Alamannenmuseum: Rat stellt harte Bedingungen
Von unserem Redakteur Eckard Scheiderer
Mit diesem Beschluss, der bei 22 Ja- und zehn Nein-Stimmen gefasst wurde, ist der Gemeinderat am Donnerstag nach einer längeren nichtöffentlichen Beratung mehrheitlich einem Antrag der CDU-Fraktion gefolgt. Die Fraktion der Freien Bürger konnte sich mit ihrem Antrag, das Alamannenmuseum zu schließen, falls das Defizit von derzeit 170 000 nicht bereits ab dem Jahr 2011 auf 85 000 Euro reduziert wird, nicht durchsetzen. Die Verwaltung hatte in ihrem Antrag ebenfalls für ein Fortbestehen des Alamannenmuseums unter etwaiger Beteiligung des Landes bei einem städtischen Zuschussbedarf „von deutlich unter 100 000 Euro in Richtung auf 50 000 Euro“ plädiert. Nach der Mehrheit für den CDU-Antrag musste darüber aber nicht mehr abgestimmt werden.
Zu Beginn hatte OB Karl Hilsenbek deutlich gemacht, dass die Führung des Alamannenmuseums als Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums nur dann Sinn mache, wenn die Stadt dadurch erhebliche Einsparungen erzielen könne. Außerdem gab er bekannt, dass die Eberhard-Karls-Universität Tübingen plane, dass Alamannenmuseum künftig offiziell als akademisches Ausbildungsmuseum ihres Instituts der Archäologie des Mittelalters zu führen. „Das führt bei der Stadt aber zu keiner Ausgabenreduzierung“, erklärte er.
„Eine schwere Situation“
Nach einer nichtöffentlichen Beratung sprach CDU-Fraktionsvorsitzender Rolf Merz von einer sehr schweren Situation. Ein Schließungsbeschluss würde das endgültige Aus für das Alamannenmuseum bedeuten. Zudem drohe der Stadt eine Rückzahlung von 700 000 Euro für bei der Eröffnung gewährte Zuschüsse vom Land. Für die CDU beantragte er daher, das Alamannenmuseum über den 30. September 2011 hinaus fortzuführen. Bedingung: Ab 2012 darf der Zuschuss der Stadt noch maximal 85 000 Euro betragen, in der Gemeinderatssitzung am 16. Dezember diesen Jahres muss die Verwaltung dafür ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorlegen. Für die Freien Bürger stellte deren Fraktionschef Gunter Frick diesen Antrag: Das Alamannenmuseum soll zum 30.September 2011 geschlossen werden. Dieser Beschluss solle nur dann ausgesetzt werden, wenn die Stadt bis zum 16. Dezember sichere Vertragsgrundlagen mit Land, Kreis, Förderverein und anderen Institutionen vorlegen könne, nach denen der Zuschuss der Stadt bereits ab 2011 nur noch 85 000 Euro betrage. Gleichzeitig räumte Frick ein, dass eine Schließung des Museums keine positive Außenwirkung für die Stadt hätte.
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Berthold Weiß, hielt sowohl die Summe als auch den 16. Dezember für konsensfähig, eine Reduzierung der Kosten bereits ab 2011 aber für unrealistisch. So sah es auch der OB auf Nachfrage von SPD-Fraktionschefin Claudia Sünder. „Obwohl auch noch Wunder geschehen können“, wie er meinte. Am Ende folgte eine Mehrheit von 22 Stimmen dem CDU-Antrag.
(Erschienen: 22.07.2010 21:50)
Von unserem Redakteur Eckard Scheiderer
Mit diesem Beschluss, der bei 22 Ja- und zehn Nein-Stimmen gefasst wurde, ist der Gemeinderat am Donnerstag nach einer längeren nichtöffentlichen Beratung mehrheitlich einem Antrag der CDU-Fraktion gefolgt. Die Fraktion der Freien Bürger konnte sich mit ihrem Antrag, das Alamannenmuseum zu schließen, falls das Defizit von derzeit 170 000 nicht bereits ab dem Jahr 2011 auf 85 000 Euro reduziert wird, nicht durchsetzen. Die Verwaltung hatte in ihrem Antrag ebenfalls für ein Fortbestehen des Alamannenmuseums unter etwaiger Beteiligung des Landes bei einem städtischen Zuschussbedarf „von deutlich unter 100 000 Euro in Richtung auf 50 000 Euro“ plädiert. Nach der Mehrheit für den CDU-Antrag musste darüber aber nicht mehr abgestimmt werden.
Zu Beginn hatte OB Karl Hilsenbek deutlich gemacht, dass die Führung des Alamannenmuseums als Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums nur dann Sinn mache, wenn die Stadt dadurch erhebliche Einsparungen erzielen könne. Außerdem gab er bekannt, dass die Eberhard-Karls-Universität Tübingen plane, dass Alamannenmuseum künftig offiziell als akademisches Ausbildungsmuseum ihres Instituts der Archäologie des Mittelalters zu führen. „Das führt bei der Stadt aber zu keiner Ausgabenreduzierung“, erklärte er.
„Eine schwere Situation“
Nach einer nichtöffentlichen Beratung sprach CDU-Fraktionsvorsitzender Rolf Merz von einer sehr schweren Situation. Ein Schließungsbeschluss würde das endgültige Aus für das Alamannenmuseum bedeuten. Zudem drohe der Stadt eine Rückzahlung von 700 000 Euro für bei der Eröffnung gewährte Zuschüsse vom Land. Für die CDU beantragte er daher, das Alamannenmuseum über den 30. September 2011 hinaus fortzuführen. Bedingung: Ab 2012 darf der Zuschuss der Stadt noch maximal 85 000 Euro betragen, in der Gemeinderatssitzung am 16. Dezember diesen Jahres muss die Verwaltung dafür ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorlegen. Für die Freien Bürger stellte deren Fraktionschef Gunter Frick diesen Antrag: Das Alamannenmuseum soll zum 30.September 2011 geschlossen werden. Dieser Beschluss solle nur dann ausgesetzt werden, wenn die Stadt bis zum 16. Dezember sichere Vertragsgrundlagen mit Land, Kreis, Förderverein und anderen Institutionen vorlegen könne, nach denen der Zuschuss der Stadt bereits ab 2011 nur noch 85 000 Euro betrage. Gleichzeitig räumte Frick ein, dass eine Schließung des Museums keine positive Außenwirkung für die Stadt hätte.
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Berthold Weiß, hielt sowohl die Summe als auch den 16. Dezember für konsensfähig, eine Reduzierung der Kosten bereits ab 2011 aber für unrealistisch. So sah es auch der OB auf Nachfrage von SPD-Fraktionschefin Claudia Sünder. „Obwohl auch noch Wunder geschehen können“, wie er meinte. Am Ende folgte eine Mehrheit von 22 Stimmen dem CDU-Antrag.
(Erschienen: 22.07.2010 21:50)
Die letzten Leserkommentare
































































