Huber arbeitet für Global Marshall Plan
Der 27-Jährige hält von Hamburg aus Kontakt zur Heimat, hat jüngst in der Spaichinger Realschule einen Vortrag gehalten. Was er genau macht, ist schon etwas komplizierter. Er arbeitet daran mit, dass sich auf allen Ebenen weltweit Initiativen und Persönlichkeiten zusammenschließen, Lösungen erarbeiten und umsetzen, die zum Ziel eine ökosoziale Marktwirtschaft haben. Sein Job ist im Hamburger Büro das Management dieses weltweiten Netzwerks, das inzwischen prominenteste Unterstützer hat wie den Jordanischen Prinz el Hassan Bin Talal, Professor Dr. Dr. Franz Rademacher, Heiner Geissler, Sandra Maischberger, Muhammed Yunus, die Stadt München, das Land Thüringen und viele andere. Aus unserer Region kamen schon Signale, Konzepte auf lokaler Ebene zu entwickeln. Was Huber und seine Mitstreiter möchten, ist eine Änderung der Perspektive: Derzeit sei im weltweiten Wirtschaften nur noch Effizienz gefragt, was bedeutet, dass Arbeitsplätze abgebaut, Kosten gedrückt und Gewinne gesteigert werden - am Mittelstand vorbei.
Wenn Deutschland ein Gewinner der Globalisierung sei, stelle sich die Frage, wer dieses Deutschland ist, wenn 80 Prozent der Deutschen sagen, dass sie Ende 2007 weniger Gel d in der Tasche hatten, als vorher, so Huber.
Es gehe um die Frage der gerechten Verteilung der Weltgüter und um Spielregeln, auf die sich Institutionen, die bisher nebeneinander arbeiteten wie IWF, die UNO oder das Kyoto-Protokoll, einigen sollten. Derzeit, so Huber, "bräuchten wir fünf Erden, wenn alle Menschen der Welt den europäischen Lebensstandard hätten, schon jetzt verbrauchen die Menschen mehr Ressourcen, als die Erde zur Verfügung stellt, obwohl zwei Drittel der Menschen in Armut leben."
Wer ist verantwortlich?
Dass eine gemeinsame, weltweite Plattform die Kursänderung schnell voranbringen muss zeigt aber nicht nur das Klimaproblem. Jüngst sei etwa ein gigantischer Berg an Plastik im Meer gefunden worden, den die Strömungen zusammengetragen hätten. Was damit tun, wer ist verantwortlich? Wer ist für die Arktis, für den Urwald verantwortlich?
Das Internet ist ein wichtiges Mittel, diese Initiativen zu koordinieren. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem effizienten System, Daten für Pläne nutzbar zu machen bis in die lokale Ebene.
Die Gedanken des Global Marshall Plans unter die Leute zu bringen, sieht Huber als seine Hauptaufgabe an, er will das künftig auch in der Beratung von Kommunen tun. Geprägt hat den jungen Mahlstetter der Professor, der seine Diplomarbeit betreut hat: Dr. Dr. Franz Rademacher, Mitglied des "Club of Rome", der Initiative von weitsichtigen Männer und Frauen, die mit ihrem 1972 veröffentlichten Bericht an den Präsidenten "Die Grenzen des Wachstums" erstmals aufgezeigt. Sie hatten damit als erste weltweit den Finger in die Wunde der drohenden ökologischen Katastrophe gelegt.Ansichtssache
(Erschienen: 26.07.2008 00:06)
Der 27-Jährige hält von Hamburg aus Kontakt zur Heimat, hat jüngst in der Spaichinger Realschule einen Vortrag gehalten. Was er genau macht, ist schon etwas komplizierter. Er arbeitet daran mit, dass sich auf allen Ebenen weltweit Initiativen und Persönlichkeiten zusammenschließen, Lösungen erarbeiten und umsetzen, die zum Ziel eine ökosoziale Marktwirtschaft haben. Sein Job ist im Hamburger Büro das Management dieses weltweiten Netzwerks, das inzwischen prominenteste Unterstützer hat wie den Jordanischen Prinz el Hassan Bin Talal, Professor Dr. Dr. Franz Rademacher, Heiner Geissler, Sandra Maischberger, Muhammed Yunus, die Stadt München, das Land Thüringen und viele andere. Aus unserer Region kamen schon Signale, Konzepte auf lokaler Ebene zu entwickeln. Was Huber und seine Mitstreiter möchten, ist eine Änderung der Perspektive: Derzeit sei im weltweiten Wirtschaften nur noch Effizienz gefragt, was bedeutet, dass Arbeitsplätze abgebaut, Kosten gedrückt und Gewinne gesteigert werden - am Mittelstand vorbei.
Wenn Deutschland ein Gewinner der Globalisierung sei, stelle sich die Frage, wer dieses Deutschland ist, wenn 80 Prozent der Deutschen sagen, dass sie Ende 2007 weniger Gel d in der Tasche hatten, als vorher, so Huber.
Es gehe um die Frage der gerechten Verteilung der Weltgüter und um Spielregeln, auf die sich Institutionen, die bisher nebeneinander arbeiteten wie IWF, die UNO oder das Kyoto-Protokoll, einigen sollten. Derzeit, so Huber, "bräuchten wir fünf Erden, wenn alle Menschen der Welt den europäischen Lebensstandard hätten, schon jetzt verbrauchen die Menschen mehr Ressourcen, als die Erde zur Verfügung stellt, obwohl zwei Drittel der Menschen in Armut leben."
Wer ist verantwortlich?
Dass eine gemeinsame, weltweite Plattform die Kursänderung schnell voranbringen muss zeigt aber nicht nur das Klimaproblem. Jüngst sei etwa ein gigantischer Berg an Plastik im Meer gefunden worden, den die Strömungen zusammengetragen hätten. Was damit tun, wer ist verantwortlich? Wer ist für die Arktis, für den Urwald verantwortlich?
Das Internet ist ein wichtiges Mittel, diese Initiativen zu koordinieren. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem effizienten System, Daten für Pläne nutzbar zu machen bis in die lokale Ebene.
Die Gedanken des Global Marshall Plans unter die Leute zu bringen, sieht Huber als seine Hauptaufgabe an, er will das künftig auch in der Beratung von Kommunen tun. Geprägt hat den jungen Mahlstetter der Professor, der seine Diplomarbeit betreut hat: Dr. Dr. Franz Rademacher, Mitglied des "Club of Rome", der Initiative von weitsichtigen Männer und Frauen, die mit ihrem 1972 veröffentlichten Bericht an den Präsidenten "Die Grenzen des Wachstums" erstmals aufgezeigt. Sie hatten damit als erste weltweit den Finger in die Wunde der drohenden ökologischen Katastrophe gelegt.Ansichtssache
(Erschienen: 26.07.2008 00:06)
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