Nokia Siemens hat in Ulm Großes vor
Wie berichtet, will der weltweit zweitgrößte Lieferant für Netzwerkausrüstungen dafür 500 Mitarbeiter aus München nach Ulm holen. Verhandlungen mit der Belegschaft und dem Betriebsrat in München hätten begonnen.
"Die Belegschaft hat die Entscheidung gefasst aufgenommen", hieß es gestern in einer Telefonkonferenz mit Unternehmenssprecher Stefan Zuber und Standortleiter Preuth. In der bayerischen Hauptstadt müssen etwa 500 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Weitere 500 hoch qualifizierte Entwickler hätten das Angebot, ihre Arbeit in Ulm fortzusetzen. Es sind wie ihre baden-württembergischen Kollegen Experten für die vierte Generation der Mobilfunktechnik, der so genannten Long-Term-Evolution-Produkte (LTE), die es zum Beispiel ermöglichen, Filmmaterial drahtlos und ruckelfrei zu übertragen, erklärt Preuth.
"Ziel ist es, alle 500 Beschäftigten aus München mit nach Ulm mitzunehmen", betonte Preuth. Maßnahmen, die zum Umzug motivieren, würden seit Dienstag ausgehandelt. Stellen, die nicht von den Münchner Kollegen besetzt werden, würden ausgeschrieben werden. Denn in Ulm sei Großes geplant, für das alle 500 Beschäftigten gebraucht werden: "Wir wollen hier mit unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum in eine Führungsrolle gehen", hebt Preuth hervor. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit der Universität Ulm habe für den Standort in der Wissenschaftsstadt gesprochen.
Darüber hinaus sei auch eine Zusammenarbeit mit der Nokia Handy-Entwicklung, die in der gleichen Straße nur wenige hundert Meter entfernt im Science-Park am Oberen Eselsberg untergebracht ist, angedacht. Ob allerdings ein Neubau an der Lise-Meitner-Straße, wo NSN seit April 2007 seinen Sitz hat, nötig wird und wie viel das Unternehmen dort investiert, könne noch nicht gesagt werden. Fakt sei nur, dass die Verlagerung bis Ende 2009 abgeschlossen sein soll. Eine Verteilung auf mehrere Adressen in der Stadt sei nicht geplant: "Ziel ist ein Standort."
(Erschienen: 13.11.2008 00:06)








