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Laupheim

Ergriffen lauscht das Publikum

LAUPHEIM - Zu einem Benefizkonzert zugunsten des Kinderstübles des Laupheimer Kinderschutzbundes hatte am Sonntagabend die Neuapostolische Kirchengemeinde ins Kulturhaus eingeladen.

Von unserer Mitarbeiterin Sonja Niederer

Die Neuapostolische Gemeinde sieht ihre Aufgabe auch darin, humanitäre und karitative Projekte weltweit, aber auch in kleinerem Rahmen vor Ort, in der eigenen Heimatgemeinde, zu unterstützen. Die Idee zu dem Benefizkonzert am Sonntag stammt von Hans Winner, dem Vorsteher der 165- köpfigen Gemeinde in Laupheim.

Da in diesem Jahr der Schwerpunkt der karitativen Hilfen der Neuapostolischen Kirche den Kindern gewidmet ist, hat sich Hans Winner entschlossen, die Einnahmen dem Kinderschutzbund in Laupheim zur finanziellen Unterstützung des Kinderstübles zukommen zu lassen. Im Kinderstüble wird zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung, Sprachförderung und die Betreuung von Familien in schwierigen Situationen angeboten.

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Die Akteure des geistlichen Konzerts am Sonntag waren ein eigens für diesen Abend gegründeter Projektchor, der sich aus 60 Sängerinnen und Sängern der Kirchen- und Jugendchöre der 19 Gemeinden des Bezirks Ulm der Neuapostolischen Gemeinde zusammensetzt.

Den gelungenen Auftakt des Abends machte das Bezirksorchester der Gemeinde, an dem rund 40 Streicher und Bläsern mitwirken. Das seit 1970 bestehende Bezirksorchester findet seine Einsätze vor allem an Konzertveranstaltungen und Gottesdiensten und wird von Klaus Brannath aus Ulm geleitet.

Die dreichörige Themenvariation über die Choralzeile "Allein Gott in der Höh' sei Ehr" in Bearbeitungen von J.G. Reiche und Michael Praetorius, wurde durch die verschiedenen Instrumentalbesetzungen der einzelnen Chöre gut zur Geltung gebracht.

Ausgezeichnete Stimmkultur

Der Projektchor, der sich für das Konzert an etlichen Wochenenden vorbereitet hatte, zeichnete sich bei seinen Liedvorträgen, wie zum Beispiel dem Choral "Wie's Gott bedacht" von Johann Sebastian Bach oder dem "Abendlied" von Joseph Rheinberger durch ausgezeichnete Stimmkultur und homogenen Zusammenklang aus. Geleitet wurde der Chor von Wolfgang Strunz aus Senden.

Ergriffen lauschten die über 520 Zuhörer im Kulturhaus auch dem anspruchsvollen "Adagio" aus dem Violinkonzert in G-Dur von Joseph Haydn, bei dem die Violinsolistin Kirsten Jacobs-Brannath ausgezeichnet vom Laienorchester begleitet wurde.

Auch einige Teile der "Rodrigo Suite" von Georg Friedrich Händel trug das Orchester konzentriert und mit schönem, harmonischem Gesamtklang vor.

Mit der Choralkantate "Wer nur den lieben Gott lässt walten" von Friedrich Mendelsohn Bartholdy und den Choral "Ich will singen von der Gnade" beendeten Chor und Orchester eine wunderschöne abendliche Stunde mit geistlicher Musik, für die sich das Publikum begeistert mit stehenden Ovationen bedankte.

(Erschienen: 19.04.2005 00:18)


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