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Ulm

Ulm zeigt Flagge gegen den NPD-Aufmarsch

(ULM/NEU-ULM/mick) Im Zentrum steht dabei der Protestzug des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der am 1. Mai um 10 Uhr am Weinhof in Ulm und am Petrusplatz in Neu-Ulm starten wird. Um 12.30 Uhr findet dann auf dem Münsterplatz eine große Kundgebung statt. Hauptredner wird der SPD-Politiker und gebürtige Ulmer Erhard Eppler sein. Neben Oberbürgermeister Ivo Gönner wird außerdem die Schwester von Hans und Sophie Scholl, Elisabeth Hartnagel sprechen.

Ab 14 Uhr gibt dann Liedermacher-Urgestein Konstantin Wecker beim Münster ein Gratiskonzert. Am Freitag, 1. Mai, soll sich nach dem Willen des Bündnisses nahezu das ganze Stadtgebiet in eine Protestzone gegen die Neonazis verwandeln. Allein 20 große Veranstaltungen sind bislang an diesem Tag geplant. Darunter Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Andachten, Spielangebote für Kinder und integrative Sportturniere mit Behinderten. Auf dem Ulmer Marktplatz steigt beispielsweise das Konzert "Bands gegen rechts", für das sich schon über 30 Gruppen angemeldet haben.

Woche für Demokratie

In den Tagen vor und nach der Demonstration findet außerdem die Woche für "Demokratie und Toleranz" statt. Daran beteiligen sich unter anderem mit Vorträgen und Informationsveranstaltungen das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK), die Volkshochschule und der Stadtjugendring. Die offizielle Eröffnungsveranstaltung dazu bildet eine Lesung des Autors und NPD-Experten Olaf Sundermeyer am Montag, 27. April. Beginn ist um 19 Uhr im Stadthaus auf dem Münsterplatz.

Das Bündnis " Ulm gegen rechts" wurde von den Oberbürgermeistern der beiden Städte, Ivo Gönner und Gerold Noerenberg sowie den Vorsitzenden der beiden DGB-Regionen, Wolfgang Klook (Ulm-Biberach) und Werner Gloning (Allgäu-Donau-Iller) ins Leben gerufen.

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Zahlreiche Organisationen aus beiden Donaustädten, alle demokratischen Parteien, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, sowie viele Bürger haben sich dem Bündnis bereits angeschlossen. Gemeinsame Plattform ist eine Resolution, die am 21. Januar einstimmig beim Gründungstreffen verabschiedet wurde.

(Erschienen: 08.04.2009 01:00)


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