Eriskircher Anwalt fordert Markus Spieth heraus
Ralf Becker? Ja, genau, das ist einer jener Eriskircher aus dem Ortsteil Tannesch, die im vergangenen Jahr die Interessengemeinschaft "Quo vadis Eriskirch" gegründet haben, um sich gegen die Pläne für das Gewerbegebiet Tannesch zu wehren. Den Verdacht, dass Becker nur deshalb Bürgermeister von Eriskirch werden will, weil besagtes Gewerbegebiet mittlerweile trotz der Gegenwehr beschlossene Sache ist, weist der Jurist weit von sich. Den Entschluss zur Bewerbung hat das Bebauungsplanverfahren aber durchaus beeinflusst. "Ich bin nicht gegen Gewerbegebiete, sondern eigentlich sogar der Ansicht, dass für das Gewerbe in Eriskirch allgemeinen bislang eher zu wenig getan worden ist. Aber ich habe in dem Zusammenhang bestimmte Verfahrensweisen mitbekommen, die ich nicht für gut heiße", sagt Becker.
Eine intensivere Beteiligung der Bürger hätte er sich in diesem Verfahren gewünscht. Und genau das sei jetzt einer der Hauptbeweggründe für seine Kandidatur. "Ich habe meine eigenen Vorstellungen, wie man Bürger in Entscheidungen, die wichtig für die Gemeinde sind, einbeziehen kann. Demokratie muss man leben." Deshalb lautet sein Wahlkampfslogan auch: "gemeinsam neue Wege gehen."
Bürger sollen echte Wahl haben
Und zu einer Demokratie gehört nach Ansicht von Becker auch, dass die Bürger am 5. April eine echte Wahl haben sollten, die Wahl aus mindestens zwei Bewerbern. In 16 Jahren Amtszeit eines Bürgermeisters entstehen, so Becker, gewisse Routinen. "Da tut man sich schwer, neue Ideen zu entwickeln." Becker sagt das völlig wertfrei. Markus Spieth persönlich angreifen will er nicht.
Der gebürtige Westfale ist 47 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und lebt seit zwölf Jahren in Eriskirch, wo er auch als selbstständiger Rechtsanwalt arbeitet. Ein besonderes Interesse gilt bereits seit dem Studium dem Verwaltungsrecht. "Ich bin hier mittlerweile verwurzelt und will mich einbringen, damit diese Gemeinde noch schöner und lebenswerter wird als sie es ohnehin schon ist", sagt Becker. Er betont, dass er als unabhängiger Kandidat ins Rennen um den Bürgermeistersessel geht und von keiner Partei unterstützt wird. Er ist auch in keiner politischen Organisation Mitglied.
Neben intensiverer Bürgerbeteiligung an öffentlichen Verfahren will Ralf Becker in seinem Wahlkampf unter anderem auf Förderung von Kinderbetreuung und Seniorenarbeit, die Stärkung des Tourismus unter Einbindung des Naturschutzes und das Fortsetzen einer soliden Haushaltspolitik setzen. Außerdem will er alte Strukturen entflechten. Wo bei den Bürgern ansonsten der Schuh drückt, möchte er in den nächsten Wochen herausfinden, indem er von Haus zu Haus geht.
(Erschienen: 18.02.2009 00:06)
Ralf Becker? Ja, genau, das ist einer jener Eriskircher aus dem Ortsteil Tannesch, die im vergangenen Jahr die Interessengemeinschaft "Quo vadis Eriskirch" gegründet haben, um sich gegen die Pläne für das Gewerbegebiet Tannesch zu wehren. Den Verdacht, dass Becker nur deshalb Bürgermeister von Eriskirch werden will, weil besagtes Gewerbegebiet mittlerweile trotz der Gegenwehr beschlossene Sache ist, weist der Jurist weit von sich. Den Entschluss zur Bewerbung hat das Bebauungsplanverfahren aber durchaus beeinflusst. "Ich bin nicht gegen Gewerbegebiete, sondern eigentlich sogar der Ansicht, dass für das Gewerbe in Eriskirch allgemeinen bislang eher zu wenig getan worden ist. Aber ich habe in dem Zusammenhang bestimmte Verfahrensweisen mitbekommen, die ich nicht für gut heiße", sagt Becker.
Eine intensivere Beteiligung der Bürger hätte er sich in diesem Verfahren gewünscht. Und genau das sei jetzt einer der Hauptbeweggründe für seine Kandidatur. "Ich habe meine eigenen Vorstellungen, wie man Bürger in Entscheidungen, die wichtig für die Gemeinde sind, einbeziehen kann. Demokratie muss man leben." Deshalb lautet sein Wahlkampfslogan auch: "gemeinsam neue Wege gehen."
Bürger sollen echte Wahl haben
Und zu einer Demokratie gehört nach Ansicht von Becker auch, dass die Bürger am 5. April eine echte Wahl haben sollten, die Wahl aus mindestens zwei Bewerbern. In 16 Jahren Amtszeit eines Bürgermeisters entstehen, so Becker, gewisse Routinen. "Da tut man sich schwer, neue Ideen zu entwickeln." Becker sagt das völlig wertfrei. Markus Spieth persönlich angreifen will er nicht.
Der gebürtige Westfale ist 47 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und lebt seit zwölf Jahren in Eriskirch, wo er auch als selbstständiger Rechtsanwalt arbeitet. Ein besonderes Interesse gilt bereits seit dem Studium dem Verwaltungsrecht. "Ich bin hier mittlerweile verwurzelt und will mich einbringen, damit diese Gemeinde noch schöner und lebenswerter wird als sie es ohnehin schon ist", sagt Becker. Er betont, dass er als unabhängiger Kandidat ins Rennen um den Bürgermeistersessel geht und von keiner Partei unterstützt wird. Er ist auch in keiner politischen Organisation Mitglied.
Neben intensiverer Bürgerbeteiligung an öffentlichen Verfahren will Ralf Becker in seinem Wahlkampf unter anderem auf Förderung von Kinderbetreuung und Seniorenarbeit, die Stärkung des Tourismus unter Einbindung des Naturschutzes und das Fortsetzen einer soliden Haushaltspolitik setzen. Außerdem will er alte Strukturen entflechten. Wo bei den Bürgern ansonsten der Schuh drückt, möchte er in den nächsten Wochen herausfinden, indem er von Haus zu Haus geht.
(Erschienen: 18.02.2009 00:06)





























































