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Effektive Elektroheizung spart Energie

LEUTKIRCH - Mitten in Leutkirch steht ein außergewöhnliches Haus. Mit nur einem Stockwerk und der nordischen Architektur sticht das Schwedenhaus von Wolfgang Fimpel sofort ins Auge. Doch nicht nur die Holzverkleidung ist eine Besonderheit, sondern auch die Energieversorgung, die der 47-Jährige für sein Eigenheim gewählt hat.

Im Jahr 2001 entschied sich Wolfgang Fimpel dafür, sein eigenes Haus zu bauen. Da er sich nicht als "Deutscher, sondern als Europäer" sieht, weckte die schwedische Bauweise schnell seine Neugier. Er entschied sich für ein Fertighaus, bei dem die Energieversorgung in Form einer Wärmepumpe im Lieferservice inklusive war. Schon vor acht Jahren hat Fimpel den heutigen Energiestandard erfüllt. Sein Niedrigenergiehaus hat eine Heizlast von nur sechs Kilowatt.

Erdsonde reicht 100 Meter tief

Innerhalb von zwei Tagen stand der Rohbau des Holzhauses, so dass schnell mit der Bohrung für die Wärmepumpe begonnen werden konnte. Ganze 100 Meter tief in das Erdreich wurde gebohrt, um die Erdsonde zu legen. Die Wärmepumpe funktioniert über zwei Kreisläufe und wird mit Hilfe von Strom angetrieben. Diesen bezieht Fimpel von einer Firma separat und bekommt ihn dank seiner fortschrittlichen Technik verbilligt. Daher hat er in seinem Stromkasten zwei Zähler, für die Wärmepumpe und für den restlichen "Brauchstrom". Das Verhältnis liegt ziemlich genau bei eins zu eins.

Allerdings muss er wegen des Sonderpreises auf die Stromgarantie verzichten. Das heißt, zu Spitzenlastzeiten wie morgens vor der Arbeit oder am Abend steht die Pumpe. "Wegen der Trägheit des Systems ist das aber kein Problem, der Wärmespeicher hält lange", sagt Fimpel. Dass der Strombedarf aber nicht der Rede wert ist, zeigt die monatliche Stromrechnung: Zwischen 80 und 100 Euro bezahlt der Hausbesitzer monatlich für seine gesamten Energiekosten.

Große Heizungsfläche benötigt

Die Funktionsweise der Wärmepumpe ist übersichtlich: Im Primärkreislauf wird über die angelegten Erdwärmeleitungen mit Frostschutzmittel angereichertes Wasser 100 Meter tief in die Erde gepumpt. Dort unten herrschen rund vier Grad wärmere Temperaturen als an der Erdoberfläche. Das leicht aufgewärmte Wasser fließt über den Kreislauf wieder nach oben und wird durch eine Leitung in den Keller gepumpt. In einem Kessel wird die Wärme komprimiert und auf 50 Grad erhitzt. "Das funktioniert wie ein Kühlschrank, nur andersherum", erklärt Berthold König vom EnergieBündnis Leutkirch die Funktionsweise. Weil das Haus so gut gedämmt ist, reichen die 50 Grad vollkommen aus, um eine angenehme Wärme zu schaffen. Allerdings braucht Fimpel eine große Heizungsfläche, um das effektive Vorheizen zu verbessern. Statt einer teuren Fußboden- oder Wandflächenheizung hat er sich für mehr Heizkörper entschieden. "Das mögen die Architekten zwar nicht so gern, weil es nicht schön aussehen würde, aber mich stört das nicht und es ist günstiger", erklärt er.

Um eine Wärmepumpe einzubauen müssen drei Komponenten zusammenpassen: Der Heizungsbedarf muss stimmen, das technische Gerät in Form von Heizung und der Pumpe und die Wärmequelle dürfen nicht zu tief im Erdreich liegen. "Mehr als 100 Meter tief darf man nicht bohren, sonst hätte ich eine Bergbaugenehmigung gebraucht", erzählt der 47-Jährige lächelnd.

Warum es eine Wärmepumpe sein sollte, rechtfertigt Fimpel folgendermaßen: "Ich bin ein Effektivmensch, das Gesamte muss stimmen. Im Prinzip ist das eine sehr effektive Elektro-Heizung." Für ihn sei das eine günstige und umweltfreundliche Lösung.

(Erschienen: 21.04.2009 01:02)

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