Andreas Müller leistet seinen Beitrag für eine bessere Welt
Wie kommt ein junger Mensch dazu, sich für die Schwachen dieser Welt zu interessieren, sich ausgerechnet in den Armenvierteln von Cobán, der zweitgrößten Stadt von Guatemala, um Kinderarbeiter und andere chancenlose Jugendliche zu bemühen und ihnen, zum Beispiel nur, Lesen und Schreiben beizubringen? Was ist es, was Andreas Müller - noch keine 18, trotzdem (demnächst) Einser-Abiturient, Geigenspieler, kreativ und sportlich - was also ist es, was einen solchermaßen begabten jungen Mann dazu antreibt, sich als Freiwilliger ein Jahr in den Dienst der Ärmsten der Armen zu stellen und Sozial- und Entwicklungsarbeit im besten Sinn des Wortes zu leisten?
Müllers Antwort fällt ebenso simpel wie klug aus: "Das ist es, was ich für eine bessere Welt tun kann, das kann mein kleiner Beitrag sein." Ihm, dem 17-Jährigen aus Bad Waldsee, bietet der Auslandsaufenthalt gleichzeitig die "große Chance, eine Sprache zu lernen", Spanisch. Und was sagen die Eltern zu den Plänen ihres Filius"? "Die unterstützen mich voll."
"Helfen und lernen" hat sich Andreas Müller als Devise für seinen Friedensdienst in dem mittelamerikanischen Land ausgegeben, das nach 30 Jahren Bürgerkrieg, gefolgt von Korruption und Armut vor einem schwierigen Versöhnungsprozess steht. Die indigene Bevölkerung wird auch heute noch massiv diskriminiert. Kinder müssen arbeiten und zum Unterhalt der Familie beitragen statt zu spielen. Besonders schlimm ist die Situation jener Kinder, deren Familien auf der Müllhalde leben.
Das Selbstwertgefühl stärken
An diesem Punkt setzt das Jugendhilfeprojekt "Comunidad Esperanza" an, die "Stadt der Hoffnung", in dem Andreas Müller zwölf Monate mitarbeiten wird: Die Kinder werden alphabetisiert, medizinisch versorgt, in einen regulären Schulunterricht eingegliedert und durch spezielle Freizeitaktivitäten gefördert. Der 17-jährige Freiwillige sieht seinen Part so: "Zum einen möchte ich das dortige Schulprojekt unterstützen, zum anderen meine sportlichen und kreativen Fähigkeiten einbringen, um das Selbstwert- und Gruppengefühl der benachteiligten Kinder zu stärken." Speziell denkt der angehende Abiturient an Sport, Musik, Jonglage und ähnliches.
Und was hat es nun mit der eingangs erwähnten Runde um den Bodensee auf sich? Die "Weltweite Initiative für Soziales Engagement e. V.", in deren Auftrag Andreas Müller seine Friedensarbeit in Guatemala leistet, ist keine mit Reichtümern gesegnete Organisation. Sie arbeitet überparteilich und überkonfessionell und kann ihre Einsätze in aller Welt nur mit Spenden finanzieren. Und sie baut darauf, dass ihre Freiwilligen Verantwortung übernehmen - nicht nur im Sinne einer gerechteren Welt, sondern auch ganz profan mit Blick auf das Finanzielle.
Hier kommen nun endlich die Runners vom Gymnasium ins Spiel. Sie unterstützen ihren Sportkameraden und Guatemalteken auf Zeit mit einem Spendenlauf, der an drei Tagen, von 7. bis 9. Juni rund um den Bodensee führt. Dabei zeigen sie fein ihr Leibchen vor, das die Namen zahlreicher Sponsoren ziert - überwiegend Firmen aus Bad Waldsee, die Andreas Müllers kleinen Beitrag für eine bessere Welt klasse finden.
(Erschienen: 31.05.2008 00:07)
Wie kommt ein junger Mensch dazu, sich für die Schwachen dieser Welt zu interessieren, sich ausgerechnet in den Armenvierteln von Cobán, der zweitgrößten Stadt von Guatemala, um Kinderarbeiter und andere chancenlose Jugendliche zu bemühen und ihnen, zum Beispiel nur, Lesen und Schreiben beizubringen? Was ist es, was Andreas Müller - noch keine 18, trotzdem (demnächst) Einser-Abiturient, Geigenspieler, kreativ und sportlich - was also ist es, was einen solchermaßen begabten jungen Mann dazu antreibt, sich als Freiwilliger ein Jahr in den Dienst der Ärmsten der Armen zu stellen und Sozial- und Entwicklungsarbeit im besten Sinn des Wortes zu leisten?
Müllers Antwort fällt ebenso simpel wie klug aus: "Das ist es, was ich für eine bessere Welt tun kann, das kann mein kleiner Beitrag sein." Ihm, dem 17-Jährigen aus Bad Waldsee, bietet der Auslandsaufenthalt gleichzeitig die "große Chance, eine Sprache zu lernen", Spanisch. Und was sagen die Eltern zu den Plänen ihres Filius"? "Die unterstützen mich voll."
"Helfen und lernen" hat sich Andreas Müller als Devise für seinen Friedensdienst in dem mittelamerikanischen Land ausgegeben, das nach 30 Jahren Bürgerkrieg, gefolgt von Korruption und Armut vor einem schwierigen Versöhnungsprozess steht. Die indigene Bevölkerung wird auch heute noch massiv diskriminiert. Kinder müssen arbeiten und zum Unterhalt der Familie beitragen statt zu spielen. Besonders schlimm ist die Situation jener Kinder, deren Familien auf der Müllhalde leben.
Das Selbstwertgefühl stärken
An diesem Punkt setzt das Jugendhilfeprojekt "Comunidad Esperanza" an, die "Stadt der Hoffnung", in dem Andreas Müller zwölf Monate mitarbeiten wird: Die Kinder werden alphabetisiert, medizinisch versorgt, in einen regulären Schulunterricht eingegliedert und durch spezielle Freizeitaktivitäten gefördert. Der 17-jährige Freiwillige sieht seinen Part so: "Zum einen möchte ich das dortige Schulprojekt unterstützen, zum anderen meine sportlichen und kreativen Fähigkeiten einbringen, um das Selbstwert- und Gruppengefühl der benachteiligten Kinder zu stärken." Speziell denkt der angehende Abiturient an Sport, Musik, Jonglage und ähnliches.
Und was hat es nun mit der eingangs erwähnten Runde um den Bodensee auf sich? Die "Weltweite Initiative für Soziales Engagement e. V.", in deren Auftrag Andreas Müller seine Friedensarbeit in Guatemala leistet, ist keine mit Reichtümern gesegnete Organisation. Sie arbeitet überparteilich und überkonfessionell und kann ihre Einsätze in aller Welt nur mit Spenden finanzieren. Und sie baut darauf, dass ihre Freiwilligen Verantwortung übernehmen - nicht nur im Sinne einer gerechteren Welt, sondern auch ganz profan mit Blick auf das Finanzielle.
Hier kommen nun endlich die Runners vom Gymnasium ins Spiel. Sie unterstützen ihren Sportkameraden und Guatemalteken auf Zeit mit einem Spendenlauf, der an drei Tagen, von 7. bis 9. Juni rund um den Bodensee führt. Dabei zeigen sie fein ihr Leibchen vor, das die Namen zahlreicher Sponsoren ziert - überwiegend Firmen aus Bad Waldsee, die Andreas Müllers kleinen Beitrag für eine bessere Welt klasse finden.
(Erschienen: 31.05.2008 00:07)
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