Nationen beten gemeinsam für Frieden
Von afrikanischem Trommeln über orientalischen Bauchtanz bis zu folkloristischeren Klängen des ukrainischen Männerchors "Cantus Firmus" oder Akkordeonspiel aus Usbekistan war für jeden Geschmack etwas geboten.
Zu Beginn des internationalen Begegnungsfestes gab es eine Premiere. Auf Initiative der Religionspädagogin Angelika Störk wurde in Tuttlingen zum ersten Mal ein internationales Friedensgebet abgehalten. Wo Menschen unterschiedlicher Nationalität zusammenkämen, gäbe es Ängste, aber auch wertvolle Chancen Neues kennenzulernen, so Angelika Störk bei der Eröffnung des religiösen Aktes. Selbst wenn unterschiedliche Konfessionen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen zusammen kämen, könne man zugegen sein, wenn die anderen beteten, zuhören, um den anderen besser zu verstehen, und den eigenen Glauben vertiefen. Man könne sich darin üben, die Eigenarten des anderen zu tolerieren.
Posaunenchor umrahmt Gebet
Imam Selami Sayin von der türkisch-muslimischen Gemeinschaft eröffnete das Gebet mit einer arabischen Rezitation der Eröffnungssure des Koran. Imam Dzafer Gracic übersetzte die Sure ins Deutsche und schloss eine Zusammenfassung über Schöpfungstexte aus dem Koran an. Pfarrer außer Dienst Konrad Schiller von der evangelischen Kirche und Pastoralreferent Matthias Gärtner von der katholischen Kirche lasen Texte aus der biblischen Schöpfungsgeschichte und beteten das "Vater Unser". Musikalisch umrahmten der ukrainische Männerchor "Cantus Firmus" und der Tuttlinger Posaunenchor das Friedensgebet mit religiösen Liturgien.
An sechs Essensständen gab es Speisen und Getränke aus den Philippinen, Italien, der Türkei, Lateinamerika, Russland, Ghana, Eritrea und Deutschland. Die AWO und die Caritas informierten über ihre Integrations- und Migrationsdienstleistungen. Die Initiative Pro Asyl stellte sich als Anlaufstelle für Flüchtlinge und Asylbewerber vor. Rose Lovrécovic machte in ihrer kurzen Ansprache auf die Unterschriftensammlung gegen die menschenrechtswidrige Behandlung von Flüchtlingen an den Außengrenzen Europas aufmerksam.
Serkan Güldas stellte die Ditib-Moschee vor. Man sehe sich als Integrationshelfer, so Güldas. Da die deutsche Sprache sehr wichtig für die Integration sei, bot er an, in der Moschee Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und bat die Stadt Tuttlingen um Sprachlehrer. Außerdem wünsche man sich wieder einen Integrationsbeirat. Seine Gemeinschaft wünsche sich überall auf der Welt Friede und Gerechtigkeit, schloss er seine Ansprache.
Baubürgermeister Willi Kamm informierte über die geplante Moschee. Weiter berichtete er über den Abriss der alten Ludwig-Uhland-Realschule und über die Renovierung des alten Henke-Sass-Wolf-Gebäudes. Die Stadt freue sich auf eine Diskussion über die bauliche Entwicklung von Tuttlingen mit den Bürgern.
Für ausgelassene Stimmung sorgten drum herum diverse internationale Beiträge wie afrikanische Trommelklänge, Tanz- und Musikdarbietungen unterschiedlicher Nationalitäten und eine philippinische Kampfsport-Vorführung.
(Erschienen: 14.07.2008 00:08)
Von afrikanischem Trommeln über orientalischen Bauchtanz bis zu folkloristischeren Klängen des ukrainischen Männerchors "Cantus Firmus" oder Akkordeonspiel aus Usbekistan war für jeden Geschmack etwas geboten.
Zu Beginn des internationalen Begegnungsfestes gab es eine Premiere. Auf Initiative der Religionspädagogin Angelika Störk wurde in Tuttlingen zum ersten Mal ein internationales Friedensgebet abgehalten. Wo Menschen unterschiedlicher Nationalität zusammenkämen, gäbe es Ängste, aber auch wertvolle Chancen Neues kennenzulernen, so Angelika Störk bei der Eröffnung des religiösen Aktes. Selbst wenn unterschiedliche Konfessionen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen zusammen kämen, könne man zugegen sein, wenn die anderen beteten, zuhören, um den anderen besser zu verstehen, und den eigenen Glauben vertiefen. Man könne sich darin üben, die Eigenarten des anderen zu tolerieren.
Posaunenchor umrahmt Gebet
Imam Selami Sayin von der türkisch-muslimischen Gemeinschaft eröffnete das Gebet mit einer arabischen Rezitation der Eröffnungssure des Koran. Imam Dzafer Gracic übersetzte die Sure ins Deutsche und schloss eine Zusammenfassung über Schöpfungstexte aus dem Koran an. Pfarrer außer Dienst Konrad Schiller von der evangelischen Kirche und Pastoralreferent Matthias Gärtner von der katholischen Kirche lasen Texte aus der biblischen Schöpfungsgeschichte und beteten das "Vater Unser". Musikalisch umrahmten der ukrainische Männerchor "Cantus Firmus" und der Tuttlinger Posaunenchor das Friedensgebet mit religiösen Liturgien.
An sechs Essensständen gab es Speisen und Getränke aus den Philippinen, Italien, der Türkei, Lateinamerika, Russland, Ghana, Eritrea und Deutschland. Die AWO und die Caritas informierten über ihre Integrations- und Migrationsdienstleistungen. Die Initiative Pro Asyl stellte sich als Anlaufstelle für Flüchtlinge und Asylbewerber vor. Rose Lovrécovic machte in ihrer kurzen Ansprache auf die Unterschriftensammlung gegen die menschenrechtswidrige Behandlung von Flüchtlingen an den Außengrenzen Europas aufmerksam.
Serkan Güldas stellte die Ditib-Moschee vor. Man sehe sich als Integrationshelfer, so Güldas. Da die deutsche Sprache sehr wichtig für die Integration sei, bot er an, in der Moschee Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und bat die Stadt Tuttlingen um Sprachlehrer. Außerdem wünsche man sich wieder einen Integrationsbeirat. Seine Gemeinschaft wünsche sich überall auf der Welt Friede und Gerechtigkeit, schloss er seine Ansprache.
Baubürgermeister Willi Kamm informierte über die geplante Moschee. Weiter berichtete er über den Abriss der alten Ludwig-Uhland-Realschule und über die Renovierung des alten Henke-Sass-Wolf-Gebäudes. Die Stadt freue sich auf eine Diskussion über die bauliche Entwicklung von Tuttlingen mit den Bürgern.
Für ausgelassene Stimmung sorgten drum herum diverse internationale Beiträge wie afrikanische Trommelklänge, Tanz- und Musikdarbietungen unterschiedlicher Nationalitäten und eine philippinische Kampfsport-Vorführung.
(Erschienen: 14.07.2008 00:08)





























































