Gelleri stellt Riedlingern "Donau-Taler" vor
Das überwältigende Interesse an der Veranstaltung durfte wohl als Zeichen der Brisanz der Situation, wie die Kaufkraft in der Region in Zukunft zu halten ist, gedeutet werden.
Der Geschäftsführer des Vereins "Chiemgauer Regional" und Vorsitzender der Sozialgenossenschaft Regios eG hatte ein üppiges Infopaket zur Regionalwährung mitgebracht. Nach fast zweieinhalb Stunden entstand aus Zeitgründen nur noch eine kurze Frage-Antwort Runde, es gelang leider nicht, einen direkten Bezug zum Riedlinger Vorhaben herzustellen. Weiterverfolgt wird die Idee "Donau-Taler" am 5. Februar in der Kreissparkasse Riedlingen. Josef Hoffmann, als einer der Ansprechpartner des Gründer Clubs Riedlingen, lud alle Sympathisanten des "Donau-Talers" dazu ein.
Aus einem von Gelleri vor sechs Jahren begleiteten Schülerunternehmen entstand mit dem "Chiemgauer" (mittlerweile gibt es ihn auch bargeldlos) in den Kreisen Rosenheim und Traunstein eine der erfolgreichsten, umsatzstärksten und bekanntesten Regionalwährungen Deutschlands. "Es gibt 28 aktive Währungen und 35 Gruppen in Deutschland sind in Vorbereitung. Mit dem Donau-Taler ist Riedlingen die sechsunddreißigste in der bunten Welt des Regios", sagte Gelleri. Die Ergänzung zum Euro --es sei kein Ersatz - habe Vorläufer in der Geschichte. Wie etwa ein Unterfangen 1933, als die Stadt Wörgl in Österreich mit Arbeitswertscheinen erfolgreich gegen die Arbeitslosigkeit ankämpfte.
Gewinn mit vielen Chancen
Die Regiowährung sollte von Unternehmern als "Marketinginstrument" angesehn werden. Den Kunden bringe es beim Einkaufen unter anderem mehr Freude, die Aufmerksamkeit für mehr regionale Angebote werde gesteigert. Der "Chiemgauer" habe sich als Gewinn mit vielfältigen Chancen erwiesen. Anfangs seien 2000 "Chiemgauer" im Umlauf gewesen, nun belebten mehr als 250 000 den Regionalmarkt. Im Vordergrund stünde ein intensives Netzwerk, an dem jeder beteiligt sein könne. Regionale, pulsierende Kreisläufe bildeten sich, Vereine und gemeinnützige Wunschprojekte werden durch "zügiges Ausgeben" automatisch mit drei Prozent - durch die Anbieter bezahlt - unterstützt.
2008 lag das durch den "Chiemgauer" begünstigte Vereins- und Projektsponsoring bei 32 000 Euro. "Ein Chiemgauer ist nur bis zum Quartalsende gültig. Die regionale Währung wird drei Mal schneller ausgegeben als der Euro", wusste Gelleri. Quartalsweise werden die Gutscheine mit einer Klebemarke im Wert von zwei Prozent für drei weitere Monate aktiviert, die Markeneinnahmen fließen an die Vereine. Neunzig Prozent der Unternehmer geben "Chiemgauer" wieder in der Region aus, dadurch entsteht regionale Wertschöpfung. Es besteht aber stets die Möglichkeit in Euro zurückzutauschen. Die Spekulation mit Geld wird unterbunden und das Regionalgeld ist fälschungssicher.
(Erschienen: 24.01.2009 00:08)
Das überwältigende Interesse an der Veranstaltung durfte wohl als Zeichen der Brisanz der Situation, wie die Kaufkraft in der Region in Zukunft zu halten ist, gedeutet werden.
Der Geschäftsführer des Vereins "Chiemgauer Regional" und Vorsitzender der Sozialgenossenschaft Regios eG hatte ein üppiges Infopaket zur Regionalwährung mitgebracht. Nach fast zweieinhalb Stunden entstand aus Zeitgründen nur noch eine kurze Frage-Antwort Runde, es gelang leider nicht, einen direkten Bezug zum Riedlinger Vorhaben herzustellen. Weiterverfolgt wird die Idee "Donau-Taler" am 5. Februar in der Kreissparkasse Riedlingen. Josef Hoffmann, als einer der Ansprechpartner des Gründer Clubs Riedlingen, lud alle Sympathisanten des "Donau-Talers" dazu ein.
Aus einem von Gelleri vor sechs Jahren begleiteten Schülerunternehmen entstand mit dem "Chiemgauer" (mittlerweile gibt es ihn auch bargeldlos) in den Kreisen Rosenheim und Traunstein eine der erfolgreichsten, umsatzstärksten und bekanntesten Regionalwährungen Deutschlands. "Es gibt 28 aktive Währungen und 35 Gruppen in Deutschland sind in Vorbereitung. Mit dem Donau-Taler ist Riedlingen die sechsunddreißigste in der bunten Welt des Regios", sagte Gelleri. Die Ergänzung zum Euro --es sei kein Ersatz - habe Vorläufer in der Geschichte. Wie etwa ein Unterfangen 1933, als die Stadt Wörgl in Österreich mit Arbeitswertscheinen erfolgreich gegen die Arbeitslosigkeit ankämpfte.
Gewinn mit vielen Chancen
Die Regiowährung sollte von Unternehmern als "Marketinginstrument" angesehn werden. Den Kunden bringe es beim Einkaufen unter anderem mehr Freude, die Aufmerksamkeit für mehr regionale Angebote werde gesteigert. Der "Chiemgauer" habe sich als Gewinn mit vielfältigen Chancen erwiesen. Anfangs seien 2000 "Chiemgauer" im Umlauf gewesen, nun belebten mehr als 250 000 den Regionalmarkt. Im Vordergrund stünde ein intensives Netzwerk, an dem jeder beteiligt sein könne. Regionale, pulsierende Kreisläufe bildeten sich, Vereine und gemeinnützige Wunschprojekte werden durch "zügiges Ausgeben" automatisch mit drei Prozent - durch die Anbieter bezahlt - unterstützt.
2008 lag das durch den "Chiemgauer" begünstigte Vereins- und Projektsponsoring bei 32 000 Euro. "Ein Chiemgauer ist nur bis zum Quartalsende gültig. Die regionale Währung wird drei Mal schneller ausgegeben als der Euro", wusste Gelleri. Quartalsweise werden die Gutscheine mit einer Klebemarke im Wert von zwei Prozent für drei weitere Monate aktiviert, die Markeneinnahmen fließen an die Vereine. Neunzig Prozent der Unternehmer geben "Chiemgauer" wieder in der Region aus, dadurch entsteht regionale Wertschöpfung. Es besteht aber stets die Möglichkeit in Euro zurückzutauschen. Die Spekulation mit Geld wird unterbunden und das Regionalgeld ist fälschungssicher.
(Erschienen: 24.01.2009 00:08)
Häufig besucht
Jetzt Bild hochladen...

Fasnet

Und es geht schon wieder los!
Der Süden sucht das Super-Tier

Jetzt Bild hochladen...
Die letzten Leserkommentare

























































