"Möchte die Leute nicht überrumpeln "
Monika Blank findet das eine prima Idee, fragt bei der Lehrerin nach, ob das alles so seine Richtigkeit hat mit dem Termin - und plaudert sich mit Sarah, Lara und Lea schon mal ein, während der Rest der Klasse die Tische beiseite schiebt und die Stühle zum großen Kreis mitten im Klassenzimmer aufstellt. Manche von den Lehrern kennt Monika Blank noch - die hatte sie in den 80er Jahren auch schon. Dann geht"s los. Frage auf Frage purzelt quasi ohne Unterlass auf die Grünen-Kandidatin ein - die Mädchen sind perfekt vorbereitet: Warum möchten Sie OB werden? Wie stellen Sie es sich vor, OB zu sein? Was verdient man als OB? Müssen Sie dann Ihren Grünen-Job aufgeben?
Monika Blank lacht und lächelt eine Menge auf diesem ungewöhnlichen Wahlkampftermin und bemüht sich, die Fragen so verständlich wie möglich zu beantworten. Zum Beispiel die Sache mit den Schulden: Die sollen weniger werden, "wegen Euch, damit Ihr später auch noch was in der Stadt machen könnt." Oder das Mehr an Information, welches sie auf ihrem Flyer verspricht - den sie übrigens nebenbei durch die Runde gehen lässt: "Das ist ein bisschen abstrakt, gell", räumt sie ein. Um dann an ihrem Lieblingsbeispiel Riedlewald zu erklären, dass sie "die Leute nicht überrumpeln", sondern lieber mit ihnen reden und sie mitnehmen möchte.
Auch bei den Wählerinnen von übermorgen bleibt Monika Blank auf dem Teppich und verkneift sich leere Versprechungen. Einen Abenteuerpark wie den in Immenstaad zum Beispiel könne ein OB halt nunmal nicht einrichten, allenfalls unterstützen. Und so schön bessere Busverbindungen wären, damit man sich im Winter nicht die Füße beim Warten abfriert, bringt die 37-Jährige doch auch rüber: "Busse sind teuer." Wie wär"s aber, abends mal ein RIA-Ruftaxi zu bestellen, das einen für drei Euro nach Hause kutschiert? Bei so vielen Sachfragen kommt es fast schon einer Erholungspause gleich, wenn eine einen Schlenker ins Private einlegt: Haben Sie Lampenfieber? Klar, hat sie, gesteht Blank. Besonders, wenn ihr bei einer Podiumsdiskussion viele, viele Leute zuhören. Da kann"s schon mal passieren, dass sie sich wieder und wieder räuspern muss. Die Frage nach dem Tierheim nutzt sie, um ihre beiden Katzen Goody und Terry, ebenfalls einst Tierheimgäste, ins Spiel zu bringen.
"Viele Termine machen Spaß"
Am Ende haben die 27 Schülerinnen jede Menge vollgeschriebener Blätter, hat Monika Blank eine Pralinenschachtel bekommen und sind Sarah und Lara echt froh, dass nun eine Sportstunde dran ist - denn die Köpfe sind proppevoll vom vielen Zuhören. Die Grünen-Kandidaten freilich muss weiter Fragen beantworten - nun sind Fünfklässlerinnen an der Reihe. Und hinterher geht"s zu einer Sitzung. Ist aber nicht schlimm, denn, so Blank: "Viele Termine machen Spaß."
(Erschienen: 11.03.2009 01:00)
Monika Blank findet das eine prima Idee, fragt bei der Lehrerin nach, ob das alles so seine Richtigkeit hat mit dem Termin - und plaudert sich mit Sarah, Lara und Lea schon mal ein, während der Rest der Klasse die Tische beiseite schiebt und die Stühle zum großen Kreis mitten im Klassenzimmer aufstellt. Manche von den Lehrern kennt Monika Blank noch - die hatte sie in den 80er Jahren auch schon. Dann geht"s los. Frage auf Frage purzelt quasi ohne Unterlass auf die Grünen-Kandidatin ein - die Mädchen sind perfekt vorbereitet: Warum möchten Sie OB werden? Wie stellen Sie es sich vor, OB zu sein? Was verdient man als OB? Müssen Sie dann Ihren Grünen-Job aufgeben?
Monika Blank lacht und lächelt eine Menge auf diesem ungewöhnlichen Wahlkampftermin und bemüht sich, die Fragen so verständlich wie möglich zu beantworten. Zum Beispiel die Sache mit den Schulden: Die sollen weniger werden, "wegen Euch, damit Ihr später auch noch was in der Stadt machen könnt." Oder das Mehr an Information, welches sie auf ihrem Flyer verspricht - den sie übrigens nebenbei durch die Runde gehen lässt: "Das ist ein bisschen abstrakt, gell", räumt sie ein. Um dann an ihrem Lieblingsbeispiel Riedlewald zu erklären, dass sie "die Leute nicht überrumpeln", sondern lieber mit ihnen reden und sie mitnehmen möchte.
Auch bei den Wählerinnen von übermorgen bleibt Monika Blank auf dem Teppich und verkneift sich leere Versprechungen. Einen Abenteuerpark wie den in Immenstaad zum Beispiel könne ein OB halt nunmal nicht einrichten, allenfalls unterstützen. Und so schön bessere Busverbindungen wären, damit man sich im Winter nicht die Füße beim Warten abfriert, bringt die 37-Jährige doch auch rüber: "Busse sind teuer." Wie wär"s aber, abends mal ein RIA-Ruftaxi zu bestellen, das einen für drei Euro nach Hause kutschiert? Bei so vielen Sachfragen kommt es fast schon einer Erholungspause gleich, wenn eine einen Schlenker ins Private einlegt: Haben Sie Lampenfieber? Klar, hat sie, gesteht Blank. Besonders, wenn ihr bei einer Podiumsdiskussion viele, viele Leute zuhören. Da kann"s schon mal passieren, dass sie sich wieder und wieder räuspern muss. Die Frage nach dem Tierheim nutzt sie, um ihre beiden Katzen Goody und Terry, ebenfalls einst Tierheimgäste, ins Spiel zu bringen.
"Viele Termine machen Spaß"
Am Ende haben die 27 Schülerinnen jede Menge vollgeschriebener Blätter, hat Monika Blank eine Pralinenschachtel bekommen und sind Sarah und Lara echt froh, dass nun eine Sportstunde dran ist - denn die Köpfe sind proppevoll vom vielen Zuhören. Die Grünen-Kandidaten freilich muss weiter Fragen beantworten - nun sind Fünfklässlerinnen an der Reihe. Und hinterher geht"s zu einer Sitzung. Ist aber nicht schlimm, denn, so Blank: "Viele Termine machen Spaß."
(Erschienen: 11.03.2009 01:00)
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