Panathinaikos feiert, Europas Basketball strahlt
Wie kleine Kinder feierten die langen Kerle mit Sektduschen den 73:71- Erfolg und den fünften Triumph in der Europaliga. «Ich glaube, ich bin im Himmel», sagte Center Kostas Tsartsaris für das international besetzte Team, das die Trophäe nach einem 23-Punkte-Vorsprung fast noch aus der Hand gegeben hätte.
Sieben Monate nach dem lauen Gastspiel der NBA-Teams aus New Orleans und Washington in Berlin ließen Europas Beste den kontinentalen Basketball in glänzendem Licht strahlen. «Die Leute schauen gern NBA. Doch während der Vorrunde ist der Basketball dort nur Show. Hier spielen wir, um zu gewinnen», sagte Panathinaikos- Trainer Zeljko Obradovic und unterstrich: «Ich bin sehr glücklich in Europa. Es ist mir nie durch den Sinn gegangen, in der NBA zu trainieren.»
Mit sieben Euroleague-Titeln bei vier verschiedenen Clubs ist Obradovic der erfolgreichste Trainer in der europäischen Königsklasse. Seit zehn Jahren besetzt der Serbe den einstigen Schleudersitz in Athen und hat die «Grünen» in 21 Finals zu 18 Titeln geführt. Hätte der Litauer Ramunas Siskauskas seinen Drei-Punkte-Wurf unmittelbar vor Schluss getroffen, wäre ZSKA nach einem intensiv geführten Endspiel allerdings zum siebten Mal Europas bestes Vereinsteam geworden.
Doppelt feiern durfte Athens Spielmacher Vassilis Spanoulis, der als wertvollster Akteur der Endrunde ausgezeichnet wurde. «Der Basketball in den USA ist total anders. Ich mag den Basketball hier lieber. Die Intensität ist sehr hoch, die Qualität der Spiele auch», unterstrich Spanoulis, der ein Jahr bei den Houston Rockets spielte.
Die Millionen-Truppen aus Athen, Piräus, Moskau und Barcelona machten allerdings auch deutlich, wie weit die Bundesliga von der europäischen Spitze entfernt ist. Dass Meister ALBA Berlin der Einzug unter die letzten 16 gelang, war daher bereits ein großer Erfolg.
(Erschienen: 04.05.2009 11:12)








