Schlagstockeinsatz: KSC fordert Erklärung von Stuttgarter Polizei
„Nach den zahlreichen E-Mails, die ich seit dem Spiel bekommen habe, hat die Polizei Karlsruher Zuschauer, darunter auch Familien mit Kleinkindern, in ein Gatter gedrängt und ist dann mit Pferden unter Einsatz des Schlagstocks durch die Menge gerast“, sagte Manager Rolf Dohmen. „Das kann nicht sein, dass so etwas mit Menschen passiert und da verlangen wir auch lückenlose Aufklärung durch die Polizei.“ Nach Kenntnis des Vereins habe es keine Veranlassung gegeben, dermaßen vehement gegen seine Anhänger vorzugehen.
Die Stuttgarter Polizei wies die Vorwürfe in ihrer drastischen Form zurück, räumte aber ein, „dass es nach jetzigem Erkenntnisstand eine Fehleinschätzung von zwei Polizeireitern gab, die auch von der Hiebwaffe Gebrauch gemacht haben.“ Nach Angaben von Stefan Keilbach, Pressesprecher der Stuttgarter Polizei, hätten die beiden Beamten versucht, Tatverdächtige festzunehmen. Dies sei in der Menschenmenge aber nicht möglich gewesen. „Der Vorfall tut uns leid, den Einsatz einer Reiterstaffel bei solchen Veranstaltungen stellen wir aber nicht in Frage“, erklärte Keilbach.
Die Stuttgarter Polizei hatte am Tag nach dem 3:1-Sieg des VfB mitgeteilt, dass die beiden Fan-Lager wegen „deutlicher Provokationen“ von berittenen Beamten getrennt worden waren. In ihren Angaben war von einer leicht verletzten Person und neun vorübergehenden Festnahmen die Rede.
(Erschienen: 23.09.2008 19:00)



