Frauen helfen brasilianischem Kinderheim
Karin Elsner aus Gunningen und Edna Preusch aus Trossingen sind Brasilianerinnen. Kennen gelernt haben sich die beiden in Trossingen, denn ihre Heimatorte in Brasilien liegen weit entfernt – Edna Preusch kommt aus Santos am Meer und Karin Elsner aus Piedade, rund 150 Kilometer entfernt von Sao Paulo – aber beide sind in Trossingen dicke Freundinnen geworden und helfen sich gegenseitig. So hat Karin Elsner, die jedes Jahr für vier Wochen nach Brasilien fliegt, vor knapp zwei Jahren einen Rollstuhl als normales Gepäckstück mitgenommen für einen behinderter Adoptivsohn einer befreundeten Familie von Edna Preusch.
Jahr für Jahr, wenn Karin Elsner in ihre Heimat fliegt, hat sie in ihrem Koffer nur die allernotwendigsten persönlichen Dinge eingepackt. „Das meiste an Gewicht ist gut erhaltene Kinderkleidung“, erklärt Karin Elsner, denn „meine Mutter betreibt in Piedade ein Kinderheim für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren, die sehr dringend Kleidung benötigen“. Die Kinder seien Waisen oder Kinder aus Problemfamilien „derzeit sind es 58 Kinder; meine Mutter bekommt die Kinder vom Jugendamt zugewiesen, aber eine finanzielle Unterstützung vom Staat gibt es nicht“, so Karin Elsner. Es gäbe keine Krankenversicherung, Medikamente müssen selbst bezahlt werden. Die 64-jährige Mutter von Karin Elsner betreibt das Kinderheim mit nur drei Mitarbeitern, der Vater, der früher tatkräftig mitgearbeitet hat, sei vor sieben Jahren bereits verstorben. „Es fehlt an allen Ecken und Enden“, erklärt Karin Elsner, besonders an Kleidung, denn „in Brasilien nimmt der Regen im Winter kein Ende, zehn Tage oder länger regnet es ununterbrochen, dann haben wir lange eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, weder Kleidung noch Schuhe werden da trocken“, überall sei es matschig und dreckig „die Straßen in Brasilien sind wir hier die Feldwege“.
Waschmaschine tuckert noch So ist der jährliche Koffer von Karin Elsner mit 20 Kilogramm Kinderkleidung lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. „Früher haben wir immer wieder mal Pakete mit dem Schiff geschickt“, erklärt die 30-jährige „aber mit dem Schiff werden heute keine Pakete mehr transportiert und wenn ich ein 20-Kilo-Paket mit dem Flugzeug schicke, kostet dies 82 Euro Fracht“. Dass die beiden engagierten Frauen dies nicht immer aus eigener Tasche bezahlen können, versteht sich von selbst. „Wir haben jetzt vor Weihnachten mindestens 60 Kilogramm gut erhaltene Kinderkleidung, die wir immer wieder von Bekannten bekommen und es wäre schön, wenn sich mehrere Leute oder auch Firmen als Sponsoren für die Frachtkosten bereit erklären würden“, ist der Appell von Karin Elsner und Edna Preusch ergänzt: „Wir leben hier in Deutschland wirklich im Luxus und die Menschen in Brasilien sind auf unsere Hilfe angewiesen“. Wenn die Frachtkosten gesichert sind, würden Elsner und Preusch gerne weitere gut erhaltene Kinderkleidung für Jungen und Mädchen und vor allem auch Kinderschuhe und Kinderstiefel entgegen nehmen. Auch für Geldspenden wären die beiden mehr als dankbar, denn „meine Mutter weiß nicht wie sie die so oft notwendigen Medikamente für die Kinder bezahlen soll“, sagt Karin Elsner und zeigt Bilder von der alten Waschmaschine, die unaufhörlich in Betrieb ist, doch „keiner weiß, wie lange sie ihren Dienst noch tut – es ist doch alles so alt“. Auch für eine neue Waschmaschine wird dringend Geld benötigt.
Karin Elsner und Edna Preusch helfen wo sie nur können: so hat Karin Elsner Taschen, Decken, Tücher und Schürzen gekauft; die sehr kreativen brasilianischen Kinder haben diese mit Stofffarben bemalt. Beim Trossinger Künstlermarkt haben Elsner und Preusch bereits viele dieser kleinen Kunstwerke verkauft „die Weihnachtsmotive waren schnell weg“, freut sich Karin Elsner, aber auch die anderen Motive mit Vögeln und weiteren saisonalen Motiven seien begehrt. „Der Reinerlös geht ins Kinderheim nach Brasilien“, sagt Karin Elsner und „die Kinder sind schon wieder fleißig am Malen, so dass es bald Nachschub gibt“.
