Alt und Jung begegnen sich im Heim
Ende Januar 2006 war das Seniorenzentrum in der Ortsmitte mit 48 Dauerpflegeplätze, drei Tagespflegeplätzen und acht Seniorenwohnungen im Obergeschoss eingeweiht worden. Damit hatte sich ein lang gehegter Wunsch erfüllt:Auch in Aldingen gibt es jetzt eine Einrichtung für pflegebedürftige Menschen.
Im Brühl ist das erste Pflegeheim im Kreis Tuttlingen, das vollständig ohne öffentliche Zuschüsse allein von einem privaten Träger -- den Evangelischen Altenheimen in Baden-Württemberg gGmbH -- finanziert wird. Die Bausumme betrug 6,2 Millionen Euro, Baubeginn war im April 2005. Bevor das Haus am 1. Februar 2006 offiziell seinen Betrieb aufnahm, nahm die Aldinger Bevölkerung die Gelegenheit gerne wahr, es in einem Tag der offenen Tür kennen zu lernen.
Die Türen bleiben offen
Und die offenen Türen sind ein Markenzeichen des Seniorenzentrums geblieben. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst des Freundeskreises "Pflegeheim im Brühl" und der ehrenamtlichen Helfer, die von Anfang an mit in die Arbeit integriert sind. Ein fester Kreis von zwölf Ehrenamtlichen, so berichtet Hausleiterin Gundi Saile, ist regelmäßig jede Woche aktiv, um bei Seniorengymnastik und Vorlesestunden mithelfen, mit den Bewohnern zu singen oder zu beten und bei den Kaffeenachmittagen und Singstunden zu helfen. Dazu kommen noch einmal etwa 20 ehrenamtliche Helfer, die sporadisch immer wieder ihre Mitarbeit zur Verfügung stellen.
Seit April findeen zwei mal im Monat Kaffeenachmittage statt, die vor allem von den Senioren aus den betreuten Wohnungen gerne besucht werden. Auch der offene Singkreis, der alle zwei Monate in der Cafeteria stattfindet, hat "eingeschlagen wie eine Bombe", freut sich Gundi Saile, und bringt singfreudige Bewohner von Außerhalb ins Haus.
Auch sonst ist das Pflegeheim für Input von Außerhalb offen. So wrude am 1. August eine erste Kunstausstellung in den Räumen des Seniorenzentrums eröffnet, die noch heute in den Gängen im Erdgeschoss es zu sehen ist. Der Aldinger Architekt und Hobby-Maler Josef Derichs zeigt dort eine umfangreiche Auswahl seiner Gemälde. Im Frühjahr 2007 soll dann eine andere Ausstellung auch in der zweiten Etage gezeigt werde.
Inzwischen wurden im Haus "Im Brühl" schon zwei 85. Geburtstage und eine Goldene Hochzeit gefeiert. Naturgemäß sind auch Todesfälle zu verzeichnen. So ist im Alter von 98 Jahren der bis dahin älteste Bewohner des Hauses gestorben.
"Was wirklich etwas Besonderes ist", so Gundi Saile: "Wir haben ein ganz enges Kooperationsverhältnis mit der Grund- und Hauptschule und den Kindergärten." Senioren und Kinder besuchen sich gegenseitig. "Die Kinder freuen sich wie die Schneekönige, wenn sie uns kommen können", stellt Gundi Saile fest. Gemeinsam haben die Kindergärten und die Schulen einen Themenabend "Brasilien" für die Heimbewohner gestaltet, die auch zur Generalprobe des Weihnachtsmusicals der Grund- und Hauptschule eingeladen waren und sich als äußerst dankbares Publikum erwiesen. Außerdem haben Neuntklässler im Werkunterricht seniorengerechtes Spielzeug entworfen und dem Heim gestiftet.
Seniorenzentrum senkt Preise
Gegen Ende des Jahres hat Im Brühl seine Preise gesenkt, die sich zunächst am Durchschnitt der Evangelischen Altenheime in Baden-Württemberg orientiert hatten. Wie sich jedoch gezeigt hat, ist das Preisgefüge in der Region ein anderes als im Norden Württembergs, wo die meisten anderen Häuser des Trägers sind.
Während der Adventstage hatte Bürgermeister Reinhard Lindner die Besucher zu einem Adventskaffee eingeladen und dabei den gesamten Nachmittag in der Cafeteria selbst gestaltet, Geschichten vorgetragen und mit den Bewohnern gesprochen.
Auch 2007 will das Seniorenzentrum Im Brühl, so Gundi Saile, "den Alltag und den Jahresablauf gestalten, und mit den Senioren die Feste feiern, die für sie wichtig sind." Es beginnt mit einer Silvesterparty für die Bewohner der betreuten Wohnungen und ihre Gäste, geht weiter mit Fasnachts- und Frühlingsfeiern bis hin zu einem großen Sommerfest, das für Bewohner und Gemeinde gleichermaßen ausgerichtet wird. Und auch die Kooperation mit Schule und Kindergärten wird 2007 weiter gehen.
