Peta will die nackte Wahrheit zeigen
"Größter Quatsch", schnaubt eine rüstige Dame verächtlich beim Anblick der zwei halbnackten Damen. "Ach, es gibt Schlimmeres", beschwichtigt eine andere Frau.
Die Protest-Aktion der Tierschutz-Organisation Peta (People for the ethical treatment of animals) hat für gespaltene Meinungen unter den Ehinger Fußgängern gesorgt. Eines hat sie aber sicher erreicht: Aufmerksamkeit.
"Dass Wildtiere im Zirkus leiden, kann Ihnen jeder Experte bestätigen", sagt Andrea Müller, Peta-Aktivistin und zuständig für die Kampagne "Wildtiere raus aus dem Zirkus". Extra aus Stuttgart angereist waren die als Raubkatzen geschminkten Frauen. Anlass ist der "Africa Big Circus", der heute in Ehingen am Volksplatz mit seinen Vorstellungen beginnt.
Weisheit sieht sich im Recht
Hardy Weisheit, Junior-Chef des in der Kritik stehenden Ensembles, hatte gegenüber der SZ bereits von Problemen mit den Tierschützern gesprochen, sieht sich und seine Tiere aber im Recht. Ganz anders die Meinung von Peta, die behauptet, Weisheit erschleiche sich seine Genehmigungen. Doch damit nicht genug: "Die Elefanten von Weisheit sind in Freiheit gefangen worden", behauptet Andrea Müller. "Um diese Tiere zu dressieren, muss man sie prügeln, ihnen Gewalt antun. Das ist nicht wie mit Tieren, die in Gefangenschaft aufwachsen."
Die Ehinger erhielten die Vorwürfe der Tierschützer in Form von Gesprächen und Faltblättern. Insgesamt zeigten sie durchaus Verständnis für die Aufsehen erregende Aktion. "Protest steht jedem zu", so zum Beispiel Elfriede König. "Die tun doch niemandem weh." Angst hatten die Passanten eher um die halbnackten Aktivistinnen. "Die müssen doch frieren."
Was der Protest von Peta gebracht hat, wird sich dann morgen zeigen. Um 15 Uhr ist die Premiere von "Africa Big Circus" am Volksplatz.
(Erschienen: 23.10.2009 00:06)
"Größter Quatsch", schnaubt eine rüstige Dame verächtlich beim Anblick der zwei halbnackten Damen. "Ach, es gibt Schlimmeres", beschwichtigt eine andere Frau.
Die Protest-Aktion der Tierschutz-Organisation Peta (People for the ethical treatment of animals) hat für gespaltene Meinungen unter den Ehinger Fußgängern gesorgt. Eines hat sie aber sicher erreicht: Aufmerksamkeit.
"Dass Wildtiere im Zirkus leiden, kann Ihnen jeder Experte bestätigen", sagt Andrea Müller, Peta-Aktivistin und zuständig für die Kampagne "Wildtiere raus aus dem Zirkus". Extra aus Stuttgart angereist waren die als Raubkatzen geschminkten Frauen. Anlass ist der "Africa Big Circus", der heute in Ehingen am Volksplatz mit seinen Vorstellungen beginnt.
Weisheit sieht sich im Recht
Hardy Weisheit, Junior-Chef des in der Kritik stehenden Ensembles, hatte gegenüber der SZ bereits von Problemen mit den Tierschützern gesprochen, sieht sich und seine Tiere aber im Recht. Ganz anders die Meinung von Peta, die behauptet, Weisheit erschleiche sich seine Genehmigungen. Doch damit nicht genug: "Die Elefanten von Weisheit sind in Freiheit gefangen worden", behauptet Andrea Müller. "Um diese Tiere zu dressieren, muss man sie prügeln, ihnen Gewalt antun. Das ist nicht wie mit Tieren, die in Gefangenschaft aufwachsen."
Die Ehinger erhielten die Vorwürfe der Tierschützer in Form von Gesprächen und Faltblättern. Insgesamt zeigten sie durchaus Verständnis für die Aufsehen erregende Aktion. "Protest steht jedem zu", so zum Beispiel Elfriede König. "Die tun doch niemandem weh." Angst hatten die Passanten eher um die halbnackten Aktivistinnen. "Die müssen doch frieren."
Was der Protest von Peta gebracht hat, wird sich dann morgen zeigen. Um 15 Uhr ist die Premiere von "Africa Big Circus" am Volksplatz.
(Erschienen: 23.10.2009 00:06)
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