Die ganze Gemeinde feiert ihren Neupriester
Über 40 Jahre ist es her, damals war der Großonkel des heutigen Primizianten, Manfred Kienle, zum Priester geweiht worden, dass Gutenzell zum letzten Mal eine Primiz feiern konnte. Am Freitag um 18.30 Uhr war der ganze Ort auf den Beinen, als P. Johann-Baptist Christian Schmid von der ganzen Heimatgemeinde am Ortseingang in Richtung Niedernzell festlich empfangen und zur feierlichen Vesper in die Klosterkirche Gutenzell geleitet wurde. In herzlichen Worten bedankte er sich bei der kirchlichen und weltlichen Gemeinde für den großartigen Empfang und erteilte erstmals seinen ehemaligen Mitbürgern den Primizsegen.
Im Anschluss an die Vesper spielten und sangen zu Ehren des Neupriesters der Musikverein, der Liederkranz und der katholische Kirchenchor. Trotz eines drohenden Wolkenbruchs, dem der Kirchenchor und sein Dirigent heroisch trotzten, konnte schließlich auch noch die Tanzgruppe in ihren historischen Kostümen auftreten. Bis in die Nacht hinein feierte die Gemeinde das gelungene Fest und ihren Primizianten.
Das Primizamt am Sonntag um 9.30 Uhr war für die Kirchengemeinde St. Cosmas und Damian und auch für die bürgerliche Gemeinde ein herausragendes Ereignis. Die ehemalige Klosterkirche war völlig überfüllt und selbst der Klosterhof, in den die Messe übertragen wurde, war voll besetzt. Dekan Ekkehard Schmid aus Rot a. d.Rot, zurzeit kommissarischer Ortspfarrer, begrüßte zu Beginn der Messe die zahlreichen Gäste, vor allem auch die geistlichen Wegbegleiter des jungen Priesters.
Der Priester als "Spielführer"
Die Primizmesse selbst stand ganz im Zeichen des weißen Ordens; den Mitbrüdern aus Windberg und auch denen aus Roggenburg, angeführt von Prior Rainer Rommens OPraem, war es eine selbstverständliche Pflicht, die Heimatprimiz von P. Johann-Baptist Christian Schmid mitzufeiern. Generalabt Thomas Handgrätinger, früher Abt in Windberg, war eigens aus Rom angereist, um die Primizpredigt zu halten und mit der "Missa brevis in g-Moll" des letzten Abtes von Rot an der Rot, Nikolaus Betscher, grüßte der Ordensbruder den Neupriester über mehr als 200 Jahre hinweg. Der kath. Kirchenchor St. Cosmas und Damian Guten zell, Solisten und Orchester unter der Leitung von Ulrich Werther sorgten mit dieser Messe eindrucksvoll für einen glanzvollen musikalischen Rahmen.
Generalabt Thomas wandte sich in sehr persönlichen, väterlichen Worten an den jungen Primizianten und erwies sich in seinen Gedanken hochaktuell. Ähnlich wie bei den Profifußballern bei der Weltmeisterschaft, die ja auch in die Nationalmannschaft berufen werden müssen, sei es auch um die Berufung der Priester bestellt, allerdings auf einem viel umfassenderen "Spielfeld". Der Glaube an sich selbst, an die eigenen Kräfte und nicht zuletzt das Vertrauen auf Gottes Hilfe seien für den Priester als "Spielführer" unerlässlich. Er erinnerte damit an die Verantwortung, die der junge Mönch mit seinem Entschluss, Priester zu werden, übernommen hat und wünschte ihm Gottes Kraft und Stärke, seinen Beruf ein Leben lang umzusetzen. Am Ende der Messe stattete P. Johann-Baptist Christian seinen Dank an "alle in der Heimat" - die Familie, die Jahrgänger, die Vereine - und vor allem auch an seine weltlichen und geistlichen Lehrer ab und erteilte den Primizsegen.
Nachdem sich die ungeheure Zahl der Kirchenbesucher entwirrt hatte, folgten alle der Kutsche durch den Ort zum Festzelt, wo das große Ereignis auf gut oberschwäbische Weise in Form eines großen Gemeindefestes gefeiert wurde.
