Alkohol kritisch hinterfragt
Das CJD Sigmaringen ist eine von 150 Einrichtungen in Deutschland. Zurzeit leben rund 90 Jugendliche im Jugenddorf, die eine Ausbildung im Bauhauptgewerbe absolvieren. Die Lehrlinge des Maurerhandwerks verbringen eine bestimmte Wochenanzahl im Ausbildungszentrum Bau Sigmaringen, in welchem sie ihre überbetrieblichen Ausbildungsphasen ableisten.
Das Jugenddorf ist für die Jugendlichen während ihres Aufenthalts in Sigmaringen der Wohn- und Lebensbereich. Doch es ist gleichzeitig noch etwas mehr, denn die Jugendlichen werden von sozialpädagogischem Fachpersonal betreut und zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung motiviert. Es werden Aktivitäten im musischen und politischen Bereich sowie in der Religions-, Sport- und Gesundheitspädagogik angeboten.
Während der Aktionswoche Alkohol starteten im CJD die Projekttage zum selben Thema - "ein Thema, das vor allem Jugendliche in und auch nach ihrer Lehrzeit besonders betrifft", teilt die Einrichtung mit. Auftakt war eine Gesprächsrunde mit den Jugendleitern Thorsten Müller und Tanja Hinze, welche die Teilnehmer in der Aktionswoche begleiteten und an das Thema heranführten.
In einem interessanten Vortrag machte Kurt Hinz von der Verkehrsüberwachung der Polizei Sigmaringen die Gefahren des Alkoholkonsums deutlich, vor allem bei jungen Verkehrsteilnehmern. Anschließend wurden verschiedene Körperübungen, wie Ballwerfen und auf einer Linie gehen unter Einwirkung von sogenannten Rauschbrillen getestet. Eine Rauschbrille versetzt den Probanden durch visuelle Verzerrung der Brille in den Zustand eines Betrunkenen im Bereich von 0,8 bis 1,5 Promille. Hier mussten viele der Teilnehmer feststellen, dass es gar nicht so einfach war, die Kontrolle über seinen Körper zu behalten.
Am zweiten Projekttag fand ein Informations- und Diskussionsforum bei der Suchtberatungsstelle Sigmaringen unter der Leitung von Sozialpädagoge Eugen Rockenstein statt. Ein ebenfalls eingeladener trockener Alkoholiker berichtete über seine Erfahrungen und die absolvierte Therapie.
Wie Alkohol entsteht
Außerdem wurden unter anderem Lehrfilme zur Entstehung und Wirkungsweise von Alkohol gezeigt. Im Anschluss erarbeiteten die jugendlichen Teilnehmer eine Plakatwand mit den wichtigsten Gefahrenpunkten und Wirkungsweisen dieser Droge.
Bei der Abschlussveranstaltung reflektierten 20 Teilnehmer gemeinsam die Erlebnisse und Eindrücke. Viele der Jugendlichen konnten auch aus eigenen Erfahrungen eindrucksvoll schildern, welche Berührungspunkte sie schon mit Alkohol erlebt hatten und wie sie damit umgehen. Die Teilnehmer einigten sich darauf, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken, da in Beruf und Verkehr noch viel zu viele Unglücke durch Alkoholkonsum passieren.
Der Leiter des Aubildungszentrums Bau, Gerhard Obert, besuchte im Rahmen der Aktionswoche Alkohol die Suchtberatungsstelle. Hier fand eine Informationsveranstaltung für auszubildende Betriebe, Schulen und ortsansässige Firmen statt.
(Erschienen: 18.08.2009 00:07)
Das CJD Sigmaringen ist eine von 150 Einrichtungen in Deutschland. Zurzeit leben rund 90 Jugendliche im Jugenddorf, die eine Ausbildung im Bauhauptgewerbe absolvieren. Die Lehrlinge des Maurerhandwerks verbringen eine bestimmte Wochenanzahl im Ausbildungszentrum Bau Sigmaringen, in welchem sie ihre überbetrieblichen Ausbildungsphasen ableisten.
Das Jugenddorf ist für die Jugendlichen während ihres Aufenthalts in Sigmaringen der Wohn- und Lebensbereich. Doch es ist gleichzeitig noch etwas mehr, denn die Jugendlichen werden von sozialpädagogischem Fachpersonal betreut und zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung motiviert. Es werden Aktivitäten im musischen und politischen Bereich sowie in der Religions-, Sport- und Gesundheitspädagogik angeboten.
Während der Aktionswoche Alkohol starteten im CJD die Projekttage zum selben Thema - "ein Thema, das vor allem Jugendliche in und auch nach ihrer Lehrzeit besonders betrifft", teilt die Einrichtung mit. Auftakt war eine Gesprächsrunde mit den Jugendleitern Thorsten Müller und Tanja Hinze, welche die Teilnehmer in der Aktionswoche begleiteten und an das Thema heranführten.
In einem interessanten Vortrag machte Kurt Hinz von der Verkehrsüberwachung der Polizei Sigmaringen die Gefahren des Alkoholkonsums deutlich, vor allem bei jungen Verkehrsteilnehmern. Anschließend wurden verschiedene Körperübungen, wie Ballwerfen und auf einer Linie gehen unter Einwirkung von sogenannten Rauschbrillen getestet. Eine Rauschbrille versetzt den Probanden durch visuelle Verzerrung der Brille in den Zustand eines Betrunkenen im Bereich von 0,8 bis 1,5 Promille. Hier mussten viele der Teilnehmer feststellen, dass es gar nicht so einfach war, die Kontrolle über seinen Körper zu behalten.
Am zweiten Projekttag fand ein Informations- und Diskussionsforum bei der Suchtberatungsstelle Sigmaringen unter der Leitung von Sozialpädagoge Eugen Rockenstein statt. Ein ebenfalls eingeladener trockener Alkoholiker berichtete über seine Erfahrungen und die absolvierte Therapie.
Wie Alkohol entsteht
Außerdem wurden unter anderem Lehrfilme zur Entstehung und Wirkungsweise von Alkohol gezeigt. Im Anschluss erarbeiteten die jugendlichen Teilnehmer eine Plakatwand mit den wichtigsten Gefahrenpunkten und Wirkungsweisen dieser Droge.
Bei der Abschlussveranstaltung reflektierten 20 Teilnehmer gemeinsam die Erlebnisse und Eindrücke. Viele der Jugendlichen konnten auch aus eigenen Erfahrungen eindrucksvoll schildern, welche Berührungspunkte sie schon mit Alkohol erlebt hatten und wie sie damit umgehen. Die Teilnehmer einigten sich darauf, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken, da in Beruf und Verkehr noch viel zu viele Unglücke durch Alkoholkonsum passieren.
Der Leiter des Aubildungszentrums Bau, Gerhard Obert, besuchte im Rahmen der Aktionswoche Alkohol die Suchtberatungsstelle. Hier fand eine Informationsveranstaltung für auszubildende Betriebe, Schulen und ortsansässige Firmen statt.
(Erschienen: 18.08.2009 00:07)
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