Zapatero Punktsieger bei TV-Duell in Spanien
Nach Umfragen mehrerer Zeitungen und Fernsehanstalten äußerte eine knappe Mehrheit der TV-Zuschauer am Dienstag die Ansicht, dass der sozialistische Regierungschef sich in der Debatte am Vorabend besser geschlagen habe als der Chef der konservativen Volkspartei (PP).
Die Diskussion war das erste TV-Duell von Spitzenkandidaten in Spanien seit 15 Jahren. Sie bescherte den beteiligten Fernsehsendern eine Einschaltquote in Rekordhöhe von insgesamt 59 Prozent. In der äußerst scharf geführten Debatte machte Rajoy den Regierungschef für die Verschlechterung der Wirtschaftslage und den Zustrom illegaler Immigranten verantwortlich. Er beschuldigte außerdem Zapatero, die Spanier über die Friedensgespräche mit den baskischen ETA-Terroristen belogen zu haben.
Dagegen hielt der Regierungschef dem Oppositionsführer vor, die politische Atmosphäre vergiftet und der Regierung die Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus versagt zu haben. Nach Umfragen zur Wahl am 9. März liegen die Sozialisten (PSOE) von Zapatero nur knapp vor Rajoys PP, so dass die noch unentschlossenen Wähler eine entscheidende Rolle spielen dürften. Am kommenden Montag findet ein zweites TV-Duell zwischen den Spitzenkandidaten statt. Die kleineren Parteien protestierten dagegen, dass sie von den Debatten ausgeschlossen wurden.
(Erschienen: 26.02.2008 14:11)








