Baupläne erzählen von der Geschichte
Nach dem Ende der napoleonischen Kriege setzte in den nunmehr souverän gewordenen Fürstentümern Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen eine rege Bautätigkeit ein, die auch nach dem Übergang an Preußen 1850 andauerte. Der preußische Staat führte bis 1945 zahlreiche Baumaßnahmen an Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen durch. Auch die Fürsten von Hohenzollern ließen viele Schlösser, Landsitze und Wohnhäuser neu errichten oder umbauen.
In der Überlieferung der im Staatsarchiv Sigmaringen verwahrten einschlägigen Bestände befinden sich künstlerisch wertvolle und mit Liebe zum Detail gezeichnete Ansichten und Aufrisse. Das Schloss und die evangelische Kirche in Hechingen sind darin ebenso dokumentiert wie der Prinzenbau und das Ständehaus in Sigmaringen. Auch andere Orte in Hohenzollern werden in der Ausstellung berücksichtigt. Zu sehen sind zum Beispiel die Schlösser in Hohenfels und Straßberg, das Kloster Beuron, der Wehrturm in Trochtelfingen, der Bahnhof in Krauchenwies, das Amtsgericht in Gammertingen sowie das Kloster Wald.
Darüber hinaus bietet die Ausstellung einen Einblick in die Problematik der Erhaltung und Lagerung großformatiger Archivalien. Am Beispiel der Überlieferung des Preußischen Staatshochbauamts Sigmaringen, dessen Pläne bislang nur unzureichend verpackt waren, werden Restaurierungs- und Verpackungsmaßnahmen zur Sicherung des Bestandes aufgezeigt. So wurden beispielsweise zahlreiche Risse geschlossen. Anschließend erfolgte die Verpackung der gereinigten und geglätteten Pläne in säurefreie Kartonagen. Das 1965 maschinenschriftlich erstellte Findbuch des Bestandes wurde überarbeitet und ist mittlerweile auch online benutzbar unter http://www.landesarchiv-bw.de/stas).
(Erschienen: 12.10.2005 00:19)








