftliche Projekte. „Wir haben hier eine große Gartenanlage, der Bezug zur Natur ist also stets vorhanden“, so Krauß.

Auch die Kinder profitieren von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter. „Ich habe mich schon so lange auf diesen Tag gefreut“, strahlt Nachwuchsforscher Enes. Der multikulturelle Kindergarten nutzt seit Jahren die Naturwissenschaft, um bei den Kindern Neugierde zu wecken und ihre Entwicklung zu fördern.

Ein weiteres Highlight war der „Flaschentornado“: Zwei Flaschen werden an ihren Öffnungen luftdicht miteinander verbunden, wobei eine der Flaschen mit Flüssigkeit gefüllt ist. Wie bekommt man nun das Wasser von der einen in die andere Flasche? „Na, man muss halt kräftig schütteln damit der Tornado entsteht“, weiß Max sofort. Richtig, denn schüttelt man die Flaschen, entsteht wie im Abfluss der Badewanne ein Wassertornado und das Wasser schießt in die andere Flasche. „Die Eltern waren überrascht, was ihre Kinder schon alles können. Unser Projekt ist ein voller Erfolg“, freut sich Sibylle Krauß.

(Erschienen: 05.02.2012 21:00)

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