Schulungszentrum: Generalsekretär bremst Landes-NPD
(STRASSBERG/ck)
„Mir wäre es lieber, der Landesverband würde das Objekt nicht selbst kaufen, sondern von einer Privatperson kaufen lassen, die es an die NPD weiterverpachtet“, sagte Marx am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Landesvorsitzenden Jürgen Schützinger in Straßberg. Aus Sicht der Bundespartei müsse der Kauf des Linderhofs, für den der Landesverband nach eigenen Angaben 538 000 Euro bietet, „auf einer soliden Basis“ geschehen. Der Generalsekretär warnte vor der Möglichkeit eines Parteiverbots und wies auf Folgen für Eigentum der NPD hin. Auf die Frage, warum die Bundespartei ihre Vorbehalte erst jetzt äußere, sagte Marx: „Der Vorwurf ist berechtigt. Wir sind nicht früher vom Landesverband eingebunden worden.“ Der Bundesvorstand hat den Landesverband nach den Worten von Marx aufgefordert, den Immobilienkauf bei einer Vorstandssitzung am 30. August in München vorzustellen und erst danach zu entscheiden. Sollte das Projekt verwirklicht werden, sei das Gelände allerdings auch für Aktivitäten wie Jugendfreizeiten und Konzertveranstaltungen auf Bundesebene interessant.
Ursprünglich hatte der NPD-Landesverband nach eigenen Angaben mit dem Immobilienbesitzer eine Frist bis zum 15. August für eine Kaufentscheidung vereinbart. In dem ehemaligen Nachtclub an der B 463 zwischen Straßberg und Albstadt will die NPD ein Schulungszentrum errichten.
(Erschienen: 13.08.2008 18:00)
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