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Gespräche beginnen mit Grundeinkommen

LINDAU / lz "Sozialstaat, Gerechtigkeit und persönliche Freiheit" - unter diesem Titel firmieren die neuen Schönbühler Gespräche, die jetzt mit dem Schwerpunktthema "Das bedingungslose Grundeinkommen" begonnen haben. Hartwig Barthold, gelernter Diplom-Volkswirt und in verschiedenen Führungsverantwortungen von Sozialverbänden sowie von Einrichtungen des Gesundheitswesens tätig, entwickelte diese hochkarätige Seminarreihe. Er ist unter anderem geschäftsführender Gesellschafter der Prisma-Klinikgruppe.

Hartwig Barthold, gelernter Diplom-Volkswirt und in verschiedenen Führungsverantwortungen von Sozialverbänden sowie von Einrichtungen des Gesundheitswesens tätig, entwickelte diese hochkarätige Seminarreihe. Er ist unter anderem geschäftsführender Gesellschafter der Prisma-Klinikgruppe. Zum Thema "bedingungsloses Grundeinkommen" wurde mit Günter Grzega der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank München eG eingeladen. Die Referenten sind inzwischen aktive Kooperationspartner der Akademie Schönbühl GmbH geworden.

Grzega, Mitglied des Bundessenats des BWA (Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft), setzt sich unter anderem mit dem Erfinder des Grundeinkommens, Professor Götz Werner, massiv für diese Form der wirtschaftlichen Grundsicherung ein. Während Barthold die Finanzierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens, ausgehend von 80 Millionen Bundesbürgern und 500 Euro im Monat pro Person, massiv in Frage stellte, warb Grzega für diese weit ausgereifte, würdevolle wirtschaftliche Grundausstattung jedes Bundesbürgers.

"Vor 20 Jahren hätte sich auch niemand vorstellen können, dass die USA einen farbigen Präsidenten mit afrikanischen Wurzeln wählen werden oder Deutschland eine evangelische Pastorentochter aus der ehemaligen DDR als Bundeskanzlerin bekommt. Dazu wahrscheinlich noch mit einem bekennenden Homosexuellen als Außenminister", so Grzega. Beide Referenten waren sich in der Beurteilung einig, dass man diesem Modell eine große Aufmerksamkeit einräumen muss, um die Vision dann doch wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch zu etablieren. Nachvollziehbar war aber auch, dass die Einschätzung über die Anzahl derer, die solch ein System ausnutzen, unterschiedlich bewertet wird.

In der weiteren Seminarreihe setzt sich Barthold bereits am Donnerstag, 15. Oktober, mit der Krise der Demokratie und dem Abschmelzen der Mittelschicht mit ihren gesellschaftlichen Konsequenzen auseinander. Die gesellschaftliche Spaltung und politischer Radikalismus werden unter der Überschrift "Die Zerreißprobe 1" am Donnerstag, 5. November, diskutiert. Zwei Wochen später, am Donnerstag, 19. November, steht dann die "Zerreißprobe 2" auf der Tagesordnung. Das Vertiefungsthema wird der "unausweichliche Generationenkonflikt" sein.

Damit nicht der Eindruck entsteht, dass bei den Schönbühler Gesprächen nur Horrorszenarien gemalt werden, zeigt Hartwig Barthold ebenso wie Radermacher und Solte, wie die nächste Generation gerettet werden kann. "Der gesellschaftliche Überlebenskampf" ist dann auch das abschließende Thema, über das am Donnerstag, 3. Dezember, referiert und diskutiert wird.

(Erschienen: 10.10.2009 00:05)

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