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Tuttlingen

Landkreis sucht Bildungspartner im europäischen Ausland

TUTTLINGEN - Die Fördergelder der Europäischen Union für den Landkreis Tuttlingen noch besser ausschöpfen und eine Bildungspartnerschaft ins Leben rufen - das ist das Ziel von Landrat Guido Wolf. Der neue CDU-Europaabgeordnete Dr. Andreas Schwab hat Wolf gestern bei seinem Antrittsbesuch im Landratsamt seine Unterstützung zugesagt.

Von unserem Redakteur Stefan Prinz

Flora-Fauna-Habitat-Gebiete, Europäischer Sozialfonds, Gesetze und Verordnungen: Die Themen, die Landrat Guido Wolf gestern Vormittag beim Besuch des CDU-Europaabgeordneten Dr. Andreas Schwab in der Dezernentenbesprechung zur Sprache brachte, waren breit gefächert.

Um in der Flut von europäischen Gesetzen und Verordnungen nicht den Überblick zu verlieren, wird der Landkreis mit der Verwaltungsreform zu Beginn nächsten Jahres die Stelle eines Europabeauftragten einrichten. Für diese Aufgabe werde keine zusätzliche Stelle geschaffen, so Wolf, sondern die Aufgabe bei einem der Dezernenten angesiedelt werden. Zu den Kernaufgaben des Europabeauftragten gehört, kompetenter Ratgeber beim Beantragen von europäischen Fördergeldern für den Landkreis zu sein. Zu diesem Zweck soll er auch engen Kontakt zum Europaabgeordneten halten.

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Eine der ersten Aufgaben des neuen Europabeauftragten wird wohl die Mitarbeit bei einer Bildungspartnerschaft mit einer Stadt oder einer Region im europäischen Ausland sein. Nach Vorstellung von Guido Wolf soll Ziel dieser Partnerschaft sein, junge Menschen aus den Beruflichen Gymnasien oder aus Ausbildungsbetrieben über den Tellerrand des Landkreises schauen zu lassen und ihnen im Rahmen der Ausbildung besondere Angebote im Ausland machen zu können, so Wolf. Das solle dazu beitragen, künftige Facharbeitskräfte im Kreis zu halten. Er könne sich vorstellen, so Wolf, dass diese Partnerschaft auch mit einer Region aus Osteuropa zustande kommen könnte.

Im Landratsamt wird dazu ein Papier mit dem Profil des Landkreises erarbeitet. Mit diesen Informationen soll Schwab auf die Suche nach einem ausländischen Bildungspartner gehen.

Als Abschiedsgeschenk hatte der Landrat dem Abgeordneten mit einem Augenzwinkern ein Päckchen geschnürt: Eine Taschenlampe zum Durchleuchten des europäischen Gesetzesdschungels, eine Aesculap-Schere zum Abschneiden alter politischer Zöpfe und einen leeren Geldbeutel, der mit Zuschüssen für den Landkreis gefüllt werden soll.

(Erschienen: 07.09.2004 00:20)


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