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TKKG-Autor will Jugendlichen Engagement und Courage vermitteln

(München/dpa) Wer kennt sie nicht, die Bücher von TKKG? Seit mehr als 25 Jahren machen die vier Jungdetektive Tim, Karl, Klößchen und Gaby Verbrechern, Geschäftemachern und anderen Bösewichten das Leben schwer. 106 Bände füllen ihre Abenteuer inzwischen, in acht Sprachen wurden sie übersetzt und mehr als 14 Millionen Mal verkauft - damit ist TKKG die erfolgreichste deutsche Jugendbuchreihe.

Hinzu kommen noch 153 Hörspiele sowie Filme. Hinter dieser beachtlichen Leistung verbirgt sich ein einziger Mann: Rolf Kalmuczak, TKKG-Lesern besser bekannt als Stefan Wolf, hat die spannenden Geschichten seit Ende 1979 zu Papier gebracht. Am Donnerstag (28. September) kommt der neue TKKG-Film «Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine» in die Kinos.

Frage: «Haben die vier Hobby-Ermittler reale Vorbilder?»

Kalmuczak: «Die Gaby ist schon ein bisschen an unsere Tochter angelehnt. Damals war sie zwölf. Tim war ihr damaliger Freund, auch so ein großer, athletischer, dunkellockiger Junge und es gab einen Dicken, der für sein Leben gern futterte. Wie Klößchen. Als ich anfing, Ende 1979, war das die Zeit der Couch-Potatoes, die Jugendlichen hingen nur rum mit dem Walkman auf den Ohren. Da dachte ich, das kann's nicht sein. Du musst denen mal im Buch vormachen, dass das Abenteuer eigentlich an jeder Ecke zu finden ist, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht.»

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Frage: «Welche Botschaft wollen Sie ihren Lesern mit den TKKG- Büchern vermitteln?»

Kalmuczak: «TKKG steht für alles, was dem Erhalt der Welt dient und den Menschen hilft. In erster Linie heißt das: Nichtweggucken, sondern sich mit Couragiertheit einsetzen. Es gibt auch keine Ausgrenzung bei TKKG, keinen Rassismus. Meine vier Protagonisten unterscheiden zwischen Kriminellen und anständigen Menschen. Das ist der einzige Maßstab für sie. Sie kennen keine Vorurteile irgendwelcher Art.

Frage: «Es gab ja 1992 bereits einen Film von TKKG, Drachenauge, der nicht so erfolgreich war, wie erwartet. Haben Sie eine Erklärung dafür?»

Kalmuczak: «Natürlich habe ich mich damals nach den Gründen gefragt. Da ich einen ziemlich engen Kontakt zu den Kids habe, zu einem großen Teil meiner Leser, konnte ich mich hinterher schlau machen und bin auf was ganz erstaunliches gestoßen: damals sagten mir viele: wir wollen den Film nicht sehen. Das Bild das wir im Kopf haben von unseren Vieren, wollen wir nicht durch Schauspieler überdeckt sehen. Heute trifft das, glaube ich, nicht mehr zu.»

(Erschienen: 28.09.2006 12:45)


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