Finanzen finden im Wald kaum Erholung
Scham erläuterte den derzeitigen Holzmarkt. Die Immobilienkrise in den USA bleibe in Bezug auf den Holzmarkt nicht unbemerkt. Größter Holzexporteur sei Deutschland, welches neben EU-Länder auch Übersee-Nationen wie USA und Japan beliefere. Der Export von Holz sei wichtiger als der Binnenmarkt. Ein Rückgang der Nachfrage hätte merkliche Folgen.
Die Errichtung von großen Sägewerken habe zudem auf dem Markt zu einem ruinösen Verdrängungswettbewerb geführt, in dem vor allem kleinere Sägereien zu kämpfen hätten. So liege die Sägekapazität deutschlandweit derzeit beim 1,4-fachen gegenüber der Lieferkapazität aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Momentan lägen die Preise für Nadelholz zwischen 76 Euro und 79 Euro pro Festmeter. Dieser Preis könne nach den derzeitigen Verhandlungen bis Mitte April 2009 gehalten werden. "Fehlte der Export zur Gänze, könnten vielleicht nur um die 40 Euro pro Festmeter erzielt werden", so Scham. Weltweit betrachtet sei Holz ein knappes Gut. Gewinn gebe es bei der Verwendung von Holz im Energiesektor in Form von Pellets und Hackschnitzeln.
Gewinne werden sinken
Maichle gab einen Einblick ins laufende Jahr, mit dem man noch sehr zufrieden sein könne. Es gab kaum eine zufällig Nutzung durch Sturm- oder Käferholz. Bei einem geplanten Einschlag von 2 900 Festmetern könne man mit einem Gewinn von 60 000 Euro rechnen. Die Gewinnaussichten lägen nur noch bei rund 36 000 Euro bei dem geplanten Einschlag. Ausgaben von 165 000 Euro stünden den Einnahmen von 201 000 Euro gegenüber. Bei den Waldkulturen mit Anbau und Jungbestandspflege wolle man in 2009 einen Schwerpunkt setzen.
Im Hinblick auf den Klimawandel gingen heutige Prognosen von der Steigerung der Durchschnittstemperaturen aus, die das Verschwinden der Fichte aus der Region zu Folge haben könnte. Hier gelte es, neue Strategien zu entwickeln und die wärmeunempfindlichere Douglasie schon heute mehr im Anbau zu berücksichtigen. Ein schneller Wechsel von Kulturen sei natur- und wachstumsbedingt nicht möglich. Allerdings seien Douglasien in jungen Jahren pflegeaufwändig. Der Gemeinderat billigte den vorgelegten Forstwirtschaftsplan 2009 einstimmig.
Maichle unterstrich die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof, wenn es um den Einsatz der Waldarbeiter im Wechsel mit dieser Einrichtung gehe. Sehr gut funktioniere auch die Zusammenarbeit mit den Waldarbeitern benachbarter Gemeinden, die den Einsatz auch von Dreierrotten erlaube. So könne man der Unfallgefahr entgegentreten.
Zur Frage der jüngsten Waldkalkung erläutere Scham, dass mit der Kalkung des Waldbodens der Übersäuerung des Bodens durch den Regen entgegen getreten wurde und man für rund 15 Jahre die gewünschte Wirkung erreichen könne.
(Erschienen: 06.11.2008 00:05)
Scham erläuterte den derzeitigen Holzmarkt. Die Immobilienkrise in den USA bleibe in Bezug auf den Holzmarkt nicht unbemerkt. Größter Holzexporteur sei Deutschland, welches neben EU-Länder auch Übersee-Nationen wie USA und Japan beliefere. Der Export von Holz sei wichtiger als der Binnenmarkt. Ein Rückgang der Nachfrage hätte merkliche Folgen.
Die Errichtung von großen Sägewerken habe zudem auf dem Markt zu einem ruinösen Verdrängungswettbewerb geführt, in dem vor allem kleinere Sägereien zu kämpfen hätten. So liege die Sägekapazität deutschlandweit derzeit beim 1,4-fachen gegenüber der Lieferkapazität aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Momentan lägen die Preise für Nadelholz zwischen 76 Euro und 79 Euro pro Festmeter. Dieser Preis könne nach den derzeitigen Verhandlungen bis Mitte April 2009 gehalten werden. "Fehlte der Export zur Gänze, könnten vielleicht nur um die 40 Euro pro Festmeter erzielt werden", so Scham. Weltweit betrachtet sei Holz ein knappes Gut. Gewinn gebe es bei der Verwendung von Holz im Energiesektor in Form von Pellets und Hackschnitzeln.
Gewinne werden sinken
Maichle gab einen Einblick ins laufende Jahr, mit dem man noch sehr zufrieden sein könne. Es gab kaum eine zufällig Nutzung durch Sturm- oder Käferholz. Bei einem geplanten Einschlag von 2 900 Festmetern könne man mit einem Gewinn von 60 000 Euro rechnen. Die Gewinnaussichten lägen nur noch bei rund 36 000 Euro bei dem geplanten Einschlag. Ausgaben von 165 000 Euro stünden den Einnahmen von 201 000 Euro gegenüber. Bei den Waldkulturen mit Anbau und Jungbestandspflege wolle man in 2009 einen Schwerpunkt setzen.
Im Hinblick auf den Klimawandel gingen heutige Prognosen von der Steigerung der Durchschnittstemperaturen aus, die das Verschwinden der Fichte aus der Region zu Folge haben könnte. Hier gelte es, neue Strategien zu entwickeln und die wärmeunempfindlichere Douglasie schon heute mehr im Anbau zu berücksichtigen. Ein schneller Wechsel von Kulturen sei natur- und wachstumsbedingt nicht möglich. Allerdings seien Douglasien in jungen Jahren pflegeaufwändig. Der Gemeinderat billigte den vorgelegten Forstwirtschaftsplan 2009 einstimmig.
Maichle unterstrich die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof, wenn es um den Einsatz der Waldarbeiter im Wechsel mit dieser Einrichtung gehe. Sehr gut funktioniere auch die Zusammenarbeit mit den Waldarbeitern benachbarter Gemeinden, die den Einsatz auch von Dreierrotten erlaube. So könne man der Unfallgefahr entgegentreten.
Zur Frage der jüngsten Waldkalkung erläutere Scham, dass mit der Kalkung des Waldbodens der Übersäuerung des Bodens durch den Regen entgegen getreten wurde und man für rund 15 Jahre die gewünschte Wirkung erreichen könne.
(Erschienen: 06.11.2008 00:05)
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