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Ballonfahrt endet nach missglückter Notlandung an einem Strommasten

REGION / sz Aus dem geplanten Familienausflug wurde ein lebensgefährliches Abenteuer: Zwei befreundete Familien aus Langenau hatten sich seit Wochen auf eine Fahrt im Heißluftballon gefreut – am Ende krachte der Ballon nach einer missglückten Notlandung gegen einen Strommasten. Am Samstag um 19 Uhr hatte der Ballon abgehoben und zog Richtung Leipheim. Bei Riedheim bekam es der erfahrene 61-jährige Ballonkapitän mit der Angst zu tun, als er eine Gewitterfront herannahen sah.

Am Samstag um 19 Uhr hatte der Ballon abgehoben und zog Richtung Leipheim. Bei Riedheim bekam es der erfahrene 61-jährige Ballonkapitän mit der Angst zu tun, als er eine Gewitterfront herannahen sah. Bei der Notlandung ging dann alles schief: Der Ballonkorb krachte auf den Boden, der Kapitän und ein Insasse wurden herausgeschleudert, der Wind riss den Ballon weiter und drückte ihn gegen einen Strommast, der abknickte. Wie durch ein Wunder erlitten die Insassen nur leichte Verletzungen, der Schaden wird auf rund 45 000 Euro geschätzt.

Pünktlich um 19 Uhr hatte der erfahrene Ballonkapitän den Start freigegeben und war gemeinsam mit den beiden Langenauer Familien wie geplant in den Abendhimmel aufgestiegen. Zunächst sah alles nach einer normalen Ballonfahrt aus. Doch nach einer halben Stunde überschlugen sich plötzlich die Ereignisse: Als der 61-Jährige Kapitän eine Gewitterfront herannahen sah, wollte er sofort zu einer Notlandung auf dem freien Feld nahe der Autobahn A 8 Stuttgart-München ansetzen. Der Kapitän hatte einen Feldweg als geeigneten Landeplatz ausgesucht und steuerte darauf zu.

Noch ahnten die Fahrgäste nicht, in welche lebensgefährliche Situation sie kommen würden: Die Notlandung ging völlig schief, der Korb krachte mit voller Wucht auf den Boden – und ausgerechnet der Ballonkapitän und ein anderer Fahrgast wurden bei dem harten Aufprall aus dem Korb geschleudert. Der Kapitän soll sich laut Augenzeugen noch verzweifelt am Korb festgeklammert haben, wurde einige Meter weit mitgeschleppt, konnte sich dann aber nicht mehr festhalten.

Der böige Wind riss den jetzt leichteren, führerlosen Ballonkorb wieder in die Höhe und die völlig verängstigten Fahrgäste wurden in die Luft gehoben. Erst 100 Meter weiter verfing sich der Ballon in einer 110-Kilovolt-Starkstromleitung und wurde gegen einen Masten gedrückt. Der Stahlmast hielt dem Druck des Ballons jedoch nicht lange stand und knickte in einer Höhe von fünf Metern ab. Jetzt wurde die Situation erst richtig lebensgefährlich für die fünf, die noch im Korb waren: Die Starkstromleitungen rissen ab und fielen mit dem Ballonkorb zu Boden. Ein Polizeisprecher: „Die hatten alle einen großen Schutzengel”. Denn die Stromleitungen berührten den Korb nicht und so konnten die Insassen aussteigen und blieben bis auf kleinere Hautabschürfungen, Prellungen, leichte Verbrennungen und einem erheblichen Schock nahezu unversehrt.

(Erschienen: 21.08.2006 08:30)

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