Fröhlich scheucht Christiane ihr Pferdchen
Auf den ersten Blick handelt es sich um eine übliche Sportstunde: Begrüßung, Aufwärmen, Training - mit fetziger Musik für noch mehr Motivation. Auf den zweiten Blick ist das Besondere zu erkennen: ein verbindendes Element zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, genannt Spaß am Sport.
Das Motto des Deutschen Sportbundes "Bewegung tut Deutschland gut" gilt selbstverständlich auch für Menschen mit geistiger Behinderung. Als vor zwei Jahren die Wohngruppe "Felix" des Heggbacher Wohnverbundes der Sankt-Elisabeth-Stiftung nach Schwendi zog, reifte bei der SFS-Turnabteilung der Gedanke, eine Integrationssportgruppe für Menschen mit geistiger Behinderung zu gründen. Wegen der damaligen Umbauarbeiten an der Sporthalle und des eingeschränkten Platzangebots konnte diese Idee jedoch nicht sofort realisiert werden. Vor einem Jahr aber war die Sanierung der Gemeindesporthalle abgeschlossen und der Sportbetrieb begann wieder wie gewohnt. Das war zugleich der Startschuss für die Integrative Sportgruppe.
"Nach intensiver Suche haben wir mit Ingrid Egelhofer eine Übungsleiterin gefunden, die als gelernte Heil-erzieherin mit Trainerschein prädestiniert ist für unsere Integrationssportgruppe", lobt Klaus Schillinger, Leiter der Turnabteilung. Ihr Talent: Sie ist motivierend und einfühlsam zugleich. "Gerade Menschen mit Down-Syndrom sind schnell frustriert", weiß Egelhofer aus Erfahrung. Bei der "Reise nach Jerusalem" beispielsweise kann nur einer gewinnen - da muss sie einige trösten, denn das Spiel an sich gefällt der Gruppe sehr. Wie auch alle anderen Spiele, wovon in jeder Sportstunde mehrere drankommen.
Gemeinsamer Spaß am Sport
Von der Wohngruppe "Felix" ist Betreuer Hermann Lang dabei. Weil er alle Bewohner kennt, weiß auch er, wie man sie mitreißt: "Herbert, auf geht's!" Die meisten Bewohner gehen tagsüber in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung, sie sind deshalb am Abend müde, brauchen aber andererseits einen Ausgleich. Bei den meisten ist zu spüren, wie sie die Abwechslung in der Trainingsstunde genießen.
Einige Bürger haben schon dazu gefunden. Friedl Karrer macht von Anfang an mit, weil sie Spaß dabei hat. Mehr zufällig arbeitet sie auch beim Heggbacher Wohnverbund. Daneben gibt es einige Mädchen, 14 und 15 Jahre alt, denen auch der soziale Aspekt gefällt. Laura Egelhofer, die Tochter der Übungsleiterin, hat ihre Freundinnen irgendwann mitgezogen, seither gehören sie dazu. Das gefällt den Menschen mit Behinderung. Die jungen Mädchen lachen viel und sind mit jugendlicher Frische dabei. Der 20-jährige Jörg strengt sich dank ihnen besonders an.
Erklärtes Ziel war es vor einem Jahr, eine Sportgruppe zu gründen, in der behinderte und nicht behinderte Menschen einander näher kommen, Kontakte knüpfen und vor allem gemeinsam Spaß am Sport haben. Ein Stück Integration für die Bewohner der Wohngruppe "Felix" ist auf diese Weise gelungen. "Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Bürger aus Schwendi mitmachen", sagt Klaus Schillinger. Wenngleich das sportliche Niveau etwas unter dem einer anderen Turn-Sportgruppe bleibt, ist es für Menschen jeden Alters geeignet, die Spaß an der spielerischen Bewegung und einer Gymnastikstunde ohne Leistungsdruck haben.
Spende für Übungsgeräte
Beim Spiel mit Stäben wird Klaus Schillinger zum Pferdchen. Seine Reiterin Christiane scheucht ihn durch die Halle. Beide haben sichtlich Spaß.
Die Volksbank Laupheim hat der Integrativen Sportgruppe eine Spen-de über 2000 Euro zukommen lassen. Dafür wurden Kleingeräte angeschafft, Stäbe, Bälle und Kissen, die die Sensomotorik unterstützen sollen, das Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Systemen im Körper. Die neuen Sportgeräte machen allen Teilnehmern Freude.
(Erschienen: 29.09.2009 00:07)
