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Diakonielädle schließt und zieht in neues Sozialkaufhaus um

TUTTLINGEN / pm Fast acht Jahre hat die Diakonie in der Ambrosius-Blarer-Straße das Diakonielädle betrieben. In dieser Zeit war das Lädchen für alle Menschen, die preisbewusst und nachhaltig einkaufen wollten oder mussten, eine feste Größe. Nun ist der Laden geschlossen worden; sein Nachfolger wird das neue Sozialkaufhaus.

Am 2. Oktober 2001 wurde der Laden als Nachfolger des Kleiderlagers eröffnet. Schon seit längerer Zeit reichte das Raumangebot kaum noch aus, deshalb ist der Laden geschlossen worden. Deshalb waren alle aktuellen und ehemaligen Mitarbeiterinnen zu einem kleinen Sektempfang auf Umzugskisten eingeladen.

In seiner Dankesrede berichtete der Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle, Matthias Ries, der Laden habe insgesamt an 1574 Tagen geöffnet gehabt. In diese Zeit seien 11-805 ehrenamtliche Arbeitsstunden abgeleistet worden. Insgesamt 39-246 Einzelartikel fanden neue Besitzer. Kleidergutscheine im Wert von 14-282 Euro wurden an bedürftige Menschen ausgegeben.

Besonderen Dank sprach Matthias Ries den Ehrenamtlichen aus, die den Laden von Anfang an verantwortet haben. Einige der Ehrenamtlichen seien sogar schon im Vorgänger des Diakonielädles, der Kleiderkammer, engagiert gewesen. Ein Großteil also seit 1995.

Nun geht die Diakonie einen weiteren Schritt und eröffnet Anfang Juli den Sozialkaufhaus-Diakonieladen "Kauf Kultur" in der Oberen Hauptstraße 9. Im neuen Geschäft sollen zusätzlich zum Kleiderangebot auch Hausrat, Medien und Elektrogeräte verkauft werden. Gut erhaltene Sachspenden werden ab Anfang Juli zu den Öffnungszeiten oder nach Absprache angenommen.

Besonders erfreut zeigte sich der Leiter des Ladens, Diakon Dennis Kramer, dass auch im neuen Laden die Ehrenamtlichen eine große Rolle spielen. Es sei ein zentrales Anliegen, so Kramer, dass der Laden nicht völlig losgelöst vom Gemeinwesen existiere, sondern das Gemeinwesen aktiv mitgestalte. Darüber hinaus seien es vor allem die Freiwilligen, die das Vertrauen der Kunden genießen, und immer ein offenes Ohr für die Kundschaft haben.

Trotzdem werden noch Menschen gesucht, die sich vorstellen können, einen Teil ihrer Zeit für eine gute Sache zu opfern. Weitere Informationen bei Diakon Kramer unter Telefon (07461) 9697170.

(Erschienen: 01.07.2009 01:17)

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