Klimawandel: Satellitenbilder machen den Ernst der Lage klar
Um den Zehntklässlern einen praxisnahen Unterricht zu bieten, hat der Biologie- und Chemielehrer Dieter Faiss der Pestalozzi-Schule den Klimaexperten Holger Voigt von Germanwatch kontaktiert, der im Rahmen des Projektwettbewerbs "klima on ... s" cooltour" in Schulen in ganz Deutschland unterwegs ist. Für das Projekt sollten die Schüler umfassend über die klimatische Entwicklung auf der Erde und ihre Ursachen und Folgen aufgeklärt werden. Anhand von Satellitenbildern, die live ins Klassenzimmer übertragen wurden, ging der Klimaexperte gemeinsam mit den Schülern dem Klimawandel auf den Grund.
Voigt ließ die Schüler beispielsweise ältere Aufnahmen von den Bränden im südamerikanischen Regenwald mit aktuellen Bildern vergleichen. Die Folgen der Waldbrände, die auf den aktuellen Bildern eindeutig zu erkennen waren, entlockten den Schülern Ausrufe der Verblüffung, ja fast schon Fassungslosigkeit. Dass der Klimawandel und seine Folgen nicht erst in 100 Jahren relevant sein wird, sondern die Schüler gerade jetzt Teil davon sind, wurde ihnen erst da klar. Mit seinen Vorträgen erreicht Holger Voigt die Schüler. "In den Pausen kommen sie zu mir und stellen Fragen. Auch auf der Straße wurde ich schon von Schülern erkannt und angesprochen. Wir diskutierten zehn Minuten lang über ihre Frage," erklärt Voigt.
Für die Zehntklässlerin Jennifer Haupt (18 Jahre) war es ein sehr interessanter und toller Vortrag: "Ich habe mich schon zuvor über den Klimawandel informiert, aber jetzt habe ich viele neue Sachen gelernt und bin auf dem neuesten Stand."
Dieter Faiss hat sich mit seinem Kollegen, dem Physiklehrer Bernd Beißer, auch schon Gedanken zum Projektwettbewerb gemacht. "Vier Wochen lang werden wir mit den Schülern das Großthema ,Energie' durchnehmen. Im Physikunterricht werden wir mit Energiemessgeräten den Stromverbrauch an unserer Schule messen, vor allem bei Geräten im Standby-Modus. Wir wollen schauen, wie viel Energie wir so eigentlich verpulvern und wo und wie wir Energie sparen können. Auch zu Hause sollen die Schüler dann mit den Messgeräten ihren Energieverbrauch messen," führte Faiss aus.
Hauptpreis ist ein Schulkonzert
Im Chemieunterricht geht es dann um den Treibhauseffekt und Gase. "In erster Linie wollen wir mit der Teilnahme am Projektwettbewerb die Schüler für den Umweltschutz sensibilisieren. So kommen sie erst einmal auf den Gedanken, dass sie überhaupt Energie sparen können. Dies kann ihr Beitrag zum Umweltschutz sein. Aber natürlich würden wir den Wettbewerb auch gerne gewinnen, da das die Schüler immer sehr stolz macht," sagt Faiss. Der Hauptpreis ist ein Schulkonzert der Rockband "Juli".
(Erschienen: 27.09.2008 00:05)
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