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Katzenduo singt Miau-Koloraturen

FRIEDRICHSHAFEN - Ein buntes Programm hat die Opernwerkstatt der Musikschule Friedrichshafen unter Dorothea Bartels für ihr Konzert am heutigen Samstagabend vorbereitet. Unter den Sängern sind drei neue Gesichter zu entdecken, mit dabei sind auch der Kinderchor und die Singgruppe "Zimtsterne" der Musikschule. Im Zentrum des Konzerts steht Georg Friedrich Telemanns vergnügliche Kantate "Der Schulmeister", zu der sich der Kinderchor und die "Zimtsterne"-Mädchen artig angezogen und vor die großen Schultafeln gesetzt haben.

Im Zentrum des Konzerts steht Georg Friedrich Telemanns vergnügliche Kantate "Der Schulmeister", zu der sich der Kinderchor und die "Zimtsterne"-Mädchen artig angezogen und vor die großen Schultafeln gesetzt haben. "Wenn der Schulmeister singet, so klingt es wunderschön", singt Manfred Glaser als stolzer, musikbeflissener Schulmeister mit Wuschelperücke aus voller Brust und merkt gar nicht, was da alles hinter seinem Rücken läuft. Die lieben Kinderchen dürfen gar langweilig finden, was er ihnen doziert, und wenn sie singen sollen, dann äffen sie ihn nach und mit sichtlichem Vergnügen krähen sie mehr als sie singen. Manfred Glaser aber spielt neben seinem vollen Bass auch sein Spieltalent aus, während Karl Pehl stimmig am Klavier begleitet.

Komödiantisches Talent

Sein komödiantisches Talent darf Manfred Glaser auch bei Mussorgskys Arie "Der Floh" mit mephistophelischem Gelächter ausspielen, dass er aber auch ganz ernsthaft sein kann, ist eingangs zu hören, wenn er auf der Querflöte zwei Händel-Arien begleitet. Mit der Arie "Künft'ger Zeiten eitler Kummer" stellt sich Neuling Kerstin Hoche mit einem noch etwas zurückhaltend eingesetzten, sehr warmen Sopran vor. Brigitte Kahmann folgt mit der Arie Nr. 7 aus den Neun Deutschen Arien von Georg Friedrich Händel, stärker akzentuierend, aber immer wieder zur Schärfe neigend. Die kokette Soubrette, die sie mit der Arie "Der Goldfisch" aus Sidney Jones Operette "Die Geisha" zeigen darf, liegt ihr deutlich besser, ebenso das köstliche Koloraturen-Miau in Gioacchino Rossinis Katzenduett, das sie zusammen mit Kerstin Hoche singt. Gleich darauf werden die eitlen Katzendiven umschlichen von Andrew Lloyd Webbers Grizabella. Doch diese Grizabella hat noch keine grauen Haare: Zehn Jahre jung ist Tamara Resic, die unerschrocken und mit unglaublicher Sicherheit und Präsenz den Welthit "Memory" präsentiert - hier darf man auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Erstmals auf der Bühne steht auch Stephan Gropper mit einem dunkel gefärbten Tenor. Erscheint er bei der Romanza von Andrea Bocelli noch etwas gehemmt, so geht er im lyrischen Liebesduett mit Chin-Lin Lu-Rauscher ganz aus sich heraus. Warm strömt ihr Sopran, lyrisch singt er dazu und gefällt besonders in den Piano-Stellen.

Auf die eingestreuten Lieder des Kinderchors und der "Zimtsterne" unter der Leitung von Elisabeth Hässler darf man gespannt sein, sie waren bei der abendlichen Probe nach der "Schulmeister"-Kantate gleich zum Ausschlafen nach Hause entlassen worden.

(Erschienen: 24.11.2007 01:04)

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