Anzeige Top Werbung
Die Autobörse im Süden
Die Immobörse im Süden
Die Jobbörse im Süden
Bildergalerien aus aller Welt & der Region
Internetfernsehen für die Region
Schrift kleiner groesser

Leitartikel

Stoiber hat nicht verstanden

Es wäre eine Sensation, wenn die CSU-Klausur in Wildbad Kreuth ein anderes Ergebnis hervorbringen würde als eine überwältigende Unterstützung für Edmund Stoiber. Dennoch gibt es nichts zu deuteln: Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef kämpft um sein politisches Überleben.

Schon fast rührend war das, was die fünf jungen Bundestagsabgeordneten der CSU da am Sonntag auf der Zugspitze trieben: Strahlend hielten sie ein Plakat ihres ebenso strahlenden Parteichefs in die winterliche Kälte des höchsten Berges Deutschlands. Auf dem Plakat war zu lesen: "Bayerns Spitze - Edmund Stoiber". Ja, so etwas scheint der lange fast allmächtige Bayern-Ministerpräsident jetzt zu brauchen. Denn er ist in echter Bedrängnis: Die von der Fürther Landrätin Gabriele Pauli losgetretene Debatte über seine politische Zukunft ist eben nicht pünktlich nach den Feiertagen beendet, wie er gehofft haben mag, sondern geht munter weiter. Und obwohl Stoiber gestern das CSU-Präsidium antreten ließ, um dessen Solidarität einzufordern, hatte ihm Landtagspräsident Alois Glück bereits am Wochenende geraten, seine Nachfolge rechtzeitig zu regeln. Das sitzt. Und das ist deutlich.

Die Halbwertzeit von Solidaritätsadressen ist sowieso gering. Sie sind so viel wert, wie es in der Geschichte der Macht immer war: So lange für den Chef - früher war das vielleicht ein König - kein eindeutiger, kraftvoller Herausforderer in Sicht ist, geloben ihm seine Vasallen die Treue. Das heißt aber nicht, dass sie ihm auf immer und ewig folgen werden. Sie, die von ihm Abhängigen, werden auch einem neuen Herren huldigen, wenn dieser machtvoll genug ist und ihnen eine neue Perspektive bietet. Das ist im Moment Stoibers größtes Pfund: Niemand wagt, gegen ihn anzutreten. Und die wackere Landrätin Pauli, die ihn so nachhaltig ärgert, reicht bei allem Respekt vor ihrem Mut und ihrer Hartnäckigkeit noch nicht an Stoibers Format heran.

Dennoch sieht es für Edmund Stoiber nicht gut aus: Selbst 63 Prozent der CSU-Anhänger sind inzwischen der Meinung, eine Mitgliederbefragung solle über den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 entscheiden. Gleichzeitig steigen die Werte der CSU leicht. Das bedeutet: Die Wähler setzen auf die CSU, aber nicht mehr auf Edmund Stoiber. Das hat der Ministerpräsident noch nicht verstanden.

Anzeige

(Erschienen: 09.01.2007 00:07)


weitere Meldungen aus Leitartikel





Videos

Ellwangen: Hasch-Anbauer ins Gefängnis
Der 52-Jährige Vietnamese wurde vom Landgericht zu 4 Jahren Haft verurteilt
Neu-Ulm, Memmingen: Chef der Autoknacker schweigt
Nach Raub mehrerer Luxuskarossen steht Chef der Autobande vor Gericht
Am häufigsten geklickt:


Ausflugstipps

Die SZON-Ausflugstipps

Rutenfest

Schützenfest

Kindermalwettbewerb

SZON Special

Business Today TV

business today | tv

Ihr Unternehmensfilm im Internet - wir machen das für Sie.














Hausbaupark.de



Links

top