Ärzte sehen die Klinik gut aufgestellt
Mit der Verabschiedung von Chefarzt Hartmut Pernice ist an der Medizinischen Klinik das bereits erprobte "Laup Dheimer Modell" nach Riedlingen übertragen worden. Unter der Gesamtverantwortung der in Biberach stationierten Chefärzte Jobst Isbary und Christian von Tirpitz wird die Innere Abteilung in Riedlingen medizinisch genau das bieten, was sie bisher geboten hat: Maria Ludwig und Peter Schröter führen als leitende Ärzte mit Unterstützung des Oberarztes Hubert Kuen ein Team von fünf Assistenzärzten, das für die medizinische Grundversorgung zuständig ist. Was darüber hinausgeht, kann weitestgehend innerhalb des Verbunds der Kreiskliniken abgedeckt werden.
Mit anderen Worten: in Riedlingen wird fast alles gemacht. Dr. Schröter verweist beispielhaft auf die Röntgen- und Laborbereitschaft rund um die Uhr und interdisziplinäre Intensivabteilung mit sechs Betten. Außer der Inneren Abteilung und der Chirurgie sind im Haus Gynäkologen ansässig und auf demselben Gelände befinden sich Augenarzt-, HNO- und Psychiatriepraxen und einmal wöchentlich kommt ein Urologe zur Sprechstunde.
"Nur für wenige Spezialuntersuchungen müssen die Patienten nach Biberach", sagt Dr. Ludwig daher. Sie könnten oft schon am nächsten Tag wieder nach Riedlingen zurückverlegt werden - und sind damit auch wieder in der Nähe ihrer Angehörigen. Dadurch seien die Patienten wohnortnah versorgt und müssten trotzdem auf nichts verzichten, ergänzt Schröter. "Das ist nichts Anderes als in einer Großstadt wie München. Da müssen Sie für eine Herzkatheteruntersuchung oder eine Dialyse auch ein halbe Stunde zur Spezialklinik fahren."
Kurze Wege sind wertvoll
Der Vorteil der kurzen Wege sei nicht zu unterschätzen, etwa im Notfall. "Es gibt schon Krankheiten, wo die Uhr läuft", sagt Schröter. Die Riedlinger Klinik übernimmt die Erstversorgung und die Ärzte entscheiden über die optimale Weiterbehandlung. Ob sie die Patienten hier behalten oder verlegen, könnten sie aufgrund des zugesagten Computertomographen künftig noch besser entscheiden, sagt Schröter: "So können die Chirurgen sicher erkennen, ob eine Schädelverletzung vorliegt und wir, ob es ein Schlaganfall ist."
Angesichts dieser Entscheidung tritt Schröter den sich hartnäckig haltenden Gerüchten, die Riedlinger Klinikstandort könnte gefährdet sein, entgegen: "Schauen Sie sich an, wie viel gemacht wurde", sagt Schröter, der die Entwicklung seit 1983 hautnah miterlebt hat: "Vom Bewegungsbad über den Gymnastikraum bis zu den Zimmern für Privatpatienten - der Landkreis hat demonstriert, dass der Standort sogar ausgebaut wird."
Interview (Weitere davon folgen )
(Erschienen: 11.09.2009 00:07)
Mit der Verabschiedung von Chefarzt Hartmut Pernice ist an der Medizinischen Klinik das bereits erprobte "Laup Dheimer Modell" nach Riedlingen übertragen worden. Unter der Gesamtverantwortung der in Biberach stationierten Chefärzte Jobst Isbary und Christian von Tirpitz wird die Innere Abteilung in Riedlingen medizinisch genau das bieten, was sie bisher geboten hat: Maria Ludwig und Peter Schröter führen als leitende Ärzte mit Unterstützung des Oberarztes Hubert Kuen ein Team von fünf Assistenzärzten, das für die medizinische Grundversorgung zuständig ist. Was darüber hinausgeht, kann weitestgehend innerhalb des Verbunds der Kreiskliniken abgedeckt werden.
Mit anderen Worten: in Riedlingen wird fast alles gemacht. Dr. Schröter verweist beispielhaft auf die Röntgen- und Laborbereitschaft rund um die Uhr und interdisziplinäre Intensivabteilung mit sechs Betten. Außer der Inneren Abteilung und der Chirurgie sind im Haus Gynäkologen ansässig und auf demselben Gelände befinden sich Augenarzt-, HNO- und Psychiatriepraxen und einmal wöchentlich kommt ein Urologe zur Sprechstunde.
"Nur für wenige Spezialuntersuchungen müssen die Patienten nach Biberach", sagt Dr. Ludwig daher. Sie könnten oft schon am nächsten Tag wieder nach Riedlingen zurückverlegt werden - und sind damit auch wieder in der Nähe ihrer Angehörigen. Dadurch seien die Patienten wohnortnah versorgt und müssten trotzdem auf nichts verzichten, ergänzt Schröter. "Das ist nichts Anderes als in einer Großstadt wie München. Da müssen Sie für eine Herzkatheteruntersuchung oder eine Dialyse auch ein halbe Stunde zur Spezialklinik fahren."
Kurze Wege sind wertvoll
Der Vorteil der kurzen Wege sei nicht zu unterschätzen, etwa im Notfall. "Es gibt schon Krankheiten, wo die Uhr läuft", sagt Schröter. Die Riedlinger Klinik übernimmt die Erstversorgung und die Ärzte entscheiden über die optimale Weiterbehandlung. Ob sie die Patienten hier behalten oder verlegen, könnten sie aufgrund des zugesagten Computertomographen künftig noch besser entscheiden, sagt Schröter: "So können die Chirurgen sicher erkennen, ob eine Schädelverletzung vorliegt und wir, ob es ein Schlaganfall ist."
Angesichts dieser Entscheidung tritt Schröter den sich hartnäckig haltenden Gerüchten, die Riedlinger Klinikstandort könnte gefährdet sein, entgegen: "Schauen Sie sich an, wie viel gemacht wurde", sagt Schröter, der die Entwicklung seit 1983 hautnah miterlebt hat: "Vom Bewegungsbad über den Gymnastikraum bis zu den Zimmern für Privatpatienten - der Landkreis hat demonstriert, dass der Standort sogar ausgebaut wird."
Interview (Weitere davon folgen )
(Erschienen: 11.09.2009 00:07)





























