Berge an gut erhaltener Kinderkleidung und Schuhe haben sich bei Karin Elsner in Gunningen angesammelt. Sie und ihre Freundin Edna Preusch suchen nun Sponsoren für den Transport in ein brasilianischen Kinderheim. Die im Bild vorne zu sehenden und von den brasilianischen Kindern kreierten Decken und Schürzen verkaufen die beiden zugunsten des Heimes. Foto: Ingrid Kohler
Weitere Info bei Karin Elsner, Kreuzstraße 19, Gunningen, Telefon 07424/504168
(Erschienen: 24.12.2007 09:00)
Karin Elsner aus Gunningen und Edna Preusch aus Trossingen sind Brasilianerinnen. Kennen gelernt haben sich die beiden in Trossingen, denn ihre Heimatorte in Brasilien liegen weit entfernt – Edna Preusch kommt aus Santos am Meer und Karin Elsner aus Piedade, rund 150 Kilometer entfernt von Sao Paulo – aber beide sind in Trossingen dicke Freundinnen geworden und helfen sich gegenseitig. So hat Karin Elsner, die jedes Jahr für vier Wochen nach Brasilien fliegt, vor knapp zwei Jahren einen Rollstuhl als normales Gepäckstück mitgenommen für einen behinderter Adoptivsohn einer befreundeten Familie von Edna Preusch.
Jahr für Jahr, wenn Karin Elsner in ihre Heimat fliegt, hat sie in ihrem Koffer nur die allernotwendigsten persönlichen Dinge eingepackt. „Das meiste an Gewicht ist gut erhaltene Kinderkleidung“, erklärt Karin Elsner, denn „meine Mutter betreibt in Piedade ein Kinderheim für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren, die sehr dringend Kleidung benötigen“. Die Kinder seien Waisen oder Kinder aus Problemfamilien „derzeit sind es 58 Kinder; meine Mutter bekommt die Kinder vom Jugendamt zugewiesen, aber eine finanzielle Unterstützung vom Staat gibt es nicht“, so Karin Elsner. Es gäbe keine Krankenversicherung, Medikamente müssen selbst bezahlt werden. Die 64-jährige Mutter von Karin Elsner betreibt das Kinderheim mit nur drei Mitarbeitern, der Vater, der früher tatkräftig mitgearbeitet hat, sei vor sieben Jahren bereits verstorben. „Es fehlt an allen Ecken und Enden“, erklärt Karin Elsner, besonders an Kleidung, denn „in Brasilien nimmt der Regen im Winter kein Ende, zehn Tage oder länger regnet es ununterbrochen, dann haben wir lange eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, weder Kleidung noch Schuhe werden da trocken“, überall sei es matschig und dreckig „die Straßen in Brasilien sind wir hier die Feldwege“.
Waschmaschine tuckert noch So ist der jährliche Koffer von Karin Elsner mit 20 Kilogramm Kinderkleidung lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. „Früher haben wir immer wieder mal Pakete mit dem Schiff geschickt“, erklärt die 30-jährige „aber mit dem Schiff werden heute keine Pakete mehr transportiert und wenn ich ein 20-Kilo-Paket mit dem Flugzeug schicke, kostet dies 82 Euro Fracht“. Dass die beiden engagierten Frauen dies nicht immer aus eigener Tasche bezahlen können, versteht sich von selbst. „Wir haben jetzt vor Weihnachten mindestens 60 Kilogramm gut erhaltene Kinderkleidung, die wir immer wieder von Bekannten bekommen und es wäre schön, wenn sich mehrere Leute oder auch Firmen als Sponsoren für die Frachtkosten bereit erklären würden“, ist der Appell von Karin Elsner und Edna Preusch ergänzt: „Wir leben hier in Deutschland wirklich im Luxus und die Menschen in Brasilien sind auf unsere Hilfe angewiesen“. Wenn die Frachtkosten gesichert sind, würden Elsner und Preusch gerne weitere gut erhaltene Kinderkleidung für Jungen und Mädchen und vor allem auch Kinderschuhe und Kinderstiefel entgegen nehmen. Auch für Geldspenden wären die beiden mehr als dankbar, denn „meine Mutter weiß nicht wie sie die so oft notwendigen Medikamente für die Kinder bezahlen soll“, sagt Karin Elsner und zeigt Bilder von der alten Waschmaschine, die unaufhörlich in Betrieb ist, doch „keiner weiß, wie lange sie ihren Dienst noch tut – es ist doch alles so alt“. Auch für eine neue Waschmaschine wird dringend Geld benötigt.
Karin Elsner und Edna Preusch helfen wo sie nur können: so hat Karin Elsner Taschen, Decken, Tücher und Schürzen gekauft; die sehr kreativen brasilianischen Kinder haben diese mit Stofffarben bemalt. Beim Trossinger Künstlermarkt haben Elsner und Preusch bereits viele dieser kleinen Kunstwerke verkauft „die Weihnachtsmotive waren schnell weg“, freut sich Karin Elsner, aber auch die anderen Motive mit Vögeln und weiteren saisonalen Motiven seien begehrt. „Der Reinerlös geht ins Kinderheim nach Brasilien“, sagt Karin Elsner und „die Kinder sind schon wieder fleißig am Malen, so dass es bald Nachschub gibt“.
Berge an gut erhaltener Kinderkleidung und Schuhe haben sich bei Karin Elsner in Gunningen angesammelt. Sie und ihre Freundin Edna Preusch suchen nun Sponsoren für den Transport in ein brasilianischen Kinderheim. Die im Bild vorne zu sehenden und von den brasilianischen Kindern kreierten Decken und Schürzen verkaufen die beiden zugunsten des Heimes. Foto: Ingrid Kohler
Weitere Info bei Karin Elsner, Kreuzstraße 19, Gunningen, Telefon 07424/504168
(Erschienen: 24.12.2007 09:00)





























































