Bruder Jakobus spricht über Erzabt Placidus Wolter
Sechs von elf Kindern in der Bonner Familie Wolter schlugen eine kirchliche Laufbahn ein. Zwei davon gründeten und prägten - durch das Wohlwollen der Fürstin Katharina von Hohenzollern - die Abtei Beuron. Sie wurden die erste zwei Erzäbte: Maurus und Placidus Wolter. Placidus Wolter starb vor 100 Jahren. Eine Ausstellung im Kloster Beuron erinnert an sein Leben.
"Der 1828 in der Bonner Sandkaule geborene Ernst Wolter ging mit seinen Geschwistern einen Weg geistlicher Entwicklung, die zu einer erstaunlichen Kraft anwuchs und bis heute bleibende Früchte trägt", erklärt Bruder Jakobus, der am Sonntag um 16 Uhr im Festsaal der Erzabtei einen Vortrag über die Lebensgeschichte des Erzabtes Placidus Wolter halten wird.
Nachdem die Brüder Wolter Theologie studiert hatten und zum Priester geweiht worden waren, gerieten sie wegen ihrer modernistischen Einstellungen unter die Beobachtung des Kölner Erzbischofs. Infolge ihrer klösterlichen Neigung verließen sie Deutschland, traten in ein stadtrömisches Benediktinerkloster ein, in dem sie ihre Mönchsprofeß ablegten.
Gemeinsam kehrten sie nach Deutschland zurück und begannen, unterstützt von Fürstin Witwe Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen das damals leerstehende Kloster Beuron neu zu beleben. Nach dem Tod seines Bruders Maurus wurde Placidus von 1890 bis 1908 zweiter Erzabt in Beuron. Er konsolidierte die Gründung. Placidus Wolter war nicht der Visionär wie sein Bruder Maurus, hatte aber eine gute Hand, das Werk weiterzuführen und auszubauen.
Ausstellung rundet Erinnerung ab
Auch in Bonn, der Heimatstadt der Brüder Wolter, gab es einen Festakt, an dem der Beuroner Erzabt Theodor Hogg teilnahm. "Bonn hat die Wolterbrüder ausgebildet und die Grundlagen mitgegeben, die sie befähigten das nach der Säkularisierung in Deutschland brachliegende monastische Feld neu zu bestellen", sagte Erzabt Theodor Hogg in seiner Ansprache und stellte sich als der zehnter Erzabt in die Nachfolge von Placidus Wolter.
In der Erzabtei erinnert eine Ausstellung an das leben und Wirken von Erzabt Placidus Wolter. Bruder Jakobus hat den Lebensweg mit vielen Fotografien, Archivalien und Gegenstände wie Möbel, Ordenskleidung oder Goldschmiedearbeiten dokumentiert. Nach dem Vortrag schließt eine sich eine kleine Begehung durch die biographische Ausstellung und die Präsentation des Begleitbuches "Erzabt Placidus Wolter 1828 - 1908" an.
(Erschienen: 27.09.2008 00:05)
Sechs von elf Kindern in der Bonner Familie Wolter schlugen eine kirchliche Laufbahn ein. Zwei davon gründeten und prägten - durch das Wohlwollen der Fürstin Katharina von Hohenzollern - die Abtei Beuron. Sie wurden die erste zwei Erzäbte: Maurus und Placidus Wolter. Placidus Wolter starb vor 100 Jahren. Eine Ausstellung im Kloster Beuron erinnert an sein Leben.
"Der 1828 in der Bonner Sandkaule geborene Ernst Wolter ging mit seinen Geschwistern einen Weg geistlicher Entwicklung, die zu einer erstaunlichen Kraft anwuchs und bis heute bleibende Früchte trägt", erklärt Bruder Jakobus, der am Sonntag um 16 Uhr im Festsaal der Erzabtei einen Vortrag über die Lebensgeschichte des Erzabtes Placidus Wolter halten wird.
Nachdem die Brüder Wolter Theologie studiert hatten und zum Priester geweiht worden waren, gerieten sie wegen ihrer modernistischen Einstellungen unter die Beobachtung des Kölner Erzbischofs. Infolge ihrer klösterlichen Neigung verließen sie Deutschland, traten in ein stadtrömisches Benediktinerkloster ein, in dem sie ihre Mönchsprofeß ablegten.
Gemeinsam kehrten sie nach Deutschland zurück und begannen, unterstützt von Fürstin Witwe Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen das damals leerstehende Kloster Beuron neu zu beleben. Nach dem Tod seines Bruders Maurus wurde Placidus von 1890 bis 1908 zweiter Erzabt in Beuron. Er konsolidierte die Gründung. Placidus Wolter war nicht der Visionär wie sein Bruder Maurus, hatte aber eine gute Hand, das Werk weiterzuführen und auszubauen.
Ausstellung rundet Erinnerung ab
Auch in Bonn, der Heimatstadt der Brüder Wolter, gab es einen Festakt, an dem der Beuroner Erzabt Theodor Hogg teilnahm. "Bonn hat die Wolterbrüder ausgebildet und die Grundlagen mitgegeben, die sie befähigten das nach der Säkularisierung in Deutschland brachliegende monastische Feld neu zu bestellen", sagte Erzabt Theodor Hogg in seiner Ansprache und stellte sich als der zehnter Erzabt in die Nachfolge von Placidus Wolter.
In der Erzabtei erinnert eine Ausstellung an das leben und Wirken von Erzabt Placidus Wolter. Bruder Jakobus hat den Lebensweg mit vielen Fotografien, Archivalien und Gegenstände wie Möbel, Ordenskleidung oder Goldschmiedearbeiten dokumentiert. Nach dem Vortrag schließt eine sich eine kleine Begehung durch die biographische Ausstellung und die Präsentation des Begleitbuches "Erzabt Placidus Wolter 1828 - 1908" an.
(Erschienen: 27.09.2008 00:05)
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