Die Qualität darf nicht leiden
Wie fällt Ihr Fazit des Honberg-Sommers aus?
Wir sind fast rundum zufrieden. Es war ein sehr stimmungsvoller, gut besuchter Honberg-Sommer. Das Wetter passte, der Ablauf war reibungslos.
Wieso die Einschränkung "fast"?
Es gab wieder Vandalismus. Wir hatten mit großem Aufwand eine Wegbeleuchtung installiert. Die mussten wir erneuern, weil Hornochsen sie auf dem Nachhauseweg kaputt geschlagen haben. Ortsunkundige mussten im Dunkeln den steilen Berg runter, da ist mancher runtergepurzelt.
Es gab auch wieder Beschwerden wegen Lärmbelästigung?
Nicht alle Gastronomen auf dem Honberg haben die Nachtruhe eingehalten. Wir müssen Abbitte leisten bei Anwohnern wegen nächtlichen Partybetriebs, grölenden Heimkehrern und falsch geparkten Autos. Wegen der Konzerte hat es allerdings keine Beschwerden gegeben.
Wie viele Besucher sind insgesamt gekommen?
Bei den Konzerten im Zelt waren es rund 15 000 - nach 13 000 Fans im vergangenen Jahr. Es gab diesmal keine Veranstaltung mit einem Durchhänger bei der Besucherzahl. Einige Konzerte waren besser besucht als erwartet, zum Beispiel Joe Bonamassa, wo das Zelt fast voll war. Ich dachte, da kämen nur Blueskenner. Das Gesamtprogramm hat eine riesengroße Akzeptanz gefunden. Die Gastronomie auf dem Honberg hatte rund 40 000 Gäste, 2008 waren es 33 000. Da hat sicher das bessere Wetter eine Rolle gespielt.
Dann waren die Gastronomen sicher zufrieden?
Nach den Stimmungsberichten, die ich gehört habe, sogar sehr. Sie haben sich deutlich besser präsentiert als im Vorjahr, etwa durch das Pizzaangebot oder den neuen Koch des Rittergartenvereins.
Hat beim Buspendelverkehr alles funktioniert?
Er ist sehr gut angenommen worden. Wir verzeichnen weiter deutlich steigende Fahrgastzahlen.
Was waren die musikalischen Höhepunkte?
Roger Hodgson war ein traumhafter Auftakt. Joe Bonamassa hat seinen Ruf mehr als bestätigt. Und die japanischen Trommler von Gocoo haben ein visuelles und akustisches Feuerwerk abgeliefert.
Gab es auch Enttäuschungen?
Marianne Rosenberg hat ihr Schlagerprogramm etwas lustlos heruntergespielt. Da hätte ich mehr Emotion erwartet.
Das Konzert von Roger Hodgson war das erste in der Geschichte des Honberg-Sommers, das über 50 Euro gekostet hat. Haben Sie sich eigentlich ein Limit gesetzt für den Preis von Konzertkarten?
Das lag bei 50 Euro. Aber für den ehemaligen Supertramp-Sänger muss man sonst 75 Euro zahlen. Insofern sind die Kartenpreise gegenüber den Anfangstagen des Honberg-Sommers zwar stark gestiegen, aber immer noch deutlich geringer als sonst auf dem Musikmarkt. Die Spirale dreht sich weiter, unsere Schallgrenze von 50 Euro konnten wir nicht halten - ich fürchte, dass dies 2010 so weitergeht. Auch die Gagenpreise sind gestiegen. Aber einen Rückschritt bei der Qualität dürfen wir nicht machen.
Haben Sie für das kommende Jahr bereits Künstler an der Angel?
Das Programm können wir erst im Frühjahr 2010 festlegen, wenn wir wissen, wer im Sommer auf Tournee ist. Lose angefragt haben wir bei Ingo Appelt. Roger Hodgson hat gesagt, dass er kommendes Jahr gerne wieder käme. Und auch "Golden Earring" und "Journey" würden wir gerne nach Tuttlingen holen.
