Anzeige Top Werbung
Die Autobörse im Süden
Die Immobörse im Süden
Die Jobbörse im Süden
Bildergalerien aus aller Welt & der Region
Internetfernsehen für die Region
Schrift kleiner groesser

SZON Artikel-Archiv

Mattenhauser Mobilfunkgegner nehmen Stadt in Pflicht

BAD WALDSEE - Die Mobilfunkgegner aus Schellenberg, Mattenhaus und Umgebung bleiben am Ball. Die Interessengemeinschaft will die Stadt in die Pflicht nehmen und meldete auf dem Rathaus per "Haftungsmitteilung" schon mal vorsorglich Schadensanspruch an.

Von unserem Redakteur Michael Kaiser

Der zentrale Satz in dem Schreiben, das Anita Maucher & Co. jetzt Bürgermeister Weinschenk überreichten, lautet: "Hiermit machen wir die Stadt Bad Waldsee als Grundstückseigentümerin für alle Schäden, die in Zusammenhang mit der errichteten Mobilfunk-Sendeanlage entstehen, haftbar und melden dem Grundsatz nach Schadensansprüche (É) an."

Bei ihrem Vorstoß ließ sich die Interessengemeinschaft von Wolfgang Blüher beraten, der in Mattenhaus kürzlich einen Informationsabend bestritt und unter den Mobilfunkkritikern in der Region als der Experte gilt. Blüher weiß, dass "der derzeitige Stand der Wissenschaft eine gesicher-te Bewertung der Mobilfunktechnologie in Bezug auf gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht zulässt". Genau so steht es auch in dem Schriftstück, das fast sämtliche Bewohner von Mattenhaus und Schellenberg sowie Landwirte aus Steinenberg und Kohhaus unterschrieben haben. Doch Blüher weiß auch, dass es "zunehmend konsistente Hinweise auf die schädigende Wirkung der (É) Hochfrequenzstrahlung gibt". Dem Schreiben an die Stadt beigelegt ist der "Freiburger Appell", den mehrere hundert Mobilfunk-kritische Ärzte unterzeichnet haben.

Anzeige

Auch die hiesigen Mobilfunkgegner befürchten "eine erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung für Mensch und Tier" durch die Sendeanlage auf der Anhöhe zwischen Schellenberg/B 30 und Kohhaus. Sobald sich ihre Befürchtungen bestätigen und der Nachweis von Schädigungen wissenschaftlich erbracht ist, will die Interessengemeinschaft den entstandenen Schaden gegenüber der Stadt beziffern - auch rückwirkend, wie die Mobilfunkgegner betonen. Ausdrücklich behalten sie sich auch Schmerzensgeldforderungen vor. Eine Kopie des Schreibens ging an die Krankenkasse der Landwirte - "zur Dokumentation der dort auflaufenden Kosten".

Stadt schaltet Anwalt ein

Bürgermeister Weinschenk nahm das Schreiben entgegen und verwies noch einmal auf die baurechtliche Seite des Problems, die eine Genehmigung solcher Anlagen fast zur Pflicht macht - zumal an besagter Stelle. Weil die Materie äußerst kompliziert ist, will die Stadt einen Anwalt einschalten.

(Erschienen: 28.12.2004 00:18)


weitere Meldungen aus SZON Artikel-Archiv





Videos

Ehingen: Verkaufsschlager S21-Bier
Bier der Rössle Brauerei wird gut verkauft, 21 Cent gehen an S21-Gegner
Ehingen, Laupheim: Mit Mappus auf Sommertour
Ministerpräsident bei Diehl und in Ehingen zu Gast
Am häufigsten geklickt:


Pakistan Aid



Pakistan Aid

Ausflugstipps



Die SZON-Ausflugstipps

SZON Tippspiel



SZON Special

Business Today TV

business today | tv

Ihr Unternehmensfilm im Internet - wir machen das für Sie.




SZON-Blogs

anreisser-szon-blog

Heute im SZON-Blog:

Terror, ein Phantom-Megastau und Sarrazin, ... Was für eine üble Woche!

anreisser-sprachplaudereien

Heute in den Sprachplaudereien:

Ein Ausflug in die Fäkalsprache: Wenn Baumärkte mit kotigen Sprüchen werben.