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Friedrichshafen testet die De-Mail

FRIEDRICHSHAFEN - In der Tagesschau ist sie bereits angekündigt worden, in Friedrichshafen wird sie nun zur Realität: Die De-Mail. Ergänzend zur bisherigen E-Mail verspricht diese Form des elektronischen Datenaustauschs Rechtssicherheit, Rechtsverbindlichkeit und absoluten vertraulichen Umgang mit den Inhalten. "Die De-Mail ist eine echte Alternative zur Briefpost", versichern die Netzanbieter.

"Die De-Mail ist eine echte Alternative zur Briefpost", versichern die Netzanbieter. Dank T-City wird De-Mail sechs Monate in Friedrichshafen für und mit Firmen, Verwaltung und Privatmenschen getestet. Der große Wurf in Sachen elektronischen Datenaustausches scheint gelungen. Erwin Schwärzer (Bundesministerium des Innern), Jens Mayer (T-Systems), Gerd Metternich (T-Systems) Leslie Romeo (1 &1 Internet AG), Walter Geirohs (ZF Friedrichshafen) und Oberbürgermeister Andreas Brand stellten die Idee und die Umsetzung vor. Innerhalb der kommenden sechs Monate wird die De-Mail in verschiedenen Bereichen eingesetzt.

Das Prinzip funktioniert wie bei einer E-Mail. Bei der De-Mail müssen sowohl Absender, als auch Empfänger registrierte Nutzer sein. Die hohen Sicherheitsstandards mit persönlicher Authentifizierung garantieren eine absolut sichere Datenübertragung. Die De-Mail kann somit das Einschreiben ersetzen, und sie dient auch im Rechtsstreit als beweisgültiges Dokument. Sie wird dann interessant, wenn es um vertrauliche Daten geht. Als Beispiel nannte Walter Geirohs von der Häfler ZF AG das Versenden von Entgeltmitteilungen. Mit 50 Mitarbeitern werde bereits Ende Oktober die elektronische Lohnabrechnung mit Hilfe von der De-Mail auf den Weg gebracht. Bei der ZF rechne man mit einer Kostenersparnis, da bisher die 37 000 Abrechnungen per Briefpost auf den Weg gebracht wurden. Auch für Privatpersonen bringe die De-Mail große Vorteile: Die bisher papierbasierte Post kann schneller, unabhängig von Öffnungszeiten und Ort erledigt werden. Jetzt soll erstmal die Nutzerfreundlichkeit und die Funktionen der De-Mail getestet werden.

"Es ist gut möglich, dass innerhalb der nächsten Monate schon Verbesserungen vorgenommen werden", so die Internetanbieter. Das käme auf die Rückmeldungen an. Noch nicht ganz klar ist, wie teuer die De-Mail künftig sein wird. "Sie wird die Portokosten nicht überschreiten", sind sich die Netzanbieter allesamt einig, vielleicht werde sie sogar kostenlos angeboten. Das letzte Wort ist hier allerdings noch nicht gesprochen.

Registrierung ist heute möglich

Innerhalb der Verwaltung, die ab der kommenden Woche mit der De-Mail-Nutzung beginnen möchte, kann sich Andreas Brand vorstellen, das Visa-Anträge, Vordrucke für das Standesamt, aber auch Vertragsentwürfe zwischen der Stadt und deren Beteiligungsfirmen oder die Vergnügungs- und Hundesteuermitteilungen so an die Haushalte übermittelt werden.

Auf dem heutigen Apfelfest ist eine kostenlose Registrierung möglich. Man kann sich aber auch online anmelden: Gibt man bei Google "De-Mail Registrierung" an, wird man zu Seite der verschiedenen Anbieter geführt. Nach Ausfüllen der Formulare, druckt man diese aus und authentifiziert sich mit mittels Personalausweis bei einer Telekom-Geschäftsstelle. Abschließend erhält man einen Brief mit Benutzernamen und Kennwort, um das persönliche De-Mail-Konto zu aktivieren.

(Erschienen: 10.10.2009 00:06)

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