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Bundestagskandidat der Grünen: "Dabei sein ist alles"

SPAICHINGEN/LANDKREIS - Max Burger ist von den Grünen offiziell zum Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen gewählt worden. Am vergangenen Mittwoch stimmten in Spaichingen alle anwesenden Parteimitglieder für den Mann aus Rottweil. Weitere Kandidaten gab es nicht.

Für Max Burger zählt allein der olympische Gedanke. "Dabei sein ist alles", sagte er vergangenen Mittwoch auf der Nominierungsversammlung der Grünen im Gasthaus Rössle in Spaichingen. Gewählt werden musste der Bundestagskandidat für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen.

16 Parteimitglieder waren gekommen, und alle sprachen sich dafür aus, Burger am 27. September ins Rennen zu schicken. Das sei immerhin ein Fünftel aller Mitglieder aus den Landkreisen Tuttlingen und Rottweil, die sich direkt durch die Wahl für den Kandidaten ausgesprochen haben, so Alexander Efinger, Versammlungsleiter und Vorstandssprecher des Ortsverbandes Spaichingen.

Mit seinem Verweis auf den olympischen Gedanken musste Burger sich zugleich eingestehen, dass außer dem "Dabeisein" bei der Wahl nicht mehr herausspringen wird. "Natürlich würde ich gerne Volker Kauder das Direktmandat abnehmen", sagte der selbstständige Unternehmer aus Rottweil. Doch an dieses nicht ganz ernst zu nehmende Ziel würde man auch bei dieser Bundestagswahl nicht im Entferntesten herankommen, war man sich unter den Parteimitgliedern einig. "In diesem Wahlkreis kann man nicht gewinnen", so Burger.

Trotzdem möchte er "einen eigenen Wahlkampf machen". Von einem, wie er sagte, "institutionellen" Wahlkampf halte er nicht viel. "Das muss ohne viel Fotos, Kopfplakate und Ähnlichem ablaufen. Wichtiger sind mir Themen und Inhalte", sagte der 53-Jährige, der im Stadt- sowie im Kreisrat Rottweil vertreten ist. Sein Hauptthema, für das er stehe: Das bedingungslose Grundeinkommen. Jedem Bürger würde dadurch, unabhängig davon, ob er Arbeit hat oder nicht, ein gewisser Grundbetrag zustehen.

Der Wähler entscheidet

Dieses Thema sorgte für Diskussion unter den Parteimitgliedern, aber keinesfalls für Einigkeit. Die finanzielle Versorgung arbeitssuchender Bürger müsse verbessert werde, hieß es auf der einen, man wolle nicht Menschen finanzieren, die nichts tun, auf der anderen Seite.

Der allgemeine Tenor unter den anwesenden Grünen war, dass man sich mittlerweile im Bundestag eine schwarz-grüne Koalition durchaus vorstellen kann. "Aber wir müssen unseren eigenen Wahlkampf machen, unabhängig von anderen Parteien. Und letztendlich entscheidet sowieso der Wähler", sagte Burger-Heidger. Ein Wahlkampfkomitee, bestehend aus rund acht Mitgliedern, will ihn bis zur Bundestagswahl unterstützen.

(Erschienen: 26.06.2009 00:08)

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