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Heidelberg muss auf Welterbe-Status wohl noch warten

Christchurch / dpa Heidelberg muss auf eine Aufnahme in die UNESCO-Liste der Welterbe-Stätten wahrscheinlich weiter warten. Dem Welterbe-Komitee liege bei seiner Tagung in Christchurch in Neuseeland eine Empfehlung vor, den Antrag zurückzustellen, verlautete aus Teilnehmerkreisen. Heidelberg müsse sein Dossier noch einmal überarbeiten, um den «außergewöhnlichen Wert» der Stadt deutlicher herauszustellen.

Heidelberg müsse sein Dossier noch einmal überarbeiten, um den «außergewöhnlichen Wert» der Stadt deutlicher herauszustellen. Die Entscheidung soll am Mittwoch oder Donnerstag fallen.

Das Komitee hält sich nicht in allen Fällen an die Empfehlung der Expertenkommission ICOMOS. Sollte es dem Rat allerdings folgen, bliebe Heidelberg auf der Vorschlagsliste und hätte im kommenden Jahr eine neue Chance, aufgenommen zu werden. Der Heidelberger Antrag um Aufnahme war bereits 2005 gescheitert. Nachdem die Stadt ihre Bewerbungsunterlagen nachbesserte, nominierte Deutschland das Ensemble aus Schloss, Altstadt und Landschaft erneut.

Der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) zeigte sich am Dienstag zunächst optimistisch. Er hoffe nun auf ein klares Votum des Komitees: «Die Zeit ist reif dafür.» Die Bewerbung hat die Stadt nach Angaben einer Sprecherin bisher mehr als 400 000 Euro gekostet. Falls der Antrag erneut nachgebessert werden müsste, soll der Gemeinderat über den weiteren Fortgang entscheiden. Im Vorfeld der Welterbe-Tagung hatte Baubürgermeister Raban von der Malsburg (CDU) auch eine Aufgabe der Bewerbung ins Spiel gebracht.

Auf der Welterbe-Liste stehen nach Angaben der UN-Organisation für Erziehung und Kultur (UNESCO) 830 Gebäude und Landschaften in 184 Ländern. Außer Heidelberg bewerben sich derzeit 35 andere Stätten um den Welterbe-Status.

Bereits auf der Liste ist das Dresdner Elbtal, dem wegen des umstrittenen Baus einer vierspurigen Brücke aber die Streichung droht. Das Komitee setzte am Montag eine Frist bis zum 1. Oktober, in der eine Alternative zu der geplanten Brücke vorgelegt werden soll. Andernfalls würde das Elbtal von der Liste gestrichen - ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der UNESCO.

(Erschienen: 26.06.2007 11:38)

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