Auf den ersten Blick handelt es sich um eine übliche Sportstunde: Begrüßung, Aufwärmen, Training - mit fetziger Musik für noch mehr Motivation. Auf den zweiten Blick ist das Besondere zu erkennen: ein verbindendes Element zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, genannt Spaß am Sport.
Das Motto des Deutschen Sportbundes "Bewegung tut Deutschland gut" gilt selbstverständlich auch für Menschen mit geistiger Behinderung. Als vor zwei Jahren die Wohngruppe "Felix" des Heggbacher Wohnverbundes der Sankt-Elisabeth-Stiftung nach Schwendi zog, reifte bei der SFS-Turnabteilung der Gedanke, eine Integrationssportgruppe für Menschen mit geistiger Behinderung zu gründen. Wegen der damaligen Umbauarbeiten an der Sporthalle und des eingeschränkten Platzangebots konnte diese Idee jedoch nicht sofort realisiert werden. Vor einem Jahr aber war die Sanierung der Gemeindesporthalle abgeschlossen und der Sportbetrieb begann wieder wie gewohnt. Das war zugleich der Startschuss für die Integrative Sportgruppe.
"Nach intensiver Suche haben wir mit Ingrid Egelhofer eine Übungsleiterin gefunden, die als gelernte Heil-erzieherin mit Trainerschein prädestiniert ist für unsere Integrationssportgruppe", lobt Klaus Schillinger, Leiter der Turnabteilung. Ihr Talent: Sie ist motivierend und einfühlsam zugleich. "Gerade Menschen mit Down-Syndrom sind schnell frustriert", weiß Egelhofer aus Erfahrung. Bei der "Reise nach Jerusalem" beispielsweise kann nur einer gewinnen - da muss sie einige trösten, denn das Spiel an sich gefällt der Gruppe sehr. Wie auch alle anderen Spiele, wovon in jeder Sportstunde mehrere drankommen.
Gemeinsamer Spaß am Sport
Von der Wohngruppe "Felix" ist Betreuer Hermann Lang dabei. Weil er alle Bewohner kennt, weiß auch er, wie man sie mitreißt: "Herbert, auf geht's!" Die meisten Bewohner gehen tagsüber in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung, sie sind deshalb am Abend müde, brauchen aber andererseits einen Ausgleich. Bei den meisten ist zu spüren, wie sie die Abwechslung in der Trainingsstunde genießen.
Einige Bürger haben schon dazu gefunden. Friedl Karrer macht von Anfang an mit, weil sie Spaß dabei hat. Mehr zufällig arbeitet sie auch beim Heggbacher Wohnverbund. Daneben gibt es einige Mädchen, 14 und 15 Jahre alt, denen auch der soziale Aspekt gefällt. Laura Egelhofer, die Tochter der Übungsleiterin, hat ihre Freundinnen irgendwann mitgezogen, seither gehören sie dazu. Das gefällt den Menschen mit Behinderung. Die jungen Mädchen lachen viel und sind mit jugendlicher Frische dabei. Der 20-jährige Jörg strengt sich dank ihnen besonders an.
Erklärtes Ziel war es vor einem Jahr, eine Sportgruppe zu gründen, in der behinderte und nicht behinderte Menschen einander näher kommen, Kontakte knüpfen und vor allem gemeinsam Spaß am Sport haben. Ein Stück Integration für die Bewohner der Wohngruppe "Felix" ist auf diese Weise gelungen. "Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Bürger aus Schwendi mitmachen", sagt Klaus Schillinger. Wenngleich das sportliche Niveau etwas unter dem einer anderen Turn-Sportgruppe bleibt, ist es für Menschen jeden Alters geeignet, die Spaß an der spielerischen Bewegung und einer Gymnastikstunde ohne Leistungsdruck haben.
Spende für Übungsgeräte
Beim Spiel mit Stäben wird Klaus Schillinger zum Pferdchen. Seine Reiterin Christiane scheucht ihn durch die Halle. Beide haben sichtlich Spaß.
Die Volksbank Laupheim hat der Integrativen Sportgruppe eine Spen-de über 2000 Euro zukommen lassen. Dafür wurden Kleingeräte angeschafft, Stäbe, Bälle und Kissen, die die Sensomotorik unterstützen sollen, das Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Systemen im Körper. Die neuen Sportgeräte machen allen Teilnehmern Freude.
(Erschienen: 29.09.2009 00:07)
Häufig besucht
Jetzt Bild hochladen...

Fasnet

Und es geht schon wieder los!
Der Süden sucht das Super-Tier

Jetzt Bild hochladen...
Die letzten Leserkommentare

























