Von Michael Hochheuser
(Erschienen: 27.07.2009 15:35)
Wie fällt Ihr Fazit des Honberg-Sommers aus?
Wir sind fast rundum zufrieden. Es war ein sehr stimmungsvoller, gut besuchter Honberg-Sommer. Das Wetter passte, der Ablauf war reibungslos.
Wieso die Einschränkung "fast"?
Es gab wieder Vandalismus. Wir hatten mit großem Aufwand eine Wegbeleuchtung installiert. Die mussten wir erneuern, weil Hornochsen sie auf dem Nachhauseweg kaputt geschlagen haben. Ortsunkundige mussten im Dunkeln den steilen Berg runter, da ist mancher runtergepurzelt.
Es gab auch wieder Beschwerden wegen Lärmbelästigung?
Nicht alle Gastronomen auf dem Honberg haben die Nachtruhe eingehalten. Wir müssen Abbitte leisten bei Anwohnern wegen nächtlichen Partybetriebs, grölenden Heimkehrern und falsch geparkten Autos. Wegen der Konzerte hat es allerdings keine Beschwerden gegeben.
Wie viele Besucher sind insgesamt gekommen?
Bei den Konzerten im Zelt waren es rund 15 000 - nach 13 000 Fans im vergangenen Jahr. Es gab diesmal keine Veranstaltung mit einem Durchhänger bei der Besucherzahl. Einige Konzerte waren besser besucht als erwartet, zum Beispiel Joe Bonamassa, wo das Zelt fast voll war. Ich dachte, da kämen nur Blueskenner. Das Gesamtprogramm hat eine riesengroße Akzeptanz gefunden. Die Gastronomie auf dem Honberg hatte rund 40 000 Gäste, 2008 waren es 33 000. Da hat sicher das bessere Wetter eine Rolle gespielt.
Dann waren die Gastronomen sicher zufrieden?
Nach den Stimmungsberichten, die ich gehört habe, sogar sehr. Sie haben sich deutlich besser präsentiert als im Vorjahr, etwa durch das Pizzaangebot oder den neuen Koch des Rittergartenvereins.
Hat beim Buspendelverkehr alles funktioniert?
Er ist sehr gut angenommen worden. Wir verzeichnen weiter deutlich steigende Fahrgastzahlen.
Was waren die musikalischen Höhepunkte?
Roger Hodgson war ein traumhafter Auftakt. Joe Bonamassa hat seinen Ruf mehr als bestätigt. Und die japanischen Trommler von Gocoo haben ein visuelles und akustisches Feuerwerk abgeliefert.
Gab es auch Enttäuschungen?
Marianne Rosenberg hat ihr Schlagerprogramm etwas lustlos heruntergespielt. Da hätte ich mehr Emotion erwartet.
Das Konzert von Roger Hodgson war das erste in der Geschichte des Honberg-Sommers, das über 50 Euro gekostet hat. Haben Sie sich eigentlich ein Limit gesetzt für den Preis von Konzertkarten?
Das lag bei 50 Euro. Aber für den ehemaligen Supertramp-Sänger muss man sonst 75 Euro zahlen. Insofern sind die Kartenpreise gegenüber den Anfangstagen des Honberg-Sommers zwar stark gestiegen, aber immer noch deutlich geringer als sonst auf dem Musikmarkt. Die Spirale dreht sich weiter, unsere Schallgrenze von 50 Euro konnten wir nicht halten - ich fürchte, dass dies 2010 so weitergeht. Auch die Gagenpreise sind gestiegen. Aber einen Rückschritt bei der Qualität dürfen wir nicht machen.
Haben Sie für das kommende Jahr bereits Künstler an der Angel?
Das Programm können wir erst im Frühjahr 2010 festlegen, wenn wir wissen, wer im Sommer auf Tournee ist. Lose angefragt haben wir bei Ingo Appelt. Roger Hodgson hat gesagt, dass er kommendes Jahr gerne wieder käme. Und auch "Golden Earring" und "Journey" würden wir gerne nach Tuttlingen holen.
Von Michael Hochheuser
(Erschienen: 27.07.2009 15:35)
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