Mann des Missbrauchs überführt
"Ich war nicht krank und bin es auch heute nicht", hatte der Angeklagte auf die Frage des Gutachters gesagt. In Berlin geboren, ist der Mann 1997 nach Tuttlingen zu Verwandten gezogen. Er arbeitete als Industriemechaniker, heiratete und baute ein Haus. Nach vier Jahren kündigte er und wurde Immobilienmakler, wie er berichtete. Seine Objekte lägen im Bereich von zwei bis drei Millionen Euro. Doch seit er in U-Haft ist, hätten die Banken ihn fallen gelassen und er stehe jetzt vor dem finanziellen Ruin. Sich selbst bezeichnet er als "intelligente Person", als überaus großzügig, als "tapfer und ehrlich". Schließlich hätte er in der Türkei bleiben, sich dort verstecken, sich einer Gesichtsoperation unterziehen können. Auch an Selbstmord habe er gedacht. Zu den 12.000 kinderpornographischen Daten befragt, meinte der Angeklagte "Mit der Zeit kommt es einem nicht mehr als Kinder vor, man betrachtet sie als Sexualobjekte". In dem kleinen Mädchen habe er das junge und noch unberührte Ebenbild seiner 16-jährigen Freundin gesehen. Mit der Vertreterin der Nebenklage schloss der 34-Jährige ein zivilrechtliches Abkommen: In Form eines Täter-Opfer-Ausgleichs werden 7.000 Euro auf ein Treuhandkonto für das Kind eingezahlt.
(Erschienen: 13.08.2009 09:50)
"Ich war nicht krank und bin es auch heute nicht", hatte der Angeklagte auf die Frage des Gutachters gesagt. In Berlin geboren, ist der Mann 1997 nach Tuttlingen zu Verwandten gezogen. Er arbeitete als Industriemechaniker, heiratete und baute ein Haus. Nach vier Jahren kündigte er und wurde Immobilienmakler, wie er berichtete. Seine Objekte lägen im Bereich von zwei bis drei Millionen Euro. Doch seit er in U-Haft ist, hätten die Banken ihn fallen gelassen und er stehe jetzt vor dem finanziellen Ruin. Sich selbst bezeichnet er als "intelligente Person", als überaus großzügig, als "tapfer und ehrlich". Schließlich hätte er in der Türkei bleiben, sich dort verstecken, sich einer Gesichtsoperation unterziehen können. Auch an Selbstmord habe er gedacht. Zu den 12.000 kinderpornographischen Daten befragt, meinte der Angeklagte "Mit der Zeit kommt es einem nicht mehr als Kinder vor, man betrachtet sie als Sexualobjekte". In dem kleinen Mädchen habe er das junge und noch unberührte Ebenbild seiner 16-jährigen Freundin gesehen. Mit der Vertreterin der Nebenklage schloss der 34-Jährige ein zivilrechtliches Abkommen: In Form eines Täter-Opfer-Ausgleichs werden 7.000 Euro auf ein Treuhandkonto für das Kind eingezahlt.
(Erschienen: 13.08.2009 09:50)
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