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Auf der «Straße der Römer» Antike entdecken

Trier / dpa Die "Straße der Römer" ist eine Reise in die Vergangenheit. "Bisher fehlte ein Überblick über römische Denkmäler in den einzelnen Regionen", sagt Projektleiterin Annekathrin Kordel. Doch das ist nun anders: Nicht nur fast 2000 Jahre alte Tempel, Thermen, Grabmale und Kelteranlagen sind in der neu zusammengeführten Kulturroute aufgenommen, die durch die Regionen Mosel-Saar, Eifel, Hunsrück, das Saarland und Luxemburg führt.

Doch das ist nun anders: Nicht nur fast 2000 Jahre alte Tempel, Thermen, Grabmale und Kelteranlagen sind in der neu zusammengeführten Kulturroute aufgenommen, die durch die Regionen Mosel-Saar, Eifel, Hunsrück, das Saarland und Luxemburg führt. Auch Befestigungsanlagen, Töpfereien und ganze Straßendörfer aus römischer Hand laden zur antiken Spurensuche ein. Rund 110 römische Sehenswürdigkeiten sind 2007 erstmals in einem gemeinsamen Archäologiepark verbunden, der bis zum Beginn der Ausstellung "Konstantin der Große" Anfang Juni in Trier auch mit einer einheitlichen Beschilderung glänzen soll.

Das römische Leben blühte längst nicht nur in Trier, wo unter anderem Kaiser Konstantin Anfang des 4. Jahrhunderts residierte. Auch im weiten Umland finden sich zahlreiche Spuren römischen Lebens, die nun über die Römerstraße erreicht werden. "Erst die Vielfalt der Denkmäler verschafft einen umfassenden Einblick in die römische Kultur", sagt Kordel. Die Römerstraße ist auch ein Projekt des europäischen Kulturhauptstadtjahrs 2007 "Luxemburg und Großregion".

Unter dem neuen Straßennamen ist nicht nur Bestehendes miteinander verbunden worden. Viele neue Sehenswürdigkeiten sollen hinzu kommen. Dazu zählen beispielsweise die bauliche Aufarbeitung der Kaiservilla in Konz bei Trier, der Zugang zur römischen Wasserleitung im Ruwertal, ein Römersteig bei Neumagen-Dhron (Kreis Bernkastel- Wittlich), die Freilegung eines neu entdeckten Kulttheaters in Kastel-Staadt (Kreis Trier-Saarburg) und die touristische Erschließung der römischen Villa Holsthum (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Das Land Rheinland-Pfalz hat für genehmigte Neuerschließungen Fördermittel in Höhe von 70 Prozent in Aussicht gestellt.

Nach Angaben von Kordel gibt es bundesweit kaum eine Region, die mit ähnlich vielen römischen Denkmälern aufwarten kann. "Wir haben uns dieses Erbe lange genug nicht richtig zu Nutze gemacht", meint sie. Für Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker sind die Schätze auch von aktueller Bedeutung: "Sollten die Mendelschen Vererbungstheorien ihre Richtigkeit haben, so muss auch nach 2000 Jahren oder 60 Generationen noch etwas römisches Blut durch unsere Adern strömen", schreibt er im Magazin "Salve" zur "Straße der Römer".

Die neue Kulturroute erfasst römische Geschichte von Köln über das nordrhein-westfälische Zülpich bis zum Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim im Saarland sowie von der römischen Villa in Remerschen an der Luxemburger Mosel bis zur Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Auf original römischen Pflastersteinen gewandelt werden kann aber nur auf den wenigsten Metern des insgesamt mehrere 100 Kilometer umfassenden Netzwerkes: Etwa auf Teilen des Wanderwegs auf den Spuren des Dichters Ausonius (ca. 370 n. Chr.) durch den Hunsrück und beim Römerkanal-Wanderweg nahe Zülpich entlang der Eifelwasserleitung von Nettersheim nach Köln.

"Die meisten Römerstraßen wurden überbaut", sagt Kordel. Bis heute liegen die Fernverkehrsstraßen zum Teil noch auf den gleichen Trassen wie zu römischer Zeit, etwa die Hunsrückhöhenstraße von Trier nach Mainz oder die Bundesstraße 51 von Trier Richtung Köln. Träger des Projektes "Straße der Römer" ist die Mosellandtouristik GmbH mit ihren Partnern Eifel Tourismus GmbH, Hunsrück Touristik GmbH, Tourismus Zentrale Saarland GmbH mit dem Projektkreis Kelten und Römer sowie die Entente Touristique de la Moselle.

Römische Geschichte soll auf der Route aber auch erlebbar gemacht werden. In der römischen Villa Perl-Borg etwa können Reisende römisch essen und baden. Bei Gladiatorenkämpfen im Trierer Amphitheater können sie bei "Brot und Spiele" (10.-12.08.) wie einst über Leben und Tod der Kämpfer entscheiden oder im luxemburgischen Dalheim mit Pferdekutschen, Eseln und Legionären auf einen "Römer-Trail" gehen.

www.strasse-der-roemer.de

(Erschienen: 05.02.2007 14:25)

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