Braig plant Schrottplatz
"Wir suchen gerade nach einem Gelände für einen Schrottplatz." Karl-Eberhard Braig weiß, dass die Altautoverwertung im Zuge der bis Ende des Jahres laufenden so genannten Abwrackprämie des Bunds momentan lukrativ ist. "Interessant könnte eine solche Einrichtung für Altautos und deren Randbereiche sein", erklärte er gestern im Gespräch mit der SZ.
Ausgereift sind die Pläne allerdings noch nicht. Zum einen, weil die Standortfrage noch ungeklärt ist, zum anderen, weil der Ehinger Entsorger ein langwieriges Genehmigungsverfahren fürchtet: "Unsere Hauptüberlegung ist, dass die Genehmigung länger dauert als die Abwrackprämie Gültigkeit hat." Sollte sich das Unternehmen für die Einrichtung eines Schrottplatzes entscheiden, kommt offenbar ein Standort in Ehingen in Frage: "Das wäre schon am geschicktesten", sagt Braig. Befragt nach dem Stammsitz als möglichem Standort, ergänzte Braig: "Dies wäre auch wegen der Genehmigung günstig."
Ob"s soweit kommt, ist aber fraglich - auch weil bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt, noch kein Antrag vorliegt, wie Sprecher Bernd Weltin gestern bestätigte. Klar hingegen ist, dass der Entsorger sich durchaus auf ein gründliches Prüfungsverfahren vor der möglichen Erteilung eines grünen Lichts einstellen müsste: "Gehen Sie davon aus, dass für solche Anlagen auf jeden Fall ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren nötig ist. Die Schwelle ist da sehr niedrig", so Weltin. Wie lange dieses dauert, hänge von der Art der Prüfung ab, etwa ob eine öffentliche Auslegung notwendig sein wird. Weltin beziffert die Dauer der Verfahren mit einer Zeit von drei bis sieben Monaten. Ob zusätzlich eine abfallrechtliche Genehmigung notwendig wäre, konnte der Sprecher nicht sagen, da die Pläne dem Amt noch unbekannt seien.
Für Braig könnte die Errichtung eines Schrottplatzes allerdings auch lohnend sein, wenn die Abwrackprämie zum Jahresende ausläuft. Denn bislang gibt es nach Auskunft des Landratsamts größere Betriebe zur Altautoverwertung lediglich in Randgebieten des Alb-Donau-Kreises: in Langenau im Nordosten und in Regglisweiler ganz an der Südostspitze.
Eine Entscheidung, ob Braig handelt, ist offenbar nicht mehr allzu fern: "Lassen Sie uns erst einmal den Osterhasen vorüberziehen."
(Erschienen: 02.04.2009 00:07)
"Wir suchen gerade nach einem Gelände für einen Schrottplatz." Karl-Eberhard Braig weiß, dass die Altautoverwertung im Zuge der bis Ende des Jahres laufenden so genannten Abwrackprämie des Bunds momentan lukrativ ist. "Interessant könnte eine solche Einrichtung für Altautos und deren Randbereiche sein", erklärte er gestern im Gespräch mit der SZ.
Ausgereift sind die Pläne allerdings noch nicht. Zum einen, weil die Standortfrage noch ungeklärt ist, zum anderen, weil der Ehinger Entsorger ein langwieriges Genehmigungsverfahren fürchtet: "Unsere Hauptüberlegung ist, dass die Genehmigung länger dauert als die Abwrackprämie Gültigkeit hat." Sollte sich das Unternehmen für die Einrichtung eines Schrottplatzes entscheiden, kommt offenbar ein Standort in Ehingen in Frage: "Das wäre schon am geschicktesten", sagt Braig. Befragt nach dem Stammsitz als möglichem Standort, ergänzte Braig: "Dies wäre auch wegen der Genehmigung günstig."
Ob"s soweit kommt, ist aber fraglich - auch weil bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt, noch kein Antrag vorliegt, wie Sprecher Bernd Weltin gestern bestätigte. Klar hingegen ist, dass der Entsorger sich durchaus auf ein gründliches Prüfungsverfahren vor der möglichen Erteilung eines grünen Lichts einstellen müsste: "Gehen Sie davon aus, dass für solche Anlagen auf jeden Fall ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren nötig ist. Die Schwelle ist da sehr niedrig", so Weltin. Wie lange dieses dauert, hänge von der Art der Prüfung ab, etwa ob eine öffentliche Auslegung notwendig sein wird. Weltin beziffert die Dauer der Verfahren mit einer Zeit von drei bis sieben Monaten. Ob zusätzlich eine abfallrechtliche Genehmigung notwendig wäre, konnte der Sprecher nicht sagen, da die Pläne dem Amt noch unbekannt seien.
Für Braig könnte die Errichtung eines Schrottplatzes allerdings auch lohnend sein, wenn die Abwrackprämie zum Jahresende ausläuft. Denn bislang gibt es nach Auskunft des Landratsamts größere Betriebe zur Altautoverwertung lediglich in Randgebieten des Alb-Donau-Kreises: in Langenau im Nordosten und in Regglisweiler ganz an der Südostspitze.
Eine Entscheidung, ob Braig handelt, ist offenbar nicht mehr allzu fern: "Lassen Sie uns erst einmal den Osterhasen vorüberziehen."
(Erschienen: 02.04.2009 00:07)
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