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Mit Gütesiegel garantieren die Jäger gute Fleischqualität

BIBERACH - Um dem Verbraucher einwandfreies Wildbret zu garantieren, führt die Kreisjägervereinigung Biberach ein spezielles "Gütesiegel" ein. In verschiedenen Bundesländern und einigen Landkreisen Baden-Württembergs existiert es bereits. Immer mehr Verbraucher schätzen das frische Fleisch von Reh und Wildschwein, da es mager, fett- und cholesterinarm ist und einen hohen Nährwert besitzt.

Immer mehr Verbraucher schätzen das frische Fleisch von Reh und Wildschwein, da es mager, fett- und cholesterinarm ist und einen hohen Nährwert besitzt. In Zeiten der Gammelfleisch-Skandale und Etikettenschwindel mit importiertem Fleisch stieg die Nachfrage nach Wildbret und Lebensmitteln aus heimischer Region deutlich an.

Diesen Trend will die Kreisjägervereinigung (KJV) Biberach mit ihrem "Gütesiegel" unterstützen. Dieter Mielke, stellvertretender Kreisjägermeister aus Mettenberg, erklärt dazu: "In einer freiwilligen Erklärung verpflichten sich hiesige Gastronomen und Metzgereien, mindestens 90 Prozent ihres angebotenen Wildbrets von Jägern aus dem Landkreis zu beziehen. Dafür erhalten sie von uns ein Zertifikat." Dadurch kann der Verbraucher den Weg des Wildbratens vom Jagdrevier bis in den Kochtopf sicher nachvollziehen. Dreizehn Gastronomien und Metzgereien ließen sich bisher von der KJV Biberach zertifizieren.

Marc Mainka und Frank Engel, Geschäftsführer vom Restaurant "Weißer Turm" haben Erfahrung mit Produkten aus regionaler Herkunft. "Es fällt auf, dass die Gäste mehr konsumieren, wenn man heimische Lebensmittel anbietet", weiß Marc Mainka.

In den vergangenen Jahren wurde von den Jagdverbänden immer mehr unternommen, um die Qualität des Wildbrets zu garantieren. So werden Jäger geschult, um eventuell erkranktes Reh- oder Schwarzwild im Vorfeld zu erkennen. Zudem unterhält die KJV Biberach zwei Cäsium-Messstationen, "in denen Schwarzwild auf erhöhte Belastung vor Verkauf untersucht wird", erklärt Dieter Mielke. "Das neue Gütesiegel ist somit eine Ergänzung und eine gute Sache für alle."

(Erschienen: 23.02.2009 00:05)

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