„Das ist eine Verbesserung von 500 Prozent“
Von unserer Redakteurin Susanne Schulte-Nölle
Die hellen Räume und die freundliche Atmosphäre sind das Erste, das dem heimischen Abgeordneten ins Auge sticht. Kauder, der die Beschäftigten mit einem lockeren „Guten Tag allerseits“ und Lebenshilfe-Geschäftsführer Otto Weihing mit einem kräftigen Handschlag begrüßt, spricht mit Blick auf die alte Unterkunft in der Moltkestraße gar von einer „Verbesserung um 500 Prozent“.
Auf vier Etagen kann sich die ehemalige Rhea-Werkstatt der Tuttlinger Lebenshilfe nun ausbreiten. Derzeit beschäftigt der gemeinnützige Verein auf den rund 1800 Quadratmetern Fläche 44 Männer und Frauen mit einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Erkrankung. „Und wir haben noch Kapazitäten“, betont Weihing: Insgesamt seien 72 Plätze genehmigt.
Im Erdgeschoss gehen die Psychisch Kranken ihrer Arbeit nach. „Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind vielfältig und an die Bedürfnisse der Beschäftigten angepasst“, erklärt Werkstatt-Leiterin Antje Fischinger beim Rundgang durch die beiden Räume. Es wird Papier auf die vom Auftraggeber geforderten Maße gefaltet, es werden Kartons zusammengesteckt oder Heizungsaggregate für Revisionstüren montiert. Kauder ist an allem interessiert, lässt sich die Arbeitsvorgänge genau erklären.
Dann geht es einen Stockwerk höher, dorthin, wo die Beschäftigten mit einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Auffälligkeit konzentriert Isolationsschläuche auf Maß schneiden, Drehmomentstäbe fertigen oder Käfigmuttern für die neue Mercedes-C-Klasse zusammenbauen. Im Hintergrund läuft leise Musik aus dem Radio. Auch hier findet der Politiker lobende Worte und spricht von „einer unglaublichen Verbesserung“.
Arbeit von 8 bis 16 Uhr
Als nächstes steht die Besichtigung des neuen Berufsbildungsbereichs der Donau-Werkstatt an. „Die zweijährige Bildungsmaßnahme muss jeder durchlaufen, der in der Werkstatt arbeiten möchte“, erklärt die Leiterin Katrin Opitz. Auf dem Stundenplan steht neben den Abläufen und Sicherheitsvorkehrungen bei der Arbeit auch ein kognitives Training, bei dem unter anderem Aufmerksamkeit und Gedächtnis geschult werden, sowie Konfliktbewältigung und Teamfähigkeit.
Die Beschäftigten arbeiten von 8 bis 16 Uhr in den beiden Werkstätten. Von 12 bis 13 Uhr geht es zum Mittagessen in die hauseigene Kantine. Das Essen bereitet die Lebenshilfe selbst zu. Für Volker Kauder gibt es an diesem Tag zum Abschied an einem hübsch gedeckten Tisch Butterbrezeln und Kuchen.
(Erschienen: 04.02.2010 19:20)
Von unserer Redakteurin Susanne Schulte-Nölle
Die hellen Räume und die freundliche Atmosphäre sind das Erste, das dem heimischen Abgeordneten ins Auge sticht. Kauder, der die Beschäftigten mit einem lockeren „Guten Tag allerseits“ und Lebenshilfe-Geschäftsführer Otto Weihing mit einem kräftigen Handschlag begrüßt, spricht mit Blick auf die alte Unterkunft in der Moltkestraße gar von einer „Verbesserung um 500 Prozent“.
Auf vier Etagen kann sich die ehemalige Rhea-Werkstatt der Tuttlinger Lebenshilfe nun ausbreiten. Derzeit beschäftigt der gemeinnützige Verein auf den rund 1800 Quadratmetern Fläche 44 Männer und Frauen mit einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Erkrankung. „Und wir haben noch Kapazitäten“, betont Weihing: Insgesamt seien 72 Plätze genehmigt.
Im Erdgeschoss gehen die Psychisch Kranken ihrer Arbeit nach. „Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind vielfältig und an die Bedürfnisse der Beschäftigten angepasst“, erklärt Werkstatt-Leiterin Antje Fischinger beim Rundgang durch die beiden Räume. Es wird Papier auf die vom Auftraggeber geforderten Maße gefaltet, es werden Kartons zusammengesteckt oder Heizungsaggregate für Revisionstüren montiert. Kauder ist an allem interessiert, lässt sich die Arbeitsvorgänge genau erklären.
Dann geht es einen Stockwerk höher, dorthin, wo die Beschäftigten mit einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Auffälligkeit konzentriert Isolationsschläuche auf Maß schneiden, Drehmomentstäbe fertigen oder Käfigmuttern für die neue Mercedes-C-Klasse zusammenbauen. Im Hintergrund läuft leise Musik aus dem Radio. Auch hier findet der Politiker lobende Worte und spricht von „einer unglaublichen Verbesserung“.
Arbeit von 8 bis 16 Uhr
Als nächstes steht die Besichtigung des neuen Berufsbildungsbereichs der Donau-Werkstatt an. „Die zweijährige Bildungsmaßnahme muss jeder durchlaufen, der in der Werkstatt arbeiten möchte“, erklärt die Leiterin Katrin Opitz. Auf dem Stundenplan steht neben den Abläufen und Sicherheitsvorkehrungen bei der Arbeit auch ein kognitives Training, bei dem unter anderem Aufmerksamkeit und Gedächtnis geschult werden, sowie Konfliktbewältigung und Teamfähigkeit.
Die Beschäftigten arbeiten von 8 bis 16 Uhr in den beiden Werkstätten. Von 12 bis 13 Uhr geht es zum Mittagessen in die hauseigene Kantine. Das Essen bereitet die Lebenshilfe selbst zu. Für Volker Kauder gibt es an diesem Tag zum Abschied an einem hübsch gedeckten Tisch Butterbrezeln und Kuchen.
(Erschienen: 04.02.2010 19:20)
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