(Erschienen: 19.06.2006 00:16)
Über 40 Jahre ist es her, damals war der Großonkel des heutigen Primizianten, Manfred Kienle, zum Priester geweiht worden, dass Gutenzell zum letzten Mal eine Primiz feiern konnte. Am Freitag um 18.30 Uhr war der ganze Ort auf den Beinen, als P. Johann-Baptist Christian Schmid von der ganzen Heimatgemeinde am Ortseingang in Richtung Niedernzell festlich empfangen und zur feierlichen Vesper in die Klosterkirche Gutenzell geleitet wurde. In herzlichen Worten bedankte er sich bei der kirchlichen und weltlichen Gemeinde für den großartigen Empfang und erteilte erstmals seinen ehemaligen Mitbürgern den Primizsegen.
Im Anschluss an die Vesper spielten und sangen zu Ehren des Neupriesters der Musikverein, der Liederkranz und der katholische Kirchenchor. Trotz eines drohenden Wolkenbruchs, dem der Kirchenchor und sein Dirigent heroisch trotzten, konnte schließlich auch noch die Tanzgruppe in ihren historischen Kostümen auftreten. Bis in die Nacht hinein feierte die Gemeinde das gelungene Fest und ihren Primizianten.
Das Primizamt am Sonntag um 9.30 Uhr war für die Kirchengemeinde St. Cosmas und Damian und auch für die bürgerliche Gemeinde ein herausragendes Ereignis. Die ehemalige Klosterkirche war völlig überfüllt und selbst der Klosterhof, in den die Messe übertragen wurde, war voll besetzt. Dekan Ekkehard Schmid aus Rot a. d.Rot, zurzeit kommissarischer Ortspfarrer, begrüßte zu Beginn der Messe die zahlreichen Gäste, vor allem auch die geistlichen Wegbegleiter des jungen Priesters.
Der Priester als "Spielführer"
Die Primizmesse selbst stand ganz im Zeichen des weißen Ordens; den Mitbrüdern aus Windberg und auch denen aus Roggenburg, angeführt von Prior Rainer Rommens OPraem, war es eine selbstverständliche Pflicht, die Heimatprimiz von P. Johann-Baptist Christian Schmid mitzufeiern. Generalabt Thomas Handgrätinger, früher Abt in Windberg, war eigens aus Rom angereist, um die Primizpredigt zu halten und mit der "Missa brevis in g-Moll" des letzten Abtes von Rot an der Rot, Nikolaus Betscher, grüßte der Ordensbruder den Neupriester über mehr als 200 Jahre hinweg. Der kath. Kirchenchor St. Cosmas und Damian Guten zell, Solisten und Orchester unter der Leitung von Ulrich Werther sorgten mit dieser Messe eindrucksvoll für einen glanzvollen musikalischen Rahmen.
Generalabt Thomas wandte sich in sehr persönlichen, väterlichen Worten an den jungen Primizianten und erwies sich in seinen Gedanken hochaktuell. Ähnlich wie bei den Profifußballern bei der Weltmeisterschaft, die ja auch in die Nationalmannschaft berufen werden müssen, sei es auch um die Berufung der Priester bestellt, allerdings auf einem viel umfassenderen "Spielfeld". Der Glaube an sich selbst, an die eigenen Kräfte und nicht zuletzt das Vertrauen auf Gottes Hilfe seien für den Priester als "Spielführer" unerlässlich. Er erinnerte damit an die Verantwortung, die der junge Mönch mit seinem Entschluss, Priester zu werden, übernommen hat und wünschte ihm Gottes Kraft und Stärke, seinen Beruf ein Leben lang umzusetzen. Am Ende der Messe stattete P. Johann-Baptist Christian seinen Dank an "alle in der Heimat" - die Familie, die Jahrgänger, die Vereine - und vor allem auch an seine weltlichen und geistlichen Lehrer ab und erteilte den Primizsegen.
Nachdem sich die ungeheure Zahl der Kirchenbesucher entwirrt hatte, folgten alle der Kutsche durch den Ort zum Festzelt, wo das große Ereignis auf gut oberschwäbische Weise in Form eines großen Gemeindefestes gefeiert wurde.
(Erschienen: 19.06.2006 00:16)
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