(Erschienen: 28.12.2006 00:06)
Ende Januar 2006 war das Seniorenzentrum in der Ortsmitte mit 48 Dauerpflegeplätze, drei Tagespflegeplätzen und acht Seniorenwohnungen im Obergeschoss eingeweiht worden. Damit hatte sich ein lang gehegter Wunsch erfüllt:Auch in Aldingen gibt es jetzt eine Einrichtung für pflegebedürftige Menschen.
Im Brühl ist das erste Pflegeheim im Kreis Tuttlingen, das vollständig ohne öffentliche Zuschüsse allein von einem privaten Träger -- den Evangelischen Altenheimen in Baden-Württemberg gGmbH -- finanziert wird. Die Bausumme betrug 6,2 Millionen Euro, Baubeginn war im April 2005. Bevor das Haus am 1. Februar 2006 offiziell seinen Betrieb aufnahm, nahm die Aldinger Bevölkerung die Gelegenheit gerne wahr, es in einem Tag der offenen Tür kennen zu lernen.
Die Türen bleiben offen
Und die offenen Türen sind ein Markenzeichen des Seniorenzentrums geblieben. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst des Freundeskreises "Pflegeheim im Brühl" und der ehrenamtlichen Helfer, die von Anfang an mit in die Arbeit integriert sind. Ein fester Kreis von zwölf Ehrenamtlichen, so berichtet Hausleiterin Gundi Saile, ist regelmäßig jede Woche aktiv, um bei Seniorengymnastik und Vorlesestunden mithelfen, mit den Bewohnern zu singen oder zu beten und bei den Kaffeenachmittagen und Singstunden zu helfen. Dazu kommen noch einmal etwa 20 ehrenamtliche Helfer, die sporadisch immer wieder ihre Mitarbeit zur Verfügung stellen.
Seit April findeen zwei mal im Monat Kaffeenachmittage statt, die vor allem von den Senioren aus den betreuten Wohnungen gerne besucht werden. Auch der offene Singkreis, der alle zwei Monate in der Cafeteria stattfindet, hat "eingeschlagen wie eine Bombe", freut sich Gundi Saile, und bringt singfreudige Bewohner von Außerhalb ins Haus.
Auch sonst ist das Pflegeheim für Input von Außerhalb offen. So wrude am 1. August eine erste Kunstausstellung in den Räumen des Seniorenzentrums eröffnet, die noch heute in den Gängen im Erdgeschoss es zu sehen ist. Der Aldinger Architekt und Hobby-Maler Josef Derichs zeigt dort eine umfangreiche Auswahl seiner Gemälde. Im Frühjahr 2007 soll dann eine andere Ausstellung auch in der zweiten Etage gezeigt werde.
Inzwischen wurden im Haus "Im Brühl" schon zwei 85. Geburtstage und eine Goldene Hochzeit gefeiert. Naturgemäß sind auch Todesfälle zu verzeichnen. So ist im Alter von 98 Jahren der bis dahin älteste Bewohner des Hauses gestorben.
"Was wirklich etwas Besonderes ist", so Gundi Saile: "Wir haben ein ganz enges Kooperationsverhältnis mit der Grund- und Hauptschule und den Kindergärten." Senioren und Kinder besuchen sich gegenseitig. "Die Kinder freuen sich wie die Schneekönige, wenn sie uns kommen können", stellt Gundi Saile fest. Gemeinsam haben die Kindergärten und die Schulen einen Themenabend "Brasilien" für die Heimbewohner gestaltet, die auch zur Generalprobe des Weihnachtsmusicals der Grund- und Hauptschule eingeladen waren und sich als äußerst dankbares Publikum erwiesen. Außerdem haben Neuntklässler im Werkunterricht seniorengerechtes Spielzeug entworfen und dem Heim gestiftet.
Seniorenzentrum senkt Preise
Gegen Ende des Jahres hat Im Brühl seine Preise gesenkt, die sich zunächst am Durchschnitt der Evangelischen Altenheime in Baden-Württemberg orientiert hatten. Wie sich jedoch gezeigt hat, ist das Preisgefüge in der Region ein anderes als im Norden Württembergs, wo die meisten anderen Häuser des Trägers sind.
Während der Adventstage hatte Bürgermeister Reinhard Lindner die Besucher zu einem Adventskaffee eingeladen und dabei den gesamten Nachmittag in der Cafeteria selbst gestaltet, Geschichten vorgetragen und mit den Bewohnern gesprochen.
Auch 2007 will das Seniorenzentrum Im Brühl, so Gundi Saile, "den Alltag und den Jahresablauf gestalten, und mit den Senioren die Feste feiern, die für sie wichtig sind." Es beginnt mit einer Silvesterparty für die Bewohner der betreuten Wohnungen und ihre Gäste, geht weiter mit Fasnachts- und Frühlingsfeiern bis hin zu einem großen Sommerfest, das für Bewohner und Gemeinde gleichermaßen ausgerichtet wird. Und auch die Kooperation mit Schule und Kindergärten wird 2007 weiter gehen.
(Erschienen: 28.12.2006 00:06)